Friedhöfe sind Orte der Ruhe, der Trauer und der vielen Geschichten, die oftmals unerzählt bleiben. Sie sind Begegnungsstätten für Trauernde und letzte Ruhe für die Toten. Orte voller Leben, mit wunderschönen Parks und eindrucksvollen Grabmälern, die zum Verweilen, Nachdenken und Sinnieren einladen.Zusammengefasst im Buch "Auf stillen Wegen" lädt Bernd Zillich Interessierte zu 22 Spaziergängen ein, die zu idyllischen kleine Plätzen, imposanten Denkmälern und ausgefallen Grabstätten führen und die Friedhofs- & Bestattungskultur näher erläutern. Zwischen Sargpflicht, Liegezeiten und Bestattungsritualen anderer Religionen und Kulturen findet sich Lesenswertes und Wissenswertes.Mausoleen, kunstvoll geschmiedete Grabkreuze, schlichte Gedenkstätten, individuelle Grabmale oder die letzte Ruhestätte unter einem dichten Blätterdach - auf Münchens Friedhöfen gibt es viel zu entdecken. Neben bekannten Persönlichkeiten wie Rudolf Mooshammer, Helmut Fischer, Joopi Heesters, Michael Ende, Geschwister Scholl, Vera Brühne, Leni Riefenstahl oder Anna Wimschneider liegen auch die Bürger:innen Münchens, deren (Lebens-)Geschichten für immer verloren sind, da sie niemand erzählt oder aufgeschrieben hat.Beklemmende Augenblicke an der Gedenkstätte für ungeborene Kinder, am Mahnmal des Todesmarsches oder an den schlichten Grabkreuzen der Geschwister Scholl wechseln sich mit fast schon melancholischen Momenten am Grab von Michel Ende, Pierre Brice oder Ruth Leuwerick ab.Prachtvolle Bauten, modernes Design oder wildromantischer Garten - die Friedhöfe Münchens sind so vielfältig wie die Stadtgeschichte und daher auf jeden Fall einen Spaziergang wert.
Klappentext:„Spaziergänge zu Grabstätten mit GeschichteSpazieren Sie durch München entlang außergewöhnlicher Grabsteine und Grabskulpturen berühmter Münchner.Sie sind Orte der Stille und der Trauer: Friedhöfe. Aber sie sind auch Orte der Natur sowie der Architektur- und Zeitgeschichte. Folgen Sie diesem ungewöhnlichen Spazierführer zu Münchens berühmtesten Friedhöfen und erfahren Sie alles über deren Historie, berühmte Tote und das Leben derer. Entdecken Sie die Münchner Friedhöfe vom Alten Nordfriedhof bis zum Neuen Südfriedhof, vom Laimer Friedhof bis zu den Grabstätten im Weltwald Freising. Mit wissenwerten Informationen zu Symbolen auf Grabsteinen, Bestattungskultur, Bestattungsarten und Bestattungsritualen anderer Glaubensrichtungen.Reiseführer für Münchner: 22 Spaziergänge auf Münchens FriedhöfenInteressante Anekdoten zu berühmten Persönlichkeiten, die hier begraben liegen (Rudolph Moshammer, Erich Kästner, Helmut Fischer, Geschwister Scholl, Michael Ende, Pierre Brice uvm.)Mit Kapiteln zu: Nordfriedhof, Friedhof Untermenzing, Ostfriedhof, Friedhof Haidhausen, Friedhof Bogenhausen, Friedhof Riem, Friedhof St. Stephan/Berg am Laim, Alter Südfriedhof, Neuer Südfriedhof, Islamische Bestattungskultur, Friedhof am Perlacher Forst, Waldfriedhof Solln, Jüdische Bestattungskultur, Bestattungskultur im Wandel, Friedhof Nymphenburg, Friedhof im Weltwald bei Freising“Auf den Friedhöfen selbst, haben nicht nur die Toten Geschichten zu erzählen, es sind die Örtlichkeiten an sich die ebenfalls oft mehr als besonders sind. Friedhöfe sind nicht nur Orte der Trauer und Ruhestätte der Toten, sie sind auch Orte der Stille und der Einkehr. In diesem kleinen Büchlein geht es um den Ort an sich eben mit bekannten Grabstellen und den Geschichten rund um die Örtlichkeit an sich rund um und in München. Egal ob Grabsteine, Bestattungsarten und Riten, hier werden auch verschiedene religiöse Zeremonien betrachtet. Alles stilvoll untermalt mit Bildern.Dass dies aber keine Pilgerstätten seien sollen oder gar werden wird überall diskret benannt. Der Toten darf keinesfalls ihrer Ruhe beraubt werden und das steht überall im Vordergrund. Aber ein leiser und stiller Spaