Liliane Susewind – Ein Pinguin will hoch hinaus (Liliane Susewind ab 8, Band 9)
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EAN 9783596855353

Liliane Susewind – Ein Pinguin will hoch hinaus (Liliane Susewind ab 8, Band 9)

Hersteller: S. Fischer Verlag  ·  MPN: 85535
4,4/5,0 (5 Bewertungen)

Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
S. Fischer Verlag
EAN
9783596855353
Hersteller-Artikelnr.
85535
Ø Bewertung
4,4 / 5,0 (5 Bewertungen)
Farbe
Yellow
Gewicht
0.484 kg
Breite
28.56 mm
H├Âhe
220 mm
Länge
147 mm

Produktbeschreibung

Abmessungen: 22 x 15 x 3 CM (L x B x H)Gewicht: 500,000 G

Bewertungen & Erfahrungen

4,4 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★ 4
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 29.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist einfach wunderbar und taucht den Leser sofort in eine zauberhafte Welt der Pinguine und ihrer Abenteuer ein. Die Geschichte ist sehr ansprechend und perfekt für alle Altersgruppen!
Redaktion 29.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Super!
ressiwresseb ;-) 11.09.2023 amazon.de
Wir haben (auch!!) das Hörbuch gekauft und sind sehr, sehr glücklich damit.Alle Liliane-Geschichten sind fesselnd und lehrreich zugleich, doch dieses Abenteuer setzt der Reihe die Krone auf!Alle Bücher haben eine in sich geschlossene Handlung. Ist man aber zuvor in alle Abenteuer tief eingetaucht, verfolgt man gebannt Lilianes Entwicklungen weiter und (obwohl es das längste Werk der Autorin ist) kommt dennoch viel zu früh am Ende der Geschichte an...und wartet gespannt auf die Nächte Ausgabe!Tanya Stewner, was für ein Schreibtalent - Catherine Stoyan was für eine Erzählerin!Einzig die Sprechgeschwindigkeit von Frau Stoyan ist mir zu hoch, langsamer wäre entspannter.
Amazon Kunde 11.09.2023 amazon.de
Ich habe es für meine Tochter bestellt sie liest unheimlich viel und da bietet sich das an .alle Bänder sind echt klasse ich darf oft zuhören daher weiß ich das.nur beim Versand würde ich mir wünschen gerade wenn man mehrere Bücher kauft einmalig Porto zu bezahlen und nicht auf jedes einzelne Buch dann würde ich auch noch mehr kaufen .LG
Nelly Kunze 11.09.2023 amazon.de
Liliane Susewind-Reihe (Band 1-9)Die Bücher sind spannend, witzig und auch an manchen Stellen so geschrieben, das di*er Leser*in z.B. die Traurigkeit mitfühlt, so dass mein Kind und ich gerne immer weiter gelesen haben.Sie sind Abenteuer/Kriminalromane, in denen Tiere eine sehr wichtige Rolle einnehmen. Einzelne Tiere werden mit individuellem Charakteren und Sprechweisen dargestellt. Kinder mit einer Vorliebe für Tiere werden diese Bücher vermutlich lieben.Die Hauptfigur Liliane Susewind und ihr Freund Jesajah Sturmwagner sind zwei starke Kinder, die gemeinsam viele Abenteuer bestehen.Jeder Band kann einzeln gelesen, auch die Reihenfolge kann vertauscht werden.Liliane Susewind, genannt Lilli, ist die eindeutige Hauptfigur in den Büchern.Sie ist weiß und hat rote lockige Haare, deren Beschreibung oft nicht positiv ist und Liliane mag ihre Haare nicht, z.B. sieht sie sie als „Wischmob“. Dies taucht in jedem Buch auf, oft mehrmals. An sehr wenigen Stelle sagen andere, dass sie Lilianes Haare schön finden oder die Autor schreibt „Lockenpracht“.Liliane versteht Tiere und kann mit ihnen reden. Die Fähigkeit ist der zentrale Punkt in den Geschichten. Hinzukommt, dass sie Pflanzen wachsen lassen kann