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Der Club der wütenden Fünf | Nicole Fröhlich | Buch | 320 S. | Deutsch | 2022 | cbj
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★1
4 ★4
3 ★1
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion30.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch hat eine sehr bewegende Geschichte und fängt die Emotionen der Jugendlichen gut ein, allerdings empfand ich den Schluss als etwas zu abrupt.
Redaktion30.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch ist sehr emotional und fesselnd, es transportiert die Gefühle der Teenager gut, allerdings empfand ich die Entwicklung einiger Charaktere als etwas zu abrupt.
Als Lara noch im Kindergartenalter ist, verunglücken ihre Eltern tödlich bei einem Autounfall. Von nun an wächst sie bei ihren geliebten Großeltern auf, bis letztlich nach dem Opa auch die Oma stirbt, als sie gerade mal 15 ist. Ganz alleine kommt sie ins Heim und träumt dort von einem Platz in einer coolen Wohngruppe. Doch stattdessen kommt sie zu einer wohlhabenden Pflegefamilie mit 10- jährigem Sohn und soll ein Privatgymnasium in Frankfurt besuchen. Allerdings muss sie dort das therapeutische Projekt „Der Club der wütenden Fünf“ besuchen. Die anderen vier erscheinen ihr echt durchgeknallt, na ja, bis auf Leo, der ist nett, redet etwas viel, auch von seiner Therapie. Gesa, das einzige andere Mädchen ist voll aggro, auch sich selbst gegenüber und Q, der stets Kapuzen trägt, um seine Narbe quer über den Schädel zu verbergen erst recht. Aus Jegor, dem stillen Albino wird sie nicht so recht schlau. Sozialpädagoge Rolf stellt ihnen eine Projektaufgabe, die sie auf eine harte Probe stellt.Vorsicht, dieses Buch ist mit einer Triggerwarnung versehen, da Selbstverletzung, Mobbing und Depression angesprochen werden. Allerdings sind diese Themen für das Buch unumgänglich und werden auf eine Art und Weise angesprochen, wie sie für gesunde Jugendliche ebenso aufschlussreich, wie sensibilisierend sind. Seien wir ehrlich: es gibt doch kaum noch eine Schulklasse, die diese Themen nicht betrifft. Die Autorin ist selbst Sozialpädagogin und weiß es nicht nur diese Themen geschickt zu thematisieren, sondern auch gut mit ihnen umzugehen, ohne zu verurteilen, aber klar die Not der Betroffenen klar zu stellen. Ebenso zeigt sie auch, dass es Hilfe gibt und man sie suchen und annehmen sollte.Mir gefallen sehr gut die kurzen, knappen Überschriften, die neugierig machen, aber letztendlich, den Kern des jeweiligen Kapitels wirklich gut treffen. Die Kapitel zeichnen sich dadurch aus, dass sie kurz und knapp sind, als wären es einfach Laras Gedanken, was auch gut sein mag, denn die Geschichte ist aus ihrer Ich-Perspektive geschrieben. Es sind die Momentaufnahmen der wichtigsten Erlebnisse. Wie es ist plötzlich ganz alleine auf der Welt da zu stehen und selbst die Kraft zum Weinen nicht mehr aufbringen zu können, kann ich mir gar nicht vorstellen, allerdings schon, dass sie nun von extremen Verlustängsten geprägt wird, die das einst so coole Mädel zu einer echten Kratzbürste werden lässt. Nach und nach erfährt man mit Lara, welche Schicksalsschläge die vier übrigen im Club denn so verdauen müssen. Beim gesprächigen Leo mit der netten Mutter, erfahren wir es zuerst, aber was ist mit den anderen los? Das herauszufinden gestaltet sich für Lara fast wie ein Krimi und ist nicht weniger spannend und dramatisch, dafür aber emotionaler. Taschentücher griffbereit zu haben lohnt sich auf jeden Fall! Diese „wütenden“ Teenager sind mit ebenso ans Herz gewachsen wie Ludwig, die kleine Nervensäge von Pflegebruder. Sehr gut finde ich das besonders im Frankfurter/Main-Taunusregion verkorkste hessische Schulsystem dargestellt.Ehrlich, ich hasse Schutzumschläge, die Dinge nerven mich und gehen nur kaputt und sehen dann schäbig aus! Normalerweise sind die Bücher unter diesen Umschlägen total fleckempfindlich. Dieses hier nicht. Es ist sogar abwischbar und zeigt die Illustration des Schutzumschlags, allerdings ohne Schrift und wenn man es umdreht, entdeckt man statt eines Klappentextes, die Kehrseite der fünf wütenden Jugendlichen auf dem Cover. Diese sind zwar nur stilisiert treffen ihre Charakterisierung in der Geschichte aber sehr gut.Ein wirklich packendes Buch, dass mir wirklich Tränen in die Augen trieb, auch wenn ich befürchtet habe, dass mir das Ende nicht gefallen würde. Hat es dann aber doch... sehr sogar. Trotz der Triggerthemen ist es ein wirklich mitreißendes Buch, das einen nicht herunterzieht, sondern zu mehr Menschlichkeit anregt und ganz besonders dazu nicht weg zu schauen!
