Abgehauen: Ein Mitschnitt und ein Tagebuch | Erinnerungen des Schauspielers an die DDR und sein Weg in den Westen
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Bücher EAN 9783548365930

Abgehauen: Ein Mitschnitt und ein Tagebuch | Erinnerungen des Schauspielers an die DDR und sein Weg in den Westen

Hersteller: Krug, Manfred  ·  MPN: 495206
4,8/5,0 (4 Bewertungen)
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Krug, Manfred
EAN
9783548365930
Hersteller-Artikelnr.
495206
Kategorie
Bücher
Ø Bewertung
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Anbieter im Vergleich
2 Shops
Farbe
Orange
Gewicht
0.25 kg
Breite
17.272 mm
H├Âhe
187.96 mm
Länge
118.11 mm

Produktbeschreibung

Ein Mitschnitt und ein Tagebuch EAN: 9783548365930 Farbverschnitt: Generell werden die Bücher ohne Farbverschnitt geliefert, auch wenn die Abbildungen einen Farbverschnitt zeigen. Erscheinungsjahr: 01.09.2003 Produktform: Kartoniert Autoren: Krug, Manfred Seitenzahl/Blattzahl: 272 Keyword: Ausreiseantrag; DDR; Gesellschaft; Manfred Krug; Memoiren; Schauspieler; Tagebücher; spiegel bestseller; spiegel bestsellerliste; spiegelliste Fachschema: DDR / Erinnerung, Gespräch, Tagebuch~Schauspieler - Schauspielkunst~DDR~Deutschland / DDR~Erinnerung / Theater, Film, Tanz, Zirkus~Tagebuch~DDR / Kunst, A

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 31.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Taschenbuch ist eine faszinierende und unglaublich aufschlussreiche Darstellung der DDR-Geschichte, die ich sehr begeistert finde. Die Art und Weise, wie Manfred Krug die Ereignisse detailliert beschreibt, ist wirklich beeindruckend.
Amazon Kunde 16.03.2024 amazon.de
Ich hatte das Buch schon mal bei Erscheinung des Werkes damals als Taschenbuch gelesen und fand es sehr aufschlussreich. Nach den vielen Jahren wollte ich mir das Buch nochmal zu Gemüte führen. Dabei half mir das Angebot der gebundenen, verbilligten Ausgabe, die sogar fast wie neu war. Man kann ja von Biermann halten was man will, aber die Repressalien, die die Stasi und das ZK der DDR ihm und seiner Freundin Eva Maria Hagen schon Jahre früher entgegenbrachte wünscht man niemandem. Nach der überraschten Ausbürgerung Biermanns schlossen sich Kulturschaffende aller Colour zusammen um eine Petition zu unterschreiben, darunter auch Krug, die das ZK noch einmal ein Umdenken in Sachen Biermann nahe legte. Diese wurde auch Westmedien zugespielt, da schon klar war daß sie im Osten nie veröffentlicht würde. Ab da wurden die Unterzeichner als Staatsfeinde behandelt. Das Buch besitzt drei Teile. Teil 1 ist eine geheime Diskussion zwischen den Künstlern und dem damaligen Kulturbeauftragten Lambertz, die in Krugs Wohnzimmer stattfand und von ihm heimlich aufgenommen wurde. Schon dort war der Druck und versteckte Drohungen enorm. Und es zeigten sich die Ersten die den Druck schmälern wollten. In Teil 2 ist ein Tagebuch von Krug, das mit der Abgabe des Ausreiseantrags beginnt und mit seiner Ausreise endet. Dazwischen die totale berufliche Kaltstellung von Krug, die nach der geheimen Diskussion begann. Darunter Verleumdungen, Drohungen von staatlicher Seite. Teil 3 ist die Abschrift des auf Krug angesetzten IM in den letzten Tagen vor der Ausreise.Für Menschen, die sich für die Thematik interessieren, ein interessantes Buch
Luzifer & SpaceGirl 16.03.2024 amazon.de
Einer unserer Lieblingsdichter ist der 2012 verstorbene Heinz Kahlau. In Manfred Krugs "Abgehauen" wird er auf Seite 194 kurz erwähnt. Dort heißt es: "Ich habe meinen Fotoapparat bei mir und mache unauffällig Porträts von den Dichtern. Da ist das greise, noch immer schöne Gesicht der Großmeisterin Seghers, das verschlissene von Kant, das feiste von Kahlau, das gütige von de Bruyn, das würdige von Heym..." Die Sprache des Autors ist stellenweise sehr bildhaft, er findet für seine Einschätzung der Gesamtsituation manchmal genau die richtigen Worte. Einen Teil seines Tagebuches hatte Krug in den 80ern bereits veröffentlicht. Interessanterweise haben sich jetzt einige Textpassagen verändert, abhängig vor allem davon, ob der Autor seine Meinung über die betreffenden Personen inzwischen geändert hat oder nicht. Manfred Krug erzählt u.a. über:ROLF LUDWIG.Ludwig habe die Petition gegen die Ausbürgerung Biermanns sofort unterschreiben wollen, habe aber erstaunt feststellen müssen, dass Käthe Reichel dies schon in seinem Namen erledigt hatte (S. 187).DEAN REED.Krug nennt den in Colorado geborenen Schauspieler und Musiker ironisch "unseren weißen Friedensneger aus Amerika" (S. 232).EKKEHARD SCHALL.Schall und seine Frau Barbara hätten 1977 von Jutta Hoffmann verlangt, sie solle öffentlich bekunden, dass sie die Absetzung von Ruth Berghaus als Intendantin des BE begrüße und Manfred Wekwerth als neuen Intendanten viel besser fände. Da sie Ruth Berghaus sehr schätzte, habe Jutta Hoffmann eine solche Stellungnahme verweigert (S. 149), Jürgen Holtz ebenso. Alle anderen BE-Schauspieler wären auf Schalls Forderung eingegangen.HORST DRINDA.Der Autor schreibt, dass Drinda sein Freund war und dass er ihn im Mai 1977 besucht habe, um ihn zu bitten, eine Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns zu unterzeichnen. Drinda habe gesagt, er wisse leider nicht, wer dieser Biermann sei und was er geschrieben habe, deshalb könne er sich dazu nicht äußern (S. 201).GISELA STEINECKERT.Krug nennt die Dichterin in seinem Buch mehrfach "die Mutter des Oktoberklubs". Er habe sie im Mai 1977 zu sich eingeladen, um mit ihr über die Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns zu sprechen. Sie sei gemeinsam mit ihrem Ehemann gekommen und habe den Anwesenden (u.a. Dieter Schubert und Klaus Schlesinger) versichert, dass sie voll hinter ihnen stehe und vor dem Bezirksverband das Ansinnen, eine Gegenresolution zu formulieren, bereits strikt zurückgewiesen habe. Gleich morgen werde sie den Künstlerprotest gegen Biermanns Ausbürgerung vor der Kulturkommission wirkungsvoll vertreten (S. 235). Die Steineckert, so Krug, habe dies nicht getan, sondern am nächsten Tag herumerzählt, dass sie in Krugs Haus Zeuge eines konspirativen Treffens geworden sei, auf welchem man versucht habe, sie unter Druck zu setzen (S. 201).BARBARA DITTUS.Die Dittus sei zum Zeitpunkt von Biermanns Ausbürgerung mit Dr. Meinhard Lüning verheiratet gewesen. Sie habe damals gleichfalls ausreisen wollen, sei aber ihrem Mann zuliebe in der DDR geblieben (S. 136).ROLF RÖMER.Im April 1977 habe Römer sich gerade von einer schlimmen Krankheit erholt. Er habe Krug besucht und gejammert, dass er seit November 1976 keine Zeile mehr geschrieben habe. An Krimis und an Indianerfilmen wolle er nicht mehr mitarbeiten. Annekatrin Bürger war bei besagtem Besuch ebenfalls anwesend und habe einige Male etwas sagen wollen, Römer sei ihr aber jedes Mal über den Mund gefahren (S. 134).GÜNTHER FISCHER.Fischer sei nie sein Freund gewesen, denn dafür sei er ihm einfach zu infantil erschienen. Im Übermut habe Fischer gern mal Witze auf Kosten anderer gemacht, nur auf seine, Krugs, nie, denn in ihm habe er eine Art Vaterfigur gesehen und mehrere seiner Allüren, Ansichten und Steckenpferde übernommen. Zu so etwas wie Dankbarkeit sei der Komponist nicht fähig gewesen, obwohl er, Krug, ihm seinen Karrierestart ermöglicht habe. Der Autor gibt an, sich sicher zu sein, dass Fischer versucht hätte, ihn als Musiker auszubooten, wenn er die Möglichkeit dazu gehabt hätte. Er sei immer scharf auf Privilegien gewesen, sei den Kulturbonzen um den Bart gegangen und habe schon bald - zusammen mit seiner Frau Petra und damals noch kinderlos - in die Schweiz und nach Italien reisen können. Er habe in eine gut situierte Mittelstandsfamilie eingeheiratet und sei zum bestverdienendsten Musiker des Landes aufgestiegen (S. 146). Seine Filmmusik sei schön gewesen - "Hübsch Zusammengeklautes von irgendwo aus der Welt" (S. 244).
John 16.03.2024 amazon.de
Kann man gut lesen. Hab Manne damals im Osten vermisst.
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