Deutsche Krieger: Vom Kaiserreich zur Berliner Republik – eine Militärgeschichte | Ein präziser Blick auf die Tradition deutscher Soldaten bis in die Gegenwart.
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EAN 9783548065199

Deutsche Krieger: Vom Kaiserreich zur Berliner Republik – eine Militärgeschichte | Ein präziser Blick auf die Tradition deutscher Soldaten bis in die Gegenwart.

Hersteller: Ullstein Taschenbuch  ·  MPN: 1066361
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Deutsche Krieger | Sönke Neitzel | Taschenbuch | 832 S. | Deutsch | 2022 | Ullstein Taschenbuchvlg.

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 18.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine faszinierende und tiefgründige Lektüre, die die Welt der Soldaten und ihre komplexen Erfahrungen hervorragend darstellt. Die Darstellung von Tapferkeit, Gehorsam und Kameradschaft ist sehr lebendig und inspirierend.
Redaktion 18.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine faszinierende und tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Leben und den Erfahrungen von Soldaten, das mich sehr begeistert. Die Darstellung von Tapferkeit, Gehorsam und Kameradschaft ist sehr lebendig und lehrreich.
Redaktion 18.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Klasse!
Bahn 2016 22.05.2023 amazon.de
Der Autor legt keine Militärgeschichte vor, sondern fokussiert auf den Soldaten, den „Krieger“, der sein in den Grundsätzen immer gleiches Kriegshandwerk beherrscht.Der Krieger ist in allen Zeiten den Einflüssen der Gesellschaft ausgesetzt und unterworfen, der er angehört. Wie der Krieger sich selbst versteht, wie er agiert (im Frieden als Mitglied der Gesellschaft, auf dem Schlachtfeld, im Rahmen der Gesetze des Krieges, außerhalb dieser Gesetze, als Verbrecher im Krieg), dies ergibt sich aus dem von der jeweiligen Gesellschaft gesetzten „Referenzrahmen“. Und dies am „scharfen Ende“. Der Krieger soll töten und muß in Kauf nehmen, selbst den ultimativen Preis für die Erfüllung des ihm erteilten Auftrages zu zahlen.Diesen relativen Referenzrahmen und das Verhalten der Soldaten in ihm, untersucht Sönke Neitzel ausgehend von der Reichsgründung bis in unsere heutigen Tage. Dabei liefert er notwendig eine deutsche Militärgeschichte, zwar nicht sehr detailliert, aber doch soweit es für sein Hauptthema erforderlich und notwendig ist.Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Entwicklung der Bundeswehr seit der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland. Und dies ist der große Gewinn des Buches.Neitzel legt die Grundzüge der Deutschen Wehrpolitik seit Gründung der Bundeswehr offen: einerseits ist die Bundeswehr gegründet worden, um der Bundesrepublik außenpolitisches Gewicht zu verschaffen, andererseits ist sie immer ein innenpolitisches Projekt gewesen. Aufgrund der demokratischen Verfasstheit unseres Staates wirkten sich die jeweiligen innenpolitischen Strömungen zwar mit zeitlicher Verzögerung, aber immer klar erkennbar, auf die Bundeswehr aus. Wie kann und sollte es in einer Demokratie anders sein?Die Bundeswehr ist eben kein „Staat im Staate“, der sich von den gesellschaftlichen Entwicklungen abkoppelt. Der Autor zeigt sehr klar und unmißverständlich auf, daß gerade in den ersten Jahrzehnten der Bundeswehr einige Militärs erst schmerzhalft lernen mußten, daß das Militär keinen Primat hat, und z.B. nicht eine wohlwollende Berichterstattung durch die Presse einfordern kann.In einer aufgrund der schauderhaften Vergangenheit von der Grundstimmung her pazifistisch ausgerichteten Gesellschaft wie der unseren, führen die außenpolitischen Ambitionen, die eine Truppengestellung (angeblich) verlangen, und die innenpolitischen, pazifistischen Zwänge, zu Ambivalenzen, mit erheblichen negativen Auswirkungen: die Politik agiert oftmals feige und unentschlossen, und erschöpft ihre Wehrpolitik in immerwährenden „Reformen“ der Bundeswehr, die Soldaten vermissen gesellschaftliche Anerkennung.In Afghanistan treten diese Unzuträglichkeiten klar hervor: die Truppe sollte zunächst Brunnen bohren, und ähnliche technische Aufgaben übernehmen. Als dann aber die Taliban ihr den Kampf aufzwangen, und die Bundeswehr kämpfen mußte, reagierten die bundesrepublikanischen Politiker verschreckt und ignorierten die harten Konsequenzen ihrer Entscheidungen. Die Truppe