Management - Fredmund Malik Gebunden
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Management - Fredmund Malik Gebunden

Hersteller: Campus Verlag Gmbh  ·  MPN: 9783593397672
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Produktfakten auf einen Blick

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Campus Verlag GmbH
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Produktbeschreibung

Management | Das A und O des Handwerks | Fredmund Malik | Buch | Management: Komplexität meistern

Bewertungen & Erfahrungen

3,8 von 5,0
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 13.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein absolutes Meisterwerk, das Management als ein Handwerk darstellt und sehr anschaulich erklärt. Die klaren Regeln, die Fredmund Malik hier beschreibt, sind unglaublich wertvoll für jeden, der sich mit Management auseinandersetzt.
Redaktion 13.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Buch bietet eine sehr anschauliche und klare Darstellung des Managements als Handwerk, allerdings fehlen mir noch einige tiefere Einblicke in die praktischen Umsetzungsbeispiele.
Redaktion 13.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Perfekt!
WIng 27.08.2023 amazon.de
»Das englische Verb to manage [...] bedeutete ursprünglich ein Pferd in allen Gangarten zu üben, es veranlassen, die Übungen der Reitbahn (manège) auszuführen[...]« (R. Kurz: Schwarzbuch Kapitalismus, Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co. KG, München 2002, S. 211)Im Studium wurden uns die Lehre von Management-Malik eingetrichtert. „Leider“ habe ich bereits schon einige Semester zuvor begonnen, mich mit marxistischer Krisentheorie auseinanderzusetzen, weil mich ganz einfach die Gründe interessiert haben. Die Gründe, warum unser Wirtschaftssystem gegen die Wand fährt, warum wir immer mehr arbeiten und immer produktiver sind und gleichzeitig immer weniger „Wohlstand“ erlangen. Und warum gibt es den kapitalistischen Wohlstandseffekt eigentlich nur bei uns hier im Westen in diesem Ausmaß – und nicht in Indien, im Senegal oder in Peru?Die Antwort findet sich wohl im „Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate“, deren sich auch (bewusst oder unbewusst) J. Rifkin in seiner Nullgrenzkosten-Theorie bedient. Da das kapitalistische Wirtschaften (und das sagt der Name schon) auf die Kapitalakkumulation angelegt ist, wird der Kapitalist nun mal alles versuchen (müssen), um die Kosten zu reduzieren und die Umsätze zu steigern. Da kann Malik noch so oft schreiben, dass der Kapitalismus ein System ist, in dem es um Liquidität geht o. ä. Er kann noch so oft auf Hayek’s „Gutmenschentum“ und dem ehrenwerten liberalen Gedanken verweisen. Die Realität sieht nun mal anders aus. Warum sie so aussieht, lässt sich ziemlich gut mit Marx beantworten. Wer wirklich glaubt, dass es im Kapitalismus Unternehmen geben kann, die nur da sind um Nutzen zu schaffen, der irrt. Der Grund liegt einerseits im, von Malik selbst erkannten, „Sachzwang“ dem alle Wirtschaftssubjekt unterliegen. Man hat nun mal finanzielle Verpflichtungen, die es zu bedienen gilt – egal ob Konsument oder Produzent. Zum anderen wird man durch den konkurrenzvermittelten Marktdruck in letzter Konsequenz zu einem ausschließlich profitorientierten Handeln gezwungen. Und wenn der Kapitalist am Markt überleben will, muss er ab einen bestimmten, ihm aufgezwungenen „Marktdruck“ alles tun, um seine Profite zu realisieren.Innovation (kreative Zerstörung) bedeutet in diesem Kontext nichts anderes, als die Maximierung von Umsätzen, mit dem Ziel, die langfristig schwindende Profitmarge weiterhin zu gewährleisten. Produktivität zählt wiederum auf ein besseres Verhältnis von Input zu Output oder eben von