bzw. diese unwillkürlich in ihrer Anwesenheit wachsen, insbesondere wenn sie lacht. Dann wachsen Pflanzen in ihrer Umgebung sichtbar schnell und es entstehen Blüten. Auch diese Fähigkeit ist in allen Büchern präsent, aber für die Handlungen weniger oft zentral. In Band 8 merkt sie, das ihre Gabe bezüglich Pflanzen auch mit einschließt, dass sie spürt welche Medikamente auf pflanzlicher Basis für welche Kranken die richtigen sind und dass sie die Wirkung dieser Medizin verstärken kann. Dies taucht in Band 9 wieder auf.Liliane lebt mit ihren Eltern Regina und Ferdinand, der Großmutter väterlicherseits (Vorname wird nicht genannt) und ihrem sehr kleinen weißen Hund Bonsai in einem Haus mit Garten.Ihr Vater arbeitet seit ihrer Geburt nicht mehr, macht den Haushalt und in den Büchern wird immer wieder beschrieben, dass er kocht und z.B. strickt. Er ist Heilpraktiker und kennt sich mit Heilkräutern aus.Die Großmutter ist nicht erwerbstätig, ob einen und welchen Berufs sie hatte, wird nicht geschrieben. Sie liebt handwerkliche Tätigkeiten und ist viel damit beschäftigt, etwas zu reparieren oder zu bauen.Lilianes Mutter ist weniger präsent, da sie berufstätig ist und sehr viel arbeitet. Sie arbeitet als Nachrichtensprecherin beim Fernsehen und arbeitet während der Reihe daraufhin, eine eigene politische Talkshow zu bekommen, was ihr auch gelingt. Für sie ist es sehr wichtig, das möglichst niemand von Lilianes Fähigkeiten erfährt, zum Einen weil sie Medienrummel um ihre Tochter befürchtet (die Befürchtung stellt sich als berechtigt heraus), zum Anderen weil sie Sorge hat, dass es ihrer Karriere schadet (was sich als unbegründet herausstellt). Für Liliane ist es sehr belastend, dass sie ihre Fähigkeiten geheim halten muss, ebenso die Art und Weise wie ihre Mutter teilweise über ihre Fähigkeiten spricht und dass ihre Mutter lange ihre Sorgen um ihre Karriere über das Wohlbefinden von Liliane stellt. Im Band 6 kommt es dazu, dass es in den Medien bekannt wird, was Liliane kann und ihre Mutter sich öffentlich zu ihrer Tochter und ihren besonderen Fähigkeiten bekennt.Lilianes Vater und Oma halten sehr viel klarer zu Liliane und bestärken sie, ihre Fähigkeiten als Geschenk anzunehmen, auch wenn Liliane bisweilen „normal sein“ möchte.Lilianes Hund Bonsai ist keine spezielle Hundezüchtung, sondern hat Elterntiere unterschiedlicher Züchtungen. Wegen seiner Größe antwortet Lilianes Vater auf die Frage, was für ein Hund Bonsai sei, immer wieder „ein Winzling“.Ich finde sehr positiv, das eine Familienkonstellation gezeigt wird, die in der Arbeitsteilung nicht der vorherrschenden Norm entspricht. Auch dass die Großmutter eine begeisterte Handwerkerin ist, finde ich unter dem Aspekt der vorherrschenden Gender-Klischees positiv. Beides wird als selbstverständlich beschrieben und in keiner Weise problematisiert.Schade finde ich, dass aus meiner Sicht Lilianes Mutter als sehr auf ihre Karriere versessen beschrieben wird, die bezüglich des Erreichens ihres Ziel teilweise sehr rücksichtslos insbesondere Liliane gegenüber ist (aber auch ihr selbst gegenüber, da sie viele Überstunden macht und selbst im Urlaub arbeitet). Das macht Lilianes Mutter zur unsympathischsten Figur in der Familie Susewind. Vor dem gesellschaftlichen Hintergrund in welcher Art oft Frauen dargestellt werden, die beruflich erfolgreich sind, finde ich bedauerlich, dass die Darstellung von Lilianes