Die Korrektur der Vergangenheit: Roman
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EAN 9783552073388

Die Korrektur der Vergangenheit: Roman

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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Die Korrektur der Vergangenheit | Roman | Andrew Miller | Buch | 480 S. | Deutsch | 2023

Bewertungen & Erfahrungen

4,8 von 5,0
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 10.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieser historische Roman ist sehr fesselnd und bietet eine spannende Reise in die Vergangenheit, obwohl die Handlung an einigen Stellen etwas langsamer wird. Die literarische Qualität ist jedoch hervorragend und sehr empfehlenswert.
alasca 07.11.2024 amazon.de
Ein unglaublich fesselnder historischer Roman, der zur Zeit der napoleonischen Kriege spielt. Beim Rückzug der desolat geschlagenen Briten aus Spanien richtet eine britische Kompanie ein Massaker in einem spanischen Dorf an. Um die Spanier, die als Partner gegen Napoleon gebraucht werden, zu besänftigen, soll exemplarisch der junge Offizier dieser Gruppe, John Lacroix, zur Verantwortung gezogen werden. Der verrohte Sergeant Calley wird zusammen mit einem spanischen Offizier ausgeschickt, Lacroix zur Strecke zu bringen. Lacroix versucht indes, sein Trauma zu verarbeiten, indem er zu den schottischen Hebriden aufbricht.Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Jäger und Gejagtem erzählt, wobei Lacroix erst sehr spät in der Geschichte dieser Gefahr überhaupt gewahr wird. Mehrmals gibt es auf ihrer Reise quer durch Großbritannien unbewusste Begegnungen der Kontrahenten. Das ist spannend zu lesen, aber nur eine Ebene dieses komplexen, vielschichtigen Romans.Miller verhandelt in seinem Roman Fragen von Schuld, Klasse und Moral, von gesellschaftlichem Druck und persönlicher Freiheit. Die Liebesgeschichte zwischen Lacroix und einer jungen Frau, die zu einer Gruppierung von Freidenkern gehört, illustriert die Zwänge, denen vor allem die Frauen dieser Zeit unterlagen.Die Charaktere sind bis in die Nebenfiguren exquisit gezeichnet; selbst der mitleidlose Calley erregt unser Mitgefühl, je mehr wir von seiner Geschichte erfahren. Das historische Setting ist dermaßen überzeugend und bildhaft beschrieben, dass ich mich vollständig in diese Zeit versetzt fühlte. Dabei setzt der Autor die historischen Details sparsam und erschlägt einen nicht mit seinem Recherchewissen.Sprachlich ist dieser Roman das Beste, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Naturbeschreibungen von großer Zartheit und insgesamt eine Sprache, die ebenso klar wie lyrisch anmutet. Immer wieder ungewöhnliche Blickwinkel und ebenso überraschende wie sensible Vergleiche und Metaphern. Dabei wird die melancholische Grundstimmung des Romans durch einen trockenen Humor aufgelockert. Auch die kongeniale Übersetzung durch Nikolaus Stingl verdient höchstes Lob.Es ist mir ein Rätsel, warum Miller noch nie mit dem Booker Price geehrt worden ist. Er braucht den Vergleich mit Hilary Mantel nicht zu scheuen. Ganz große Empfehlung meinerseits.
Erzgebirgskind86 07.11.2024 amazon.de
Klappentext:„In einer Februarnacht 1809, zur Zeit der Napoleonischen Kriege, kehrt John Lacroix halb tot von einem Feldzug bei La Coruña nach England zurück. Er glaubt, das Schlimmste gesehen zu haben, was Menschen einander antun können. Allmählich gewinnt Lacroix seine Gesundheit zurück. Um auch seinen Seelenfrieden wiederzugewinnen, macht er sich auf den Weg zu den Hebriden, jedoch ohne zu wissen, dass ihm zwei Männer nach dem Leben trachten. Nicht nur er, auch die Frau, in die er sich verliebt, ist in äußerster Gefahr.