Kosten zu Leistungen ab. Wenn in einem Produktionswerk die Produktivität um 10 % gesteigert wird, dann bedeutet dies doch nur, dass bei gleichbleibenden Input (Kosten) ein um 10 % höherer Output (Leistungen) realisiert werden kann. Des Weiteren kommt die zwangsweise eintretende Stagnation der Löhne hinzu. Die Produktivität der Arbeitnehmer in den kapitalistischen Zentren der Weltwirtschaft steigt seit Dekaden sukzessive an, die Löhne stagnieren jedoch. Es gibt also immer mehr Produkte, die (Achtung) gekauft werden MÜSSEN, damit weiterhin Profite erwirtschaftet werden können. Natürlich führt die Produktivitätssteigerung auch zum Effekt der fallenden Stückkosten (Stückkostendegression). Fazit: Wir stecken in einer Überproduktivitätskrise. Der Kapitalismus weiß einfach nicht mehr wohin mit seinen Waren, die Renditen fallen deswegen in der Realwirtschaft immer mehr. Die einzige Möglichkeit, dem gegenzusteuern, liegt in der Finanzialisierung der Weltwirtschaft, also in die Flucht irrealer Wachstumsmärkte am Finanzmarkthimmel (was Malik ja auch bereits erkannt hat, nur in letzere Konsequenz nicht zu Ende denkt). Da die Märkte aber irgendwann gesättigt sind (man trinkt seinen Kaffee nun mal nur aus einer Tasse oder benötigt nur eine Mikrowelle usw.), führt dieser Prozess zwangsweise zu zwei Ergebnissen, die sich auch genauso in unserem aktuellen Wirtschaftsleben abzeichnen:(1) Die Diskrepanz zwischen notwendiger und tatsächlicher Kaufkraft bzw. Nachfrage und Waren(über)angebot wird durch eine stetige Verschuldung der Marktteilnehmer künstlich retuschiert. Wir verkonsumieren aktuell unsere komplette Zukunft auf Pump. Um diesen Hauch von Wachstum nicht zu ersticken, müssen die Leitzinsen bei null bleiben und werden aller Voraussicht nach sogar negativ werden, damit man ja nicht auf die Idee kommt, sein Geld zu sparen. Sparen (= Konsumverzicht) wird bestraft, die permanente Geldzirkulation (=Konsum) wird forciert. Und warum? Um aus Geld noch mehr Geld zu machen. Im Kapitalismus ging es noch nie um Wohlstand oder Ethik, es ging und geht einzig und allein um den hohlen Prozess der Kapitalakkumulation. Als weiteren Beweis für die systemimmaneten Widersprüche sei das Quantitative Easing der EZB und der FED genannt. Fiat-Money (Geld aus der Notenpresse) wird in den Markt gepumpt – und zwar in Höhe von Billionen (!) von Euros bzw. Dollar. Immerhin: Malik erkennt auch den Dollar als Weltleitwährung an und versteht, dass eine Fakturierung von Ölverkäufen in anderen Währungen das Wirtschaftssystem der USA zu Fall bringen würde. Tatsache ist: die USA fungieren lediglich als „schwarzes Konsumloch“, dass ausschließlich kreditfinanziert (also nicht nachhaltig) die oben angerissene Überproduktivitätskrise aktuell NOCH abmildert. Nur mit Realwirtschaft hat das aller herzlich wenig zu tun. Da kann Malik noch so sehr auf die individuelle Freiheit von Menschen pochen.(2) Die zweite Lösung besteht (neben der voranschreitenden Kostenreduktion u.a. durch Industrie 4.0 etc.) in der massiven Umsetzung von Waren und Dienstleistungen (welche, wie bereits erwähnt, künstlich generiert wird). Dieser Prozess ist ja auch logisch: Wenn ich pro Stück verkaufter Ware tendenziell immer weniger Profit erwirtschafte, muss ich die Verluste durch ein Mehr an verkauften Waren wettmachen – oder eben die Kosten (insbesondere Personal) weiter massiv kürzen. Beides lässt sich ebenfalls anhand aktueller volkswirtschaftlicher Zahlen und Tendenzen beweisen. Die gesellschaftlichen Ressentiments der sog. „left behind“, als der Verlierer dieses „Klassenkampfs“ (untere und mittlere Einkommens- bzw. Bildungsschichten), kulminieren in entsprechenden politischen Strömungen, die Mehrheit neigt dabei zum Rechtspopulismus (FN, AfD) bis hin