Mutter dieses Klischee nicht bricht.Neben Liliane wohnt Jesajah Sturmwagner, ebenfalls in einem Haus. Er ist etwas älter als Liliane und geht in die gleiche Schule.Seine Haare werden im ersten Band als lockiger als Lilianes Haare beschrieben, später immer wieder als lockig und sind schwarz.In jedem Band wird geschrieben, dass er sehr / extrem / umwerfend gut aussehend/hübsch ist und immer wieder, dass er der Schwarm aller Mädchen in der Schule sei und Liliane darauf stolz ist, dass ausgerechnet sie Jesajahs beste Freundin ist.Zur Farbe seiner Haut wird erst im 9. Band geschrieben: „mit dunkler Haut“, in allen anderen Bänden davor schreibt die Autorin zur Farbe seiner Haut wie auch von allen anderen Menschen in dem Buch nichts, außer zu Jesajahs Eltern. Jesajahs Gesicht wird in den Illustrationen im gleichen Ton und mit Sommersprossen und roten Wangen gezeigt wie Liliane, alle anderen Kinder und viele weiße Erwachsenen und seine Mutter. Er wird vermutlich von allen Leser*innen bis sie Band 6 und / oder 7 gelesen haben als weiß wahrgenommen und wahrscheinlich von vielen auch noch darüber hinaus bis sie Band 9 gelesen haben und selbst dann ist es voraussichtlich so, dass etliche ihn weiterhin als weiß sehen. [Kommentar meines Kindes, das Jesajah als weiß gesehen wird, liegt daran, dass die sich nicht vorstellen können, dass so ein Schlaukopf Schwarz ist.]Jesajah weiß überdurchschnittlich viel und hat immer (und fast ausschließlich) die Ideen wie die Probleme, mit denen er und Liliane in den Geschichten konfrontiert sind, gelöst werden können. Er wird immer wieder als hochbegabt bezeichnet. Im ersten Band ist seine Klugheit zunächst sein Geheimnis, dass er aus Angst vor Spott nur mit Liliane teilt, doch im Laufe des 1. Bandes macht er die Erfahrung, das positiv auf sein Wissen und seine Denkfähigkeiten reagiert wird.Liliane und Jesajah sind beste Freund*innen und ein gutes Team. Sie ergänzen sich gegenseitig mit ihren Fähigkeiten und bestehen dadurch gemeinsam viele Abenteuer. Trotzdem ist Liliane wesentlich präsenter und sie sind nicht beide Hauptfiguren.Aus meiner Sicht ist es ein Manko an den Geschichten, dass Liliane oft durch ihre Fähigkeit Tiere zu verstehen, wesentliche Informationen erhält, die sie mit Jesajah teilt, ihr aber fast nie Lösungen für die Probleme einfallen. Jesajah hat die Ideen, mit welchem Plan das Problem gelöst werden könnte und Liliane ist dann diejenige, die dafür sorgt, dass dies umgesetzt werden kann, da i.d.R. Tiere in diese Pläne involviert sind. Liliane ist diejenige die spürt, fühlt und z.B. ahnt, wenn etwas nicht stimmt oder von einer Person Gefahr ausgeht und Jesajah, der der denkt. Ein Manko ist diese Rollenaufteilung, weil sie dem Gender-Klischee entspricht, dass Geist / Intellekt als männlich und Gefühl / Kommunikation als weiblich gilt. Allerdings entwickelt Jesajah an einer Stelle in Band 9 keinen Plan, sondern steht für sich ein, in dem er seine Gefühle äußert so „wie Lilli es machen würde.