Tim und Struppi: Tim im Lande der Sowjets: Kindercomic ab 8 Jahren. Ideal für Leseanfänger. Comic-Klassiker
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EAN 9783551732200

Tim und Struppi: Tim im Lande der Sowjets: Kindercomic ab 8 Jahren. Ideal für Leseanfänger. Comic-Klassiker

Hersteller: Carlsen Comics  ·  MPN: 495370
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Tim und Struppi. Tim im Lande der Sowjets | Hergé | Taschenbuch | Tim & Struppi | 143 S. | Deutsch

Bewertungen & Erfahrungen

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Redaktion 30.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Klassiker!
Hemeraner 14.05.2024 amazon.de
Als Reporter des "XX. Jahrhunderts" soll Tim in die Sowjetunion reisen und einen Bericht über die dortigen Verhältnisse verfassen. Die Sowjets sehen das überhaupt nicht gerne. Schließlich geben sie nach Außen hin den Sieg und die Leistungsfähigkeit ihres Gedankenguts an.Bereits auf dem Hinweg in Berlin werden er und sein Hund Struppi daher auch Ziel eines Attentäters des KGB-Vorläufers. Da der Zug weg ist und Tim als einziger verblieben ist, gerät er schnell in die Fänge der Berliner Polizei.Doch kann er fliehen und begibt sich gerade Weges in die Sowjetunion. Hier wird er Zeuge des Elends, der Wahlmanipulationen und anderer charmanter Vorfälle...Irgendwann habe ich mal gelesen, dass Tim in seinen Comics zwar stets dafür gerühmt wird, der berühmte Reporter zu sein, aber nie gezeigt wird, wie er seiner Arbeit nachgeht. Nun, hier wird es gezeigt. Er schreibt sogar einen Bericht.Der Ursprungscomic ist schwarzweiß und kommt aus einer geschichtsträchtigen Zeit. Alles ist überhaupt nicht politisch korrekt, die Berliner Polizei wirkt militaristisch und trägt noch ihre Tschakos, die Charakterisierung ist klischeehaft und die Zeichnungen noch recht ungeschlacht.Doch obwohl der Band fast 100 Jahre auf dem Buckel hat, in Farbe wirkt er moderner, man kann sich auf so vieles konzentrieren. Tim wirkt zwar überlegen, hat aber seinerseits auch eine Menge Dusel, begeht Fehler und wird auch mal von Struppi gerettet. Die beiden sind mutig aber auch nicht unfehlbar. Einige Gags sind nur des Gags wegen in dem Band trotz des Alters und funktionieren erstaunlich gut.
Tiffy 14.05.2024 amazon.de
Endlich für unterwegs. Nimmt nicht so viel Platz weg.
Alexander Jensko 14.05.2024 amazon.de
Die frühen Jahre des Zeichners Hergé liefen mit den frühen Jahren der Sowjetunion zusammen. In beiden Fällen wusste noch niemand, was daraus wird. Aus dem durch Bürgerkrieg und extreme Umbrüche geschüttelten ehemaligen Zarenreich kamen im Rest der Welt nur wenige Informationen an; schon Lenin erkannte die Macht der Presse und der Propaganda und sorgte für entsprechendes Filtern und Modifizieren von ins Ausland gehenden Nachrichten. Die wenigen ausländischen Autoren und Journalisten, die über das Land der Sowjets in den frühen Jahren berichten durften, waren selbst entweder nicht unvoreingenommen oder wurden vor Ort nur durch Potemkinische Dörfer geführt.Der Nebeneffekt dieser Informations-, eher Desinformationspolitik war, dass sich um das Geschehen und um die Schicksale der Menschen in Sowjetrussland mehr Gerüchte als Nachrichten verbreiteten. Dass an den Gerüchten am Ende doch mehr Wahres war als an den offiziellen Nachrichten, lernt eindeutig die Geschichte. Als Hergé jedoch seine Helden in das Land der roten Revolution schickte, verfügte er nur über wenige überprüfbare Informationen. Erst 15 Jahre später blickte André Gide hinter die Kulissen des sozialistischen Paradieses und berichtete in seinem berühmten Werk von seiner grenzenlosen Enttäuschung.Somit ist der häufige Vorwurf, Hergés Comic würde unwahres und verzerrtes Bild des damaligen Sowjetlandes zeichnen, ein Strohmann. Denn Hergé hatte keine verlässlichen Informationen und konnte ganz einfach nur auf Gerüchten, Mutmaßungen, ungeprüften Annahmen bauen. Dabei ist ein Comic selten, so auch hier nicht, eine wissenschaftliche Dissertation. Ein Comic vereinfacht und wirkt immer plakativ. Ein Comic ist Satire, dieses Comic ist Satire.Vor diesem Zusammenhang und mit unserem heutigen historischen Wissen ist es überaus verblüffend, wie exakt Hergé die Methoden der frühsowjetischen Geheimdienste abbildet und die damalige Denk- und Betrachtungsweise wiedergeben kann. Dass dabei so manches im Gegenteil naiv daherkommt: geschenkt. Auf jeden Fall war das frühe Werk Grund genug, Hergés gesamtes Werk in sozialistischen Regimes zu verbieten. So kam es, dass Tim und Struppi östlich der Elbe völlig unbekannt blieben und deshalb auch heute in Mittel- und Osteuropa als Kulturgut so gut wie keine Rolle spielen. Diktaturen fürchten nichts mehr als Lachen.Über den damaligen Zeichenstil von Hergé wurden schon Bücher geschrieben, also spare ich mir dies an der Stelle. Persönlich mag ich diesen jungen, ungeordneten, streckenweise noch unbeholfenen, spontan gesetzten Strich ohne jeglichen Anspruch an Perfektion. Immer wieder zum Schmunzeln ist die Mischung aus nahezu perfekten kyrillischen Beschriftungen und Sprechblasen (sogar deftigste Schimpfworte sind dabei) und im lateinischen Alphabet wiedergegebenen quasi-russischen Namen und Bezeichnungen.Das Buch selbst kommt erfreulicher Weise im Großband-Überformat, im Gegensatz zu vielen Hergé-Ausgaben im Kleinband. Im Übrigen betrug die Wartezeit auf das Buch bei Amazon mehrere Monate - ein Schelm würde dahinter einen Marketing-Trick vermuten, eine Demonstration der Warenverfügbarkeit in der einstigen Planwirtschaft… Kaufen, lesen, lachen, genießen.
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