zum wiederkehrenden Realfaschismus (Trump, Orban, Putin). Man versteht das Problem nicht und sucht nach Lösungen. Die Situation hatten wir bereits schon mal in den 30er Jahren des 20. Jhdts – Resultate sind bekannt. Neben den anwachsenden Verlust von Arbeitsplätzen (die Industrie wird das gleiche Schicksal erleiden wie seinerzeit die Agrar- bzw. Landwirtschaft) kommt natürlich eine massive Umweltzerstörung mit hinzu. Die Keeling-Kurve (CO2 Konzentration in ppm) zeigt eine eindeutige Korrelation zwischen kapitalistischen Weltwirtschaften und massiv steigenden CO2-Emmissionen. Das System verwurstet seine ganze Umwelt, um Profit zu machen.Die Hälfe von Malik’s Buch ist absolut lesenswert, gerade weil er Management nicht als profit- sondern als ergebnisorientierte Disziplin versteht. Die systemtheoretischen Ansätze sind hervorragend ausgearbeitet, komplexe soziotechnische Systeme finden auch außerhalb des kapitalistischen Wirtschaftens statt und müssen nun mal „geführt“ werden.Leider fehlt ihm in letzter Konsequenz das „big picture“, dass er zwar immer wieder andeutet, aber letztlich nicht komplett zu Ende gedacht wird. Jedoch schreibt er überaus sympathisch und gibt sich wirklich Mühe, einen sozialen und menschenwürdigen Ansatz zu verfolgen. Dafür gebührt ihm Anerkennung.
Karl-Heinz List 27.08.2023 amazon.de
Richtiges Management sei „kybernetisches Management“, behauptet Malik. Was versteht Malik unter Kybernetik? Er schreibt:>>Kybernetik ist die Grundlage von Management, weil sie die Wissenschaft von der umfassenden Regulierung, Steuerung, Lenkung und Entwicklung ist, eben von „control“ bestimmter Systeme, insbesondere der zweckorientierten Systeme.hochkomplexen zweckorienterten Systeme.<<Malik ist davon überzeugt, dass man Komplexität meistern könne. Das gelte auch für Personalentscheidungen. Es besteht kein Zweifel: Personalentscheidungen sind komplexe Entscheidungen – im Gegesatz zu Malik - mit ungewissem Ausgang. Das Problem, wer eingestellt oder befördert wird, lässt sich zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht endgültig lösen. Es gibt keine Gewissheit. Malik entscheidet sich trotz allem für die rationale Entscheidung und will mit seiner Methode das Risiko des Scheiterns ausschalten. Das ist eine Anmaßung und widerspricht der Erfahrung..Auf die Frage: Wo liegt der Unterschied zwischen rationalen und intuitiven Entscheidungen antwortete der Hirnforscher Wolf Singer in einem Interview mit Capital (4/2002):>>Die Handlungsmotive machen den Unterschied. Bei den rationalen Entscheidungen wissen wir, warum wir so agieren und nicht anders. Handelt man aus der Intuition heraus, so wissen wir das nicht. Die Motive entstammen unbewussten Wahrnehmungen und Bewertungen. Ein Personalchef zum Beispiel ist gut beraten, seine Intuition in sein Urteil einzubeziehen. So bekommt er volle Zusatzinformationen über Menschen, die er einstellen soll.<<Was ist mit den Gefühlen?Gefühle kommen bei bei rationalen Methoden, wie der Kybernetik, nicht vor.Was sagt die Hirnforschung? Primäre Gefühle beruhen auf Schaltkreisen des limbischen Systems. Das limbische System, so der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth, habe gegenüber dem rationalen immer das erste und letzte Wort. Wir müssten uns damit abfinden, so Roth, dass unser Verstand häufig nicht Herr im eigenen Hause ist. „Aus langem Nachdenken und deren Konsequenzen ergibt sich nicht automatisch eine kluge Entscheidung.“Was heißt das bei Personalenscheidungen? Beispiel Einstellungsentscheidung: Trotz der rationalen Vorbereitung der Entscheidung, wer einestellt wird (Bewerbungsunterlagen, Zeugnisse, Interview) hat das letzte Wort bei der Entscheidung die Intuition.
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