“Autor Andrew Miller hat mit seinem aktuellen Werk „Die Korrektur der Vergangenheit“ ein sprachliches und auch inhaltliches Meisterwerk geschaffen. Seine Erzählungen rund um den Soldaten John Lacroix und die Napoleonischen Kriege der damaligen Zeit taucht der Leser wahrhaftig in die Vergangenheit ab. Lacroix ist ein Kriegsteilnehmer und seine Wunden wiegen schwer. Die Wunden sind aber nicht nur äußerlich Thema sondern auch die seelischen Wunden werden betrachtet. All dies geschieht mit einer vortrefflich ausgewählten Sprache Millers. Es ist als ob er zaubert, man versteht das Gelesene, sieht es vor dem inneren Auge aber dennoch könnte man meinen es ist alles nur ein Traum, ein simple Geschichte die man vielleicht steuern könnte aber keine Realität. Seine eindrücklichen Schilderungen bedarf es um John zu verstehen. Ohne diese detaillierten Berichte hätten wir keine Möglichkeit an John als Leser heran zu kommen. Sichtbare Wunden heilen aber die seelischen bleiben bestehen - es ist ein Trauma welches in ihm brennt. John sucht sich für diese Heilung die Hebriden aus. Dieser Landstrich ganz oben im nördlichsten aller Norden in Schottland ist eine Welt für sich. Die Luft scheint klarer, der Himmel vermag blauer zu sein, die Winde pusten natürlicher und kräftiger als Zuhause. Aber er ist nicht allein. John wird nicht nur seelisch sondern auch physisch von den Schrecken des Krieges heimgesucht. Und auch hier kann der Leser wahrlich schlecht definieren ob es jetzt wirklich geschieht oder Gedankenspielereien (von John?) sind die wir Leser hier erlesen. Bildet sich John das alles nur ein? Lassen Sie sich überraschen! Der Spannungsbogen ist jedenfalls bestens austariert und bietet dem Leser eine wunderbare Unterhaltung. Wie bereits gesagt, ist die Sprache und die Wortwahl hier eine ganz besondere. Es geht alles recht poetisch, fast lyrisch zu und dadurch scheint die Thematik etwas weicher zu erscheinen. Der Buchtitel ist selbstredend allgegenwärtig und man fragt sich selbst als Leser, was wäre denn, wenn man die Vergangenheit korrigieren könnte? Würde eine Korrektur gut tun oder eher schaden? Noch mehr schaden als ohnehin? Miller baut gekonnt auch philosophische Parts mit ein und der Leser darf selbst seine Gedanken dazu weben. John ist jedenfalls eine gewisse Persönlichkeit der man gerne folgt und mit der man mitfiebert. Ich vergebe hier sehr gern 5 Sterne für dieses tolle Werk!
Christian Döring 07.11.2024 amazon.de
Autor Andrew Miller führt uns bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zurück in die Geschichte. JohnLacroix kommt schwer angeschlagen zurück aus dem Krieg und der Autor beginnt sofort mit seinereinzigartigen Schreibe. Er vermag es, das Gelesene in mir als filmreife Szenen zu verwandeln. Soetwas schaffen nicht viele Autoren.Spannend wen Andrew Miller die Story alles erzählen lässt. So wie er es macht, ist es eine genialeIdee, weil ich hier gleich mehrere Sichtweisen serviert bekomme.Das bildhafte in diesem Roman, macht für mich die literarische Qualität aus. Andrew Miller spieltmit dem Leser und dessen Fantasie, er ergänzt Landschaft und menschliche Befindlichkeiten,einfach wunderbar zu lesen.Aber keine Angst, dieser Roman ist keine Gefühlsduselei, er ist auch spannungsgeladen und nichtgerade ungefährlich für den ehemaligen Soldaten John.Andererseits habe ich sicher nicht Unrecht, diesen Roman einen philosophischen Roman zunennen. Es geht um das reflektieren der Geschichte um schwere Themen wie Krieg und Schuld,um Sühne und Neuanfang. Gerade auf dieser Erzählebene kommt Andrew Miller unserer Gegenwartleider sehr nahe.Wenn Sie Historienromane mit Niveau lesen, dann wird "Die Korrektur der Vergangenheit" absofort zu ihrem Pflichtprogramm.
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