“Positiv finde ich, dass Jesajah in Band 5 reitet und sich nicht von der Hänselei anderer Jungen, dass das nur was für Mädchen sei, beeindrucken lässt.Negativ finde ich, dass Jesajah u.a. deswegen sehr beliebt ist, weil er als gut aussehend gilt und dass in jedem Band geschrieben wird, wie toll und besonders es für Liliane ist, dass der gut aussehende Mädchenschwarm Jesajah ihr bester Freund ist, weil dies die in unserer Gesellschaft gängige Bewertung von Menschen nach „Schönheit“ reproduziert.Jesajah hat eine orange-getigerte Katze, die Frau von Schmidt heißt. Sie ist mit Lilianes Hund Bonsai eng freundschaftlich verbunden und sie sind an vielen Abenteuern von Liliane und Jesajah beteiligt.Jesajahs Eltern Isabell und Akeele Sturmwagner tauchen das erste Mal in Band 6 auf, dort werden beide als „groß und gut aussehend“ bezeichnet.In Band 6 wird die Mutter „mit dunkler Haut und schwarzen Locken“ beschrieben. In Band 7, 8 und 9 wird nichts zur Farbe der Haut der Mutter mitgeteilt. In Band 7 steht, sie sei „eine hübsche, junge Frau“, in Band 8 „eine hübsche Frau“. In der Illustration in Band 7 hat sie lange schwarze Haare, die zu einem Zopf geflochten sind, ein geblümtes Kleid, Ohrringe und eine Kette, die zumindest bei mir die Assoziation „indischer / orientalischer Schmuck“ hervorriefen und ich durch die ganze Darstellung die Assoziation hatte, dass sie Inderin sein soll. Auch in Band 8 hat sie auf den Illustrationen schwarze Haare, die in einem langen Zopf geflochten sind.Der Ton ihrer Haut ist in den Illustrationen der gleiche wie der von den dargestellten Weißen und sie hat rote Wangen wie alle Kinder und die meisten Weißen.Im Band 9 erfährt Liliane (und di*er Leser*in), dass Jesajahs Mutter eine indische Mutter und einen deutschen Vater hat (dass er weiß ist, wird nicht geschrieben, doch durch das Nicht-Benennen ist davon auszugehen). Dies bestätigte mir, dass die Illustratorin genau die stereotype Assoziation bezüglich Jesajahs Mutter hervorrufen wollte, wie ich sie hatte. Vom weißen deutschen Großvater mütterlicherseits stammt der Nachname Sturmwagner, er ist verstorben, die Großmutter mütterlicherseits lebt in Indien.In Band 4 taucht ein Onkel von Jesajah auf. Zu seinem Aussehen wird nichts geschrieben. Das er der Bruder der Mutter ist, wird in Band 9 benannt.Jesajahs Vater wird in Band 7 und 8 als großer gut aussehender Mann mit dunkler Haut beschrieben, in Band 6 wird nichts zur Farbe seiner Haut mitgeteilt, ebenso in Band 9, in diesem wird auch nichts zu seinem Aussehen mitgeteilt.Jesajahs Großeltern väterlicherseits leben in Afrika, ein konkretes Land wird nicht genannt. Das dies so ist wird ebenfalls im 9. Band benannt.In den Illustrationen tauchen Jesajahs Eltern in Band 7 ein Mal und in Band 8 zwei Mal auf.Band 7 Band 8 Band 8Jesajahs Eltern sind in den Geschichten kaum präsent. Jesajah und Liliane sind erst im 9. Band mal in Jesajahs Haus. Die Abwesenheit der Eltern wird in Band 4 mit einer Geschäftsreise in China erklärt, von der sie in Band 6 zurückkehren. Zuvor wird nichts zu ihnen geschrieben. Es wird nie geschrieben, welchen Beruf sie haben, es ist nur deutlich, dass sie über recht viel Geld verfügen. In Band 8 verbringen sie zwar gemeinsam mit Liliane, ihrer Familie und Jesajah das Weihnachtsfest, doch da sie krank werden und das Bett hüten, sind sie nicht an der Lösung des Problems beteiligt im Gegensatz zu Lilianes Familie.Da Liliane die Hauptfigur ist, die Geschichten viel in ihrem Haus statt finden, ist ihre Familie in allen Geschichten präsent, auch wenn ihre berufstätige Mutter dabei weniger Raum einnimmt.Jesajah leidet unter der beruflich bedingten Abwesenheit seiner Eltern. Auch sie treffen Entscheidungen, die im Kontext ihres Berufes stehen und zu Lasten ihres Kindes gehen, so wie auch Lilianes Mutter das tut. Dadurch wird ein negatives Bild von der Vereinbarkeit von Elternschaft / Bedürfnissen der Kinder und Berufstätigkeit / berufliche Karriere der Eltern vermittelt. Dies entspricht der deutschen gesellschaftlichen Norm an der berufstätige Eltern – insbesondere Mütter – gemessen werden.Jesajahs einziger Verwandter – neben seinen Eltern, der so gar vor seinen Eltern in den Bänden auftaucht – ist sein Onkel mütterlicherseits. Es stellt sich heraus, dass er mit Tierschmugglern zusammen gearbeitet hat. Er bereut dies zwar am Ende des Bandes 4, in dem er das einzige Mal auftaucht, und schützt Jesajah und Liliane, doch da er -vermutlich, es wird nicht geschrieben – ins Gefängnis muss, kann er nicht länger bei Jesajah bleiben. Er spielt in den weiteren Bänden keine Rolle.Es stößt mir auf, dass zu keinen Menschen außer zu Jesajah und seinen Eltern geschrieben wird, dass sie als gut oder schlecht aussehend oder groß bzw. klein angesehen werden (außer zu Annabell, einer Mutter von Wolke, einer Schulfreundin von Liliane). Für mich hat das einen exotisierenden Beigeschmack und das klingt so, als ob sie, wenn sie schon nicht weiß sind, zum Ausgleich wenigstens „gut aussehen“ und „groß sein“ müssen.Das Geburtsland von Jesajahs Großmutter mütterlicherseits und der Geburtskontinent der Großeltern väterlicherseits wird - wie geschrieben - im 9. Band genannt.Dass die Großeltern väterlicherseits nicht in einem konkreten Land leben, sondern pauschal in einem Kontinent verortet sind, ist eine Reproduktion des undifferenzierten weißen Blicks auf den afrikanischen Kontinent, mit dem Afrika oft so dargestellt wird, als handele es sich um ein homogenes Land.Das die Geburtsorte der Großeltern Jesajahs im 9. Band geographisch lokalisiert werden, hat folgenden Hintergrund: Jesajahs Eltern wollen für mehrere Monate auf Geschäftsreise nach Brasilien und Jesajahs Vater will, dass er in dieser Zeit bei seinen Großeltern in „Afrika“ lebt. Jesajah hat sie seit zehn Jahren nicht gesehen und erinnert sich überhaupt nicht an sie. Er ist ca. 11 / 12 Jahre alt. Seine Großmutter mütterlicherseits kennt er genauso wenig. Jesajahs Vater möchte, dass dieser zu seinen Großeltern geht, damit er die Erstsprache des Vaters lernt (die nicht benannt wird), sein Heimatland (das nach wie vor nicht benannt wird) und seine Großeltern kennen lernt (in dieser Reihenfolge).Vor dem Hintergrund, dass Jesajah seine Großeltern nicht kennt, ist seine ablehnende Haltung zum Plan seines Vaters verständlich (sie wird unten näher beschrieben), doch da Jesajahs Eltern als recht wohlhabend und viel reisend dargestellt werden, ist überhaupt nicht verständlich, warum Jesajah seine verschiedenen Großeltern nicht kennt und auch nie in ihren Heimatländern war.Im Zeitalter von Internet mit sozialen Netzwerken und Möglichkeiten wie Skype ist nicht nachvollziehbar, warum Jesajah mit seinen abwesenden Familienangehörigen keinen Kontakt zu haben scheint. Gleichzeitig nutzt Jesajah Internet und Computer-Technologie insgesamt sehr viel zur Lösung von Problemen.Ebenso unverständlich ist, das Jesajah, von dem immer wieder benannt wird, dass er sehr leicht lernt und wissbegierig ist, die Erstsprache seines Vaters nicht spricht.Mit dem mangelnden Kontakt zu den Großeltern, Eltern, die ständig abwesend sind und einem Onkel im Gefängnis ist Jesajahs Familie sehr rudimentär und wenig positiv dargestellt.Bevor Jesajah Liliane erzählt, dass er mehrere Monate bei seinen Großeltern leben soll, hatte er sich mehrere Tage zurück gezogen. Liliane merkt, dass er traurig ist und seine Augen „nachdenklich und sorgenvoll“ sind. Als Liliane ihn fragt, was los ist, fällt Jesajah schwer ihr zu antworten, er senkt den Blick und scheint „mit sich zu ringen“. Als Jesajah sagt, dass seine Eltern für mehrere Monate weg sind, bietet Liliane sofort an, dass er – wie bereits zuvor nach der Verhaftung des Onkels – bei Liliane wohnen kann. Als Jesajah sagt, dass er nach „Afrika“ soll, spürt Liliane, „wie sich ihr Herz zusammen zog. (…) Die Vorstellung, dass Jesajah so weit weg sein könnte, ließ Lilianes Stimme schrill klingen. (…) Liliane spürte, wie sich Panik in ihr ausbreitete. Jesajah durfte nicht fortgehen.“ Sie schreit. „Ihre Stimme wurde immer höher. (…) „Nun schossen ihr Tränen in die Augen“ (…) Jesajah starrte sie an. In seinen Augen standen ebenfalls Tränen.“ Er nimmt Liliane in den Arm. „Liliane hielt ihn fest umschlungen, schluchzte und vergrub ihr Gesicht an seiner Schulter.(...) Der Gedanke, Jesajah zu verlieren, war einfach zu schrecklich“. Dann motiviert sie ihn, seine Klugheit zu nutzen, um eine Lösung zu finden. Die Katze Frau von Schmidt sagt zu der Situation „eine überaus dramatische Szene(...)! Ich hoffe, alle Beteiligten sind unversehrt? (…) Welch kolossales Entsetzen muss Sie ergriffen haben, Madame, dass Sie derartig von Gram geschüttelt wurden?“ Liliane sagt ihr, dass sie und Jesajah Angst hatten. Die Katze tröstet beide.Diese Szene wird mit zwei Bildern illustriert: Auf einem ist Jesajahs trauriges Gesicht zu sehen, wie er eine Zebra-Maske zur Seite schiebt und im Hintergrund Mond und Sterne zu sehen sind. Auf dem zweiten Bild sind Liliane und Jesajah zu sehen, wie sie sich im Arm halten (oder viel mehr an einander klammern). In dieses Bild ragen zwei Zebraköpfe und ein Giraffenkopf, ebenso wie sehr viele Pflanzen. Die Tiere und Pflanzen sind wie Schatten gemalt.Eine derart symbolisierte Illustration gab es zuvor in keinem der Bände. Es ist offensichtlich, dass Zebras, Giraffe und Pflanzen für „Afrika“ stehen, dass sich so bedrohlich in Jesajahs Leben und die Freund*inschaft von Liliane und Jesajah drängt. Das entspricht der vorherrschenden Reduzierung „Afrikas“ auf „Natur“, „wilde Tiere“ und wuchernde Pflanzen (wenn es nicht gerade Wüste, Dürre oder Savanne ist).Es ist krass wie die Vorstellung, dass Jesajah für einige Monate (nicht für immer) bei seinen Großeltern leben könnte, zu einem Drama stilisiert wird. Die Vorstellung ist absolut negativ belegt. Die Idee, dass Liliane ihn dort besuchen könnte oder mit ihm gehen, gibt es nicht, schon gar nicht, dass es positiv ist, bei den Großeltern für eine Zeit zu leben. Oder dass es ein Gewinn für Jesajah ist, in „Afrika“ zu leben und etwas Neues kennen zu lernen. [Mein Kind hatte allerdings Bedenken, dass wenn die Autorin Liliane und Jesajah in „Afrika“ Abenteuer erleben lassen würde, diese eh nur in Wellblechhütten zwischen wilden Tiere wohnen würden.]Wäre auch so ein Drama entstanden, wenn Jesajahs Großeltern z.B. in den USA leben würden? Vermutlich nicht. Das wäre wahrscheinlich cool gewesen, allein weil sich ein USA-Aufenthalt gut im Lebenslauf macht....Vor dem Hintergrund der vorherrschenden Darstellung „Afrikas“ als bedrohlicher „dunkler“ Kontinent (wenn nicht gerade romantisch als „ursprünglich“ verklärt) finde ich diese Darstellung fatal.Auch dass es keinen keinerlei positiven Bezug zur Familie Jesajahs gibt, passt leider zur mangelnden gesellschaftlichen Wertschätzung der familiären Bezüge vieler Menschen, deren Familien teilweise in Afrika, Asien oder Südamerika leben.Insbesondere „Afrika“ wird oft in den Medien so negativ dargestellt, dass viele Kindern, nicht in die Geburtsländer ihrer Eltern reisen wollen, weil sie Angst haben. In diesem Buch wird zwar nicht geschrieben, dass das Leben in „Afrika“ für Jesajah gefährlich wäre, aber für ihn ist es undenkbar und bedrohlich, eine Zeit dort zu verbringen.Nach dem Jesajah und Liliane die riskanteste Situation dieser Geschichte überstanden haben, sagt Jesajahs Vater, dass es ein Ende haben muss, dass Jesajah und Liliane sich immer wieder in Gefahr begeben und es deshalb gut ist, wenn die beiden für eine Zeit getrennt sind.Jesajah sagt klar, dass er in Deutschland bei Liliane bleiben möchte und dass seine Eltern nichts von ihm wissen, weil sie zu viel weg sind und dass er Angst hat, allein nach Afrika zu gehen. Warum er bei Liliane in Deutschland bleiben möchte, erklärt er ausführlich mit sehr viel Gefühl. Warum er Angst hat, nach „Afrika“ zu gehen, begründet er nicht. [Kommentar meines Kindes: Das ist auch gut so, das käme eh nur rassistischer Müll bei raus.]Seine Eltern verstehen Jesajahs Gefühle und seine Situation und es wird entschieden, dass er bei Lilianes Familie bleibt, während seine Eltern in Brasilien sind.Ab Band 4 taucht immer wieder der Schimpanse Armstrong auf, dem Liliane diesen Namen wegen seiner starken Arme gegeben hat. Mir stößt diese Namensgebung auf, weil Affen von Weißen immer wieder der Name von bekannten Schwarzen gegeben wird, in diesem Fall wäre Louis Armstrong der unbenannte Namensvetter. Ich vermute, dass dies bei der Autorin unbewusst eine Rolle gespielt hat.In den Büchern tauchen u.a. Themen auf, wie Mobbing (Band 1 und 5), Erpressung (Band 5) in der Schule, Lesbisch / Schwul-sein (Band 5 (Frauen) & 9 (männliche Pinguine)), Regenbogenfamilie (bei Menschen (Band 5), bei Tieren (Band 9)), Heteronormativität (Band 9), finanzielle Notlage (Band 5), politisches Engagement (Band 3 und 7), Papparazzi / Medienrummel (Band 7, 8 & 9), Misshandlung von Kindern / Verlassen der Mutter zum eigenen Schutz (Band 4), Akzeptanz des eigenen Kindes, wenn es anders scheint als die meisten (Band 6) Kriminalität (Schmuggel (Band 4)/Entführung (Band 7) /Verletzung der Persönlichkeitsrechte (Band 9), Tierquälerei (Band 4 & 5)). Es geht immer wieder um Tierschutz / Naturschutz / artgerechte Haltung etc.. All diese Themen werden in einer Weise aufgegriffen, die ohne „pädagogischen Zeigefinger“ auskommt.Zu Band 5: Slavika und Annabell Jansen, die mit einander verheiratet sind, werden von Lilianes Mitschülerin Wolke in Mutter (Annabell) und Ehefrau (Slavika) unterschieden. Wolke spricht von „meine Mutter und Slavika“. Liliane sagt an einer Stelle zu Wolke „Wir müssen mit dir und deinen Müttern sprechen … also mit Annabell und Slavika.“Slavikas Sohn Tom stellt sich Liliane und Jesajah als Wolkes Bruder vor und wird auch so weiterhin im Text bezeichnet. Slavika hat ein herzliches Verhältnis zu Wolke und begrüßt sie z.B. mit Kosenamen, so wie sie es auch mit Tom tut. Mehrfach werden alle vier oder auch Annabell und Slavika als „die Jansens“ bezeichnet oder Anabell und Slavika mit ihren Vornamen.Warum Wolke und Tom in jeweilige Mutter und ihrer jeweiligen Frau unterscheiden ist nicht klar. Es wäre auch möglich gewesen, deutlich zu machen, dass sie zwei Mütter haben und die eine von der einen und der andere von der anderen geboren wurde bzw. die biologische Verwandtschaft wegzulassen. Doch letztlich tauchen die vier als eindeutig zu einander gehörig und als Familie auf.Zu Annabell wird geschrieben, dass sie sehr hübsch ist, zu Slavika gibt es keine Bewertung ihres Aussehens.Auf den Illustrationen wird Slavika mit glatten, langen Haaren und Baseballkappe gezeigt, die mit dem Schild nach hinten gedreht ist und Annabell mit Pferdeschwanz aus dem einige Strähnen gelöst sind, die ihr Gesicht umspielen. Liliane blickt von „der braunhaarigen Frau mit Baseballmütze zu der blonden Dame“. Als Liliane und Jesajah ihnen berichten, dass eines ihrer Pferde von seinem Bereiter misshandelt wird, ist Annabell erschrocken und ringt nach Luft, während Slavika „tröstend die Hand ihrer Frau“ nimmt und die Initiative ergreift. Als der Bereiter wegen der Entlarvung kündigt, stößt Slavika ungehalten Sätze hervor, knirscht mit den Zähnen, verschwindet und Annabell folgt ihr verdattert. Als Liliane und Jesajah den Besitzer*innen eines Pferdes, das der Bereiter nach seiner Kündigung bei den Jansens trainiert, erzählt, dass dieser das Pferd misshandelt, ist es Slavika, die sie dabei unterstützt, Annabell wie auch Lilianes Mutter schweigen. An vielen anderen Stellen treten Slavika und Annabell Jansen gemeinsam auf und in ihren Handlungen wird nicht unterschieden.Diese Darstellung hat für mich einen Anklang des heteronormativen Klischees, dass es unter lesbischen (wie auch schwulen) Paaren eine Einteilung in Rolle als Mann und als Frau geben muss.Slavika spricht mit Akzent, allerdings wird nur benannt, dass Liliane das bemerkt, in ihrer wörtlichen Rede ist davon nichts zu merken. Ein Grund für den Akzent wird nicht genannt. Was das soll, ist mir unklar.In Band 3 misslingt aus meiner Sicht der Autorin der Umgang mit dem Thema „Behinderung“. Dort wird das Mädchen Feline gezeigt, die nach einem Unfall seit 2 Jahren querschnittsgelähmt ist und einen Rollstuhl verwendet. Feline ist noch 2 Jahre nach dem Unfall tief traurig. Als Grund wird genannt, dass sie vor der Lähmung sehr gerne schwamm. Unverständlicherweise braucht sie die Begegnung mit Liliane Susewind, um festzustellen, dass sie auch mit einer Querschnittslähmung schwimmen kann, obwohl das Wissen, dass Querschnittgelähmte, wenn sie ihre Arme bewegen können, schwimmen können, weit verbreitet ist. So wird ein sehr negatives und wenig selbstbewusstes Bild über das Leben mit Behinderung gezeigt, dass sehr stereotyp dem Blick vieler Nicht-Behinderter entspricht.Die „Liliane Susewind“-Reihe hat aus meiner Sicht viele positive Aspekte, doch das Unsichtbar-machen von Jesajahs Schwarz-sein (alle Bände) und die geringe Präsenz seiner Familie sind Wermutstropfen, ebenso den klischeehafte Anklang in den Darstellungen von des Paares Annabell und Slavika Jansen (Band 5) und des gelähmten Mädchens Feline (Band 3).Die Darstellung von Jesajahs Verhältnis zu seinen Großeltern bzw. deren Heimat und einem möglichen mehrmonatigen Aufenthalt in „Afrika“ als Katastrophe vergiftet für mich Band 9 und letztlich in Hinblick auf die Darstellung Schwarzer / PoC die ganze Reihe.
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