Das Buch "Der Club der wütenden Fünf" wird mit den Erzählungen von Lara eingeleitet. Man erfährt gleich, wie sie ins Kinderheim kommt, wieso sie abwehrend anderen gegenüber ist. Allgemein fand ich die Stimmung des Buches sehr passend zur Thematik des Verlustes und der Angst weiteren Verlust zu erleiden. Vordergründig scheint sie wütend zu sein, doch eigentlich möchte sie sich nur nicht mehr auf andere Menschen einlassen, nachdem sie niemanden mehr hat.Als sie später auf den Rest der wütenden Fünf trifft, fehlt mir ein wenig die Feinheit von Beginn. Das Beobachten und die Wortgewandtheit hat beispielsweise. Die weiteren Protagonisten wurden, meiner Meinung nach, auch nicht in der Gänze wie Lara betrachtet. Hier hat mir oftmals etwas mehr Hintergrund zum Charakter gefehlt.Die kurzen Kapitel waren schön übersichtlich gehalten. Auch der jugendliche Schreibstil der Autorin hat perfekt zur Geschichte gepasst. Man spürte das Aufmüpfige, die Wut und gleichzeitig all die anderen Emotionen recht gut.Alles in allem war es ein interessanter Jugendroman, der wichtige Theman aufgreift und vermittelt.
Nicole Fröhlich hat eine spannende Thematik in ihrem Buch "Der Club der wütenden Fünf" aufgegriffen. Was geht in einem Kind vor, welches Stück für Stück immer mehr Menschen aus seiner Familie verliert und irgend wann alleine dasteht? Was passiert mit solch einem Kind? Welche Möglichkeiten hat es? Die Handlung, die sich um die Hauptprotagonistin aufbaut, bot ein großes Potenzial, welches meiner Meinung nach aber leider nicht ausreichend ausgeschöpft wurde. Mehr Details und mehr Feinheiten hätten der Geschichte gut getan, um sie abzurunden und ein gelungeneres Leseerlebnis zu ermöglichen. Trotzdem habe ich nicht bereut, es gelesen zu haben.Die Autorin:Nicole Fröhlich (geboren 1987) studierte Soziale Arbeit und arbeitet inzwischen auch mit Jugendlichen. Schon immer schrieb sie gerne und hegte den Traum, selbst einmal Schriftstellerin zu sein. So nahm sie an Kursen im Kreativen Schreiben teil. "Der Club der wütenden Fünf" ist ihr Jugendroman-Debüt. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt am Main.Inhalt:„Als Laras Großmutter stirbt, ist von ihrer Familie niemand mehr übrig. Sie kommt ins Heim und schnell steht für sie fest: Sie will so bald wie möglich in eine Wohngruppe und ihr eigenes Ding machen. Stattdessen landet sie in einer schnöseligen Pflegefamilie, soll auf eine teure Privatschule wechseln und dort auch noch ein soziales Projekt, »den Club der wütenden Fünf«, besuchen.Darauf hat Lara überhaupt keine Lust. Doch dann stellt der Club den fünf Jugendlichen eine besondere Aufgabe, die Lara an ihre Grenzen und die Heldin in ihr zum Vorschein bringt …“(Klappentext)Kritik und Fazit:Die fünf wütenden Jugendlichen, um die es größtenteils in diesem Roman geht, sind direkt auf dem Cover zu sehen. Vor einem grell orangenen Hintergrund stehen sie in leicht abwehrender Haltung aber trotzdem gleichmäßig im Halbkreis beisammen. Sie bilden eine Einheit, die auch im Verlauf der Handlung zum Tragen kommt.Die Autorin gibt der Hauptprotagonistin Lara eine authentische Stimme. Man hat wirklich das Gefühl, hier einem 15-jährigen Mädchen zu begegnen, welches viele Verluste im Leben ertragen musste und nun endlich auf eigenen Beinen stehen möchte. Wieso sie darauf hinarbeitet, geht aber meiner Meinung nach nicht in Gänze aus dem Buch hervor. Ich vermute, dass sie nicht nochmal jemanden verlieren möchte, den sie liebt. Und wenn man alleine wohnt, zwar in einer betreuten Wohneinheit aber dennoch für sich selbst verantwortlich, so kann man recht gut anderen Kontakten aus dem Weg gehen.Die Story ist in recht kurze Kapitel mit knappen Überschriften unterteilt und so findet man während des Lesens wenn nötig ganz gut Pausen, bei denen man das Buch zur Seite legen kann. Ganz toll empfand ich hier auch die Beschreibung, wie detailreich Lara ihre Umwelt wahrnimmt. Eigentlich ist sie gar nicht wirklich wütend, sondern sehr einfühlsam. Vielleicht mit ein paar Vorurteilen behaftet, welche aber vermutlich eher dem eigenen Schutz dienen und ihr eine gewisse Distanz zu den anderen Menschen in ihrem Leben bietet. Sie hat außerdem eine äußerst bildhafte Gedankenwelt, die ich gerne verfolgt habe.Leider entwickelte sich die Geschichte für meinen Geschmack ein wenig schleppend und somit war das Lesen auch etwas ermüdend. Der Beginn holte mich noch richtig gut ab und ich war berührt von der Art, wie in die Geschichte eingeführt wird. Dann aber fehlte mir ein wenig die Wandlung. Auch die vier anderen Charaktere der Runde aus den wütenden Fünf bleiben lange blass. Man weiß nur wenig, was mit ihnen genau passiert ist. Auch der Gruppenleiter Rolf wird nicht recht greifbar.Während Lara am Anfang der Handlung noch wortreicher und sehr aufmerksam daher kommt, scheint sie diese Fähigkeiten im Verlauf irgendwie zu verlieren. Ihre Sätze werden kürzer, sie nimmt die Gefühle der Menschen, die sie umgeben, weniger wahr. Da ist sie fast ein wenig rückschrittig. Und auch der Plot wirkte an der ein oder anderen Stelle etwas an den Haaren herbeigezogen. Es ist einfach nicht plausibel, dass die Kinder mitten in Frankfurt an einer Kreuzung genau das richtige Haus auswählen, damit die Handlung seinen Fortgang findet. Auch das später stattfindende Duell, weist ein paar Lücken in der Beschreibung auf. Wieso sind die anderen auf einmal in unmittelbarer Nähe und Lara nicht, wo sie doch kurz davor noch mit allen anderen zusammenstand und gesprochen hat?"Der Club der wütenden Fünf" ist ein interessantes Jugendbuch, welches meiner Meinung nach aber leider ein paar Schwächen hat. Vielleicht hätte hier einfach ein erweiterter Umfang der Story gut getan. Einige Dinge hätten mehr erläutert werden sollen, die Autorin hätte sich für den Handlungsablauf mehr Zeit nehmen müssen. Einerseits sieht Lara viele Details, andererseits scheinen einige Dinge an ihr vorbeizuziehen, und das bis zum Ende der Geschichte. Aus diesem Grund fällt mir die Bewertung des Buches auch äußerst schwer. Ich fand es nicht schlecht, hätte mir aber an einigen Stellen mehr Input gewünscht.
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Letzte Aktualisierung: 10.10.2026 18:13 Uhr.