fühlte sich von Politik und höheren Vorgesetzten im Stich gelassen, insbesondere, weil die Politik außer Floskeln („Deutschland wird am Hindukusch verteidigt“) recht wenig zur Sinnstiftung beizutragen hatte. Mit diesem politischen Versagen wird insbesondere das Konzept der „Inneren Führung“ konterkariert: der Soldat soll eigentlich sein Handwerk aus innerer Einsicht in die von der demokratischen Gesellschaft definierten Werte und Ziele verrichten. Für korrupte „Warlords“ und Wahlbetrüger kämpfen?Als sich durch die Kämpfe in Afghanistan eine Kriegerkultur herauszubilden begann, reagierte die militärische Führung verschreckt, und ging lieber gegen die Truppe vor, als es sich mit der politischen Führung zu verderben.Diese Ambivalenzen, um nicht zu sagen, Verlogenheiten legt Neitzel schonungslos offen. Damit bietet er auch einen scharfen Blick auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik. Insofern ist das Buch in der Tat „vielleicht das Buch, aus dem ich dieses Jahr am meisten über mein Land erfahren habe“ (Denis Scheck).Der „Referenzrahmen“ bestimmt eben nicht nur die Handlungen des Kriegers, sondern sagt ebenso viel über die Gesellschaft aus, die diesen Rahmen setzt. Und dies kann halt eine grundsätzlich pazifistische, aber unentschlossene Gesellschaft wie die unsere sein.Nebenbei liefert der Autor noch eine höchst interessante, kurze Geschichte der NVA.Die Sympathie des Autors gehört ganz klar dem Kämpfer, der in der Tradition des militärischen Handwerkes der deutschen Militärgeschichte steht. Er stellt eindeutig klar, daß das klassische militärische Handwerk zu erlernen und zu trainieren, nichts mit einer abzulehnenden Verklärung der Vergangenheit zu tun hat resp. haben muß.Aber gerade das „traditionelle Handwerk“ des Kriegers lädt dazu ein, nach Traditionen zu suchen, und Traditionswürdiges auch zu tradieren. Angesichts der deutschen Geschichte ein schwieriges Unterfangen!Neitzel stellt ganz klar die Frage, ob es nicht besser sei, wenn eine pazifistisch gesonnene Gesellschaft wie die unsere auf jegliche Kampftruppen verzichtet, um ihren „Frieden mit dem Militär“ zu machen. Eine Antwort aus der Politik wird er wohl nicht erhalten.Nach Lektüre dieses Buches überrascht nicht mehr, daß Neitzel nicht in die Kommission berufen wurde, die die letzte Fassung des Traditionserlasses erarbeitet hat, obgleich er ein ausgewiesener Militärhistoriker ist.Neitzels Sprache ist ruhig und klar; seine Darstellung flüssig und gut nachzuvollziehen. Ein paar sprachliche Ausrutscher („astronomische Verluste“, „Schlachtfest“) hätte er sich ersparen können.Das Buch ist mit sehr gutem Kartenmaterial versehen (hätten ruhig noch ein paar mehr sein können), es zeichnet sich auch durch ein sehr sorgfältiges Lektorat aus (manche anderer Verlag/Lektor kann sich hier eine Scheibe abschneiden).Das gute Glossar und Abkürzungsverzeichnis hilft dem militärischen Laien sehr.Uneingeschränkt empfehlenswert.
Mike 22.05.2023 amazon.de
Wer Soldaten verstehen möchte und die Misere der Bundeswehr begreifen will muss dieses Buch lesen. Aus meiner Sicht wurde noch nie deutlicher welch gestörtes Verhältnis die Deutsche Politik zu ihrer Armee hat und wo die Gründe hierfür liegen. Ein Pflichtlektüre für jeden Soldaten und vor allem jeden Politiker. Hier wird deutlich das die Bundeswehr nicht gewollt und nur notwendiges Übel ist. Man wünscht sich den Kampf und Waffenlosen Friedensverteidiger, der Brunnen baut und mehr THW’ler als Soldat ist. In letzter Konsequenz kann man dem Autor nur beipflichten und sich zur Rolle als Zivilmacht bekennen. Die Drecksarbeit sollen dann die anderen machen. Diese wüssten dann auch was sie tatsächlich von Deutschland zu erwarten hätten,würden nicht ständig enttäuscht und alle Partner würden wissen woran sie sind.Auch allen treuen und tapferen Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr gegenüber wäre es einfach nur ehrlich und fair.Ein wirklich gutes Buch das sehr flüssig zu lesen ist und welches mir mit brachialer Gewalt die Augen geöffnet hat und zeigt, dass trotz aller Anstrengungen und Entbehrungen dieser Kampf wohl nicht zu gewinnen ist und es für die Soldaten vermutlich kein Happy End geben wird. Der Verteidigungsbeamte ist die Zukunft.Es bleibt zu hoffen,dass die Bundeswehr nie gebraucht wird!
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