Ich weiß nicht so Recht, was ich erwartet hatte. Es war das x-te Buch, das ich in der Hoffnung kaufte endlich mal eins zu finden, was mich nicht nach 10 Tagen nervt und dann doch in der Ecke landet.Ich startete also mit eher mäßigen Erwartungen und las all den Text am Anfang eher so nebenbei.Dann passierte aber etwas Seltsames. Ich erwischte mich bei Tag 23 und dachte: "Huch, wie bist du denn so weit gekommen?" Und der nächste Gedanke: "Weil es mir Spaß macht und mich voranbringt."Es war echt schräg, ich habe aus dem Bauch heraus die Seiten und die Impulse genutzt die mir gut taten und jetzt auch noch gut tun und erst hinterher gelesen, dass es genau so auch gedacht ist.*Mach dein Buch daraus! Nutze es so, wie es dir gut tut und zu dir passt. Sei frei auch mal etwas nicht auszufüllen und beim nächsten Mal dann wieder doch.*Vielen Dank für dieses tolle Buch!
Schon nach kurzer Zeit mit diesem Erfolgstagebuch kann ich sagen, dass es mir nicht so gut gefällt.Die folgenden Punkte sind mir positiv aufgefallen:- In der Tagesübersicht kann man sich das/ die Ziel(e), auf die man sich heute konzentrieren will, noch einmal auflisten und dazuschreiben, was man konkret unternehmen will, um seinem Ziel näherzukommen. ("Näher zu kommen" ist in dem Planer übrigens falsch geschrieben. Laut Duden gilt hier Zusammenschreibung.)Allerdings habe ich eine To-Do-Liste lieber in meinem Smartphone, weil ich auch Dinge erledigen muss, die mit meinen Zielen direkt nichts zu tun haben. Und um alles hier aufzulisten, reicht der Platz natürlich nicht aus. Aber es ist gut, sich die wichtigsten Tagesziele noch einmal bewusst zu machen.- Für den Feel-Good-Faktor kann man verschiedene Smileys ankreuzen. Hier ist es gut gemacht, dass es sechs solcher Smileys gibt, man sich also schon mal grundsätzlich für gut oder schlecht entscheiden muss. Eine "goldene Mitte" gibt es nicht. So kann man sich nicht "durchmogeln".- Die Doppelseite Reflexion gefällt mir gut, weil sie sowohl den Blick in die Vergangenheit als auch den in die Zukunft berücksichtigt.Diese Dinge gefallen mir nicht:- Es gibt in der Einleitung zu wenig Platz, um seine Antworten gleich zu den Fragen dazuzuschreiben. In einem separaten Notizbuch nützen mir die Antworten nichts. Ich möchte alles beieinander haben.In der Einleitung fehlt mir die Konzentration auf längerfristige Ziele, einen 3- oder 5-Jahres-Plan, zum Beispiel. Auch ein 1-Jahres-Plan fehlt hier. Das Tagebuch ist ja nur auf 100 Tage ausgerichtet, aber dennoch finde ich eine Zielplanung, die in die Zukunft weist, wichtig. So fokussiert man sich zwar auf kurz- und mittelfristige Ziele, aber die langfristigen verliert man leicht aus den Augen.- In der Einleitung wird betont, wie wichtig es sei, Ziele zu terminieren, aber auf der Seite "Meine Ziele" gibt es keinen weiteren Hinweis darauf, dass man ein Datum eintragen soll. Ich empfinde das als Widerspruch zur eingangs so ausführlich erklärten SMART-Formel.- Schon nach einer Woche habe ich festgestellt, dass mir die 10-Tage-Struktur in diesem Tagebuch nicht gefällt. Sie verhindert, dass ich eine Routine entwickeln kann, nämlich die Routine einer Wochenrückschau, die immer am selben Wochentag stattfindet. Ich hätte eine 7-Tage-Struktur sinnvoller gefunden, weil sie dazu führt, dass man immer an denselben Wochentagen bestimmte Routinen aufbauen kann. Besonders ungünstig finde ich dies, weil in der Einleitung so sehr auf die Bedeutung von Routinen bei der Zielerreichung hingewiesen wird.- Bei den Tagesblättern finde ich es nicht nachvollziehbar, mit der Betrachtung von Gestern zu beginnen. Ich habe nach wenigen Tagen festgestellt, dass ich lieber den Tag am selben Abend noch einmal Revue passieren lasse, weil dann meine Erinnerungen daran noch frisch sind. Deshalb fülle ich die Tagesreflexion immer abends aus, auch wenn sie oben links auf der nächsten Doppelseite steht. Ich hätte auch einen Tag am liebsten auf einer Seite oder Doppelseite, aber nicht einen Teil davon am nächsten Tag.- Die Rubrik Gedanken - Ideen - Termine ist für meinen Alltag nicht tauglich. Ich habe ja noch sehr viel mehr Aufgaben zu erledigen, die nichts mit meinen Zielen zu tun haben. Außerdem fange ich sehr viel früher an als 08:00 Uhr. Deshalb nutze ich für meine Terminplanung eine App auf dem Smartphone. Dieses Tagebuch dient nur dazu, meine wichtigsten Lebensziele im Blick zu haben und über die Erledigung der dazugehörigen Aufgaben zu reflektieren. Zum Planen reicht der Platz in diesem Tagebuch gar nicht aus. Manche Aufgaben dauern nur kurz, aber sie sind dennoch wichtig und deshalb notiere ich sie mir in meiner App. Und da kommen dann viel mehr zusammen, als ich in diese Terminübersicht hineinschreiben könnte. Da orientiere ich mich lieber an "Getting Things Done" von David Allen. Vor allem, weil ich mein Smartphone immer dabei habe. Der Planer ist viel zu sperrig. In die Hosentasche passt er jedenfalls nicht.- Mit der Rubrik "Darum wird es ein guter Tag", kann ich nichts anfangen. Aus meiner Sicht wird es ein guter Tag, wenn ich meine Teilziele erreiche. Aber die stehen ja schon da. Was sollte ich dann noch eintragen?Fazit Ich würde dieses Tagebuch nicht wieder kaufen und auch nicht weiterempfehlen. Ich denke, ich hätte mehr davon, wenn ich ein leeres Notizbuch nach meinen Wünschen ausfüllen würde.