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Die silberne Burg | Historischer Roman | Sabine Weigand | Taschenbuch | 576 S. | Deutsch | 2012
Bewertungen & Erfahrungen
4,8 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★4
4 ★1
3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion11.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist absolut faszinierend und fesselnd, ich war von der ersten Seite an in die Geschichte von Sara und ihrem Kampf auf der Flucht hineingezogen. Die Darstellung der historischen und persönlichen Dramen ist meisterhaft und sehr bewegend.
Redaktion11.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist absolut faszinierend und zieht mich sofort in die Welt von Anno 1415, ich kann es kaum weglegen. Die Geschichte ist unglaublich spannend und die Darstellung ist sehr lebendig.
Wieder einmal hat die Autorin ihr fundiertes Wisssen bzw. ihre gründlichen Recherchen der Historie unter Beweis gestellt. Es ist ihr ein Werk gelungen dessen Hauptthema der Glaube ist, sowohl der Katholische, wie der der noch in den Kinderschuhen steckende und später Evangelisch genannt werden wird und der dritte Glaubensweg der des Judentums. Das 15.Jahrhundert war das Jahrhundert in dem die Spaltung der beiden großen Glaubensrichtungen endgültig vollzogen wurde und am Anfang des Jahrhunderts, in der Zeit in der Roman spielt war der große Umbruch bereits deutlich zu spüren. In England, dem Land der Lollarden beginnt die Geschichte mit Ciaran. Er war Sohn eines Lollardenpaares, die beide für den Glauben gestorben sind. Ihr kleines Kind aber wurde gerettet und in die Obhut von Mönche in Irland gegeben, damit es im rechten Glauben erzogen werden konnte. Ein gottgefälliges Leben im Kreise der Mönche war Ciaran aber nicht beschieden. Die Vergangenheit holte ihn ein, denn die Schergen des Erzbischofs wussten noch, dass der Knabe damals nach Irland ins Kloster gebracht wurde. Knapp entging er den Verfolgern und floh nach England und bekam dort den Auftrag eine Handschrift John Wicliffs, mit ihm begann die Sache der Lollarden, nach Böhmen zu Jan Hus zu bringen. Jan Hus war der Führer der Hussiten, die sich wie die Lollarden gegen der Klerus der Katholischen Kirche und deren Machenschaften stellten. Ciaran war wenig begeistert dies zu tun, aber im Angedenken an seine Eltern die für ihren Glauben starben, war er bereit den Auftrag aus zu führen, auch um den Schergen des Erzbischofs zu entkommen, so dachte er. Ein weitere handelnde Person war Ezzo, der illegitime Sohn Heinrich von Riedern, seine Mutter war eine Küchenmagd. Später als der kleine Ezzo seinem Vater mitteilte er wolle Ritter werden, legitimierte er seinen Sohn und ließ ihm eine fundierte Erziehung angedeihen. Aber es kam anders als es sollte. Heinrich von Riedern starb vorzeitig und sein jüngerer Bruder ficht das Testament an,das Heinrich zu Gunsten Ezzos hinterlassen hatte. So zog der nun 15jährige Ezzo eines Nachts los um in Buda beim König sein Glück zu versuchen eine Ritterausbildung zu erlangen. Die wichtigste Person dieser Geschichte ist eigentlich das jüdische Mädchen Sara bat Levi, Sara Tochter des Levi. Sara wurde im Jundenviertel von Siegburg bei Köln geboren. Sie wuchs heran und ihre Eltern merkten früh wie wissbegierig ihre Tochter war. Sara wollte nur eines genau wie die Jungen Lesen und Schreiben lernen. Dies setzte ihr Vater beim Rabbi dann auch durch und so konnte sie wie die männlichen Nachkommen der Gemeinde in die Schule gehen. Viel später als Sara bereits erwachsen war hatte sie nur einen sehnlichsten Wunsch, Ärztin (Medica) zu werden.Die Autorin versteht es bestens die Geschichte der drei Protagonisten im Wechsel der Kapitel zu erzählen bis sich ihr Weg kreuzen und sie gemeinsam weiter gehen. Auch dann erzählt die Autorin im gleichen Stil weiter. Die Kapitel die von Sara handeln sind in Ich-Form geschrieben, um sie besser hervor heben zu können. Die weiteren Protagonisten, wie die Spielleute bei denen Sara, Ezzo und Ciaran eine lange Zeit leben, kommen ebenfalls in kleineren Abschnitten zu wort, so das alles zu einem großen Ganzen und eine authentische Beschreibung dieser Zeit wird.Ob nun Ciaran Jan Hus trifft, ihm die Handschrift übergeben kann , ob Ezzo Ritter wird und in welcher geheimen Mission er unterwegs ist und ob Sara wirklich Ärztin wird und somit ihr größter Wunsch erfüllt wird, das sollte man unbedingt nachlesen...
-Item- habe ich das neue Buch von einer meiner meist geschätzten Autorinnen beendet.Ich konnte es nicht in einem Zug durchlesen, musste hin und wieder unterbrechen, um Gelesenes zu überdenken oder um nochmals manche Passagen zu wiederholen.Auch um meinen Gefühlen -freien Lauf zu lassen-, sei es herzlich zu lachen über Sara s Schulkameraden -Süsskind Männlein- und die Grafen von -Katzenellenbogen- , oder um bitterlich zu weinen über den schrecklichen Mord an dem kleinen Martin und die grausame Abschlachtung der jüdischen Mitbürger...Das ist es überhaupt an Sabine Weigand s Büchern, ich kann die Geschichten so mitleben, jedes ihrer Werke formiert sich in meinem -Kopfkino- zu einem Blockbuster.Dazu kommt noch die aussergewöhnliche -collagenartige- Zusammenfügung der Kapitel. Erzählung in -Ich-Form- wechselt sich ab mit Schilderung aus der Perspektive von dritter Person, kombiniert mit Chroniken, Rezepten, Gedichten undMinneliedern in historischem Wortlaut.Beim Lesen der Weigand-Bücher stelle ich immer wieder mit Behagen fest, wie schön und mannigfaltig die deutsche Sprache doch war und ist.Zudem kommt hier bei diesem Buch noch ein schönes Dejavu-Gefühl dazu, denn in einem meiner heissgeliebtestenhistorischen Romane, dem Medicus von Noah Gordon, geht es auch um Medizin und die interressanten jüdischen Gebräuche.Was ich auch so mag ist die freundliche Art der Frau Weigand, da wird zum Beispiel ein Grautier ein Eselchen...Ihre Personen, ob historisch belegt oder erfunden sind wirklich ihre geliebten Kinder , besonders liebevollbeschreibt sie hier Sara s enge Bindung zu ihrer Schwester Jochi, dem Sternenkind, in heutiger Zeit wäre es ein Kind mit Down-Syndrom.Man fühlt hinter jeder Zeile die Begeisterung und die Sorgfalt der Autorin, drum geniesse ich ihre Bücher langsam und mit Bedacht.Zum Inhalt wurde von Vor-rezensenten schon prima geschrieben, ich wollte hier nur meinen persönlichen Eindruck wiedergeben.Ich bewundere die wundervolle Erzählkunst und profitiere von den reichen Fakten und Informationen; für mich der perfekte Geschichtsunterricht und heimelige Märchenstunde in einem.Unentbehrlich hier auch das angefügte Glossar und die Erklärungen der Frau Weigand über die Recherchen und ihreeigene Phantasie zu diesem Buch.Da wird nochmal deutlich, wie geschickt und homogen sie Historie mit Erfindung verknüpft.Wer bisher nur dieses Buch von Sabine Weigand gelesen hat, der sollte sich bitte auch -die Markgräfin-, -das Perlenmedaillon-, - die Königsdame- und -die Seelen im Feuer- gönnen.Im Mittelpunkt steht immer, wie auch hier , eine starke Frau , die in -rauhen Zeiten- ihren Mann steht.Dazu braucht man dann noch eine kuschelige Lesedecke, viele Taschentücher und manchmal einen guten Schluck Gewürzwein.Diese Bücher stehen bei mir nicht -nur einmal gelesen- im Regal, sie schimmern immer ein wenig silbern zwischen den anderen hervor, so dass ich gar nicht anders kann als sie nochmals zu lesen...
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Letzte Aktualisierung: 15.10.2026 18:19 Uhr.