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Die Vampire sind zurück! Der Buchmarkt wird momentan ja wieder überschwemmt von Vampir Romanen und eigentlich hatte ich wenig Interesse, mich wieder mit dem Thema zu befassen. Aber die Auswahl ist einfach zu verführerisch und die prunkvollen Cover der Vampyria Trilogie haben mich letztendlich überzeugt. Los geht es mit „Der Hof der Finsternis“ und einem mehr als eindrucksvollen Schauplatz.Seit nun fast 300 Jahren herrscht der Sonnenkönig als Untoter über das Reich Magna Vampyria.Nur ausgesuchte Untote und Lebende dürfen an seinem düsteren Hof Versailles weilen. Der niederste Stand untersteht strengen Regeln und muss monatlich einen Blutzoll entrichten. Auch Jeanne gehört dazu. Als bei einer Kontrolle ihre gesamte Familie ermordet wird, nimmt Jeanne die Identität einer Adeligen an und gelangt so nach Versailles. Ihr einziges Ziel: In der Gunst des Königs aufsteigen und so Rache an den Mord ihrer Familie nehmen.Wow, was für ein wilder Ritt.Dieser Roman lässt wirklich keine Langeweile aufkommen, eine packende Szene jagt die nächste.Ein barockes Vampirreich zu erschaffen, was für eine Idee. Das bietet so viel Potenzial und das hat der Autor auch ausgenutzt. Das lesen hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, ich war schon lange nicht mehr so schnell mit einem Roman fertig und habe mir auch gleich Teil 2 bestellt.Jeanne als unsere Hauptfigur fand ich super. Eben weil sie keine klassische Heldin ist und auch über Leichen geht, um ihr Ziel zu erreichen und trotzdem nicht böse genug, dass man sie nicht mögen würde.Bei den anderen Charakteren gibt es so manche Überraschung, mit der ich gar nicht gerechnet hätte.Natürlich gibt es für Jeanne auch ein Love Interest. Das war manchmal hart an der Grenze zum Schnulz, hat sich dann aber immer im richtigen Moment wieder gefangen. Es ist definitiv keine Liebesgeschichte, auch wenn der Klappentext mir dem Satz „Traust du dich mich zu lieben?“ wirbt.Ganz im Gegenteil, der Roman spart nicht an Brutalität. Normalerweise bin ich da kein Fan von, aber es passt einfach auch zu dieser von Vampiren beherrschten Welt.Ein paar kleine Schönheitsfehlerchen gibt es dennoch.Die Sprache war mir manchmal zu modern. Das war bestimmt so gewollt, immerhin spielt der Roman 300 Jahre nach dem Tod des Sonnenkönigs, also müsste es eigentlich 2015 sein, auch wenn die Zeit ansonsten definitiv im Barock stehen geblieben ist. Trotzdem mochte diesen modernen Touch irgendwie nicht.Manche Begriffe wie „Schluck des Königs“ oder „Bösemund“ fand ich total dämlich, aber vielleicht ist es auch nur schlecht übersetzt worden. Letzteres auch so eine Sache, die ich nicht hätte haben müssen, aber möglicherweise spielt das in den kommenden Romanen noch eine wichtigere Rolle.Ansonsten bin ich absolut zufrieden und froh, dass ich mich doch wieder in die Welt der Vampire gewagt habe.5 Sterne für diesen wunderbaren Auftakt!
Der französische Hof des Sonnenkönigs wird von Vampiren beherrscht, an deren Spitze ein dunkler Herrscher, dessen Gesicht von einer metallenen Maske verborgen wird, mit unbarmherziger Hand regiert. Das Volk, es leidet, denn es muss nicht die Opfer für den Prunk am Hofe, sondern auch Blutzoll leisten. Das eine solche Ausgangssituation nicht ohne Widerstand bleibt, lehrt uns die Geschichte. Doch die Aufständischen werden verfolgt. Ihrer Familie durch eine brutale „Polizeiaktion“ beraubt, schwört die Heldin dieser Geschichte Rache an den Tätern. Das bringt Sie an den Hof, wo sie ständig Gefahr läuft, enttarnt zu werden. Die Story überrascht mit einem interessanten Twist und endet mit einem „Cliffhanger“. Dieser macht Lust auf die Fortsetzungen.Die Sprecherin des Hörbuches wirkt ein wenig zurückhaltend in ihrem Spiel mit den verschiedenen Charakteren. Trotzdem lässt sich trefflich bis zum Schluss ihrer Lesung lauschen.
Die Geschichte ist von Beginn an sehr mitreißend geschrieben. Die Welt der Vampire ist dabei durchdacht und in vielen liebevollen Details beschrieben. Dadurch wirkt das ganze Setting der barocken Tyrannen-Herrschaft über das Reich Magna Vampyria extrem realistisch.Die Figuren gewinnt man sehr schnell gern. Sie haben alle Tiefgang. Besonders Hauptfigur Jeanne, die weit davon entfernt ist, eine glatt gebügelte Heldin zu sein.Ich muss zugeben, mir war die Erzählung, besonders der Anfang der Geschichte, zu brutal und blutig. Aber das ist wirklich eine reine Geschmacksfrage. Und man gewöhnt sich auch etwas daran.Was ich verwirrend fand, war, dass das Buch oft als Auftakt einer großen romantischen Fantasy-Saga beschrieben wird. Dabei ist bis weit über die Hälfte der Geschichte kein Hauch von Romantik zu spüren. Später gibt es ein paar wenige romantische Szenen, aber wer hier die großen Gefühle sucht, ist fehl am Platz.Das Finale von Jeannes wildem Treiben in Versailles ist fulminant. Ich werde hier nichts verraten, außer dass ich die letzten 200 Seiten gelesen habe, ohne abzusetzen
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Letzte Aktualisierung: 17.10.2026 18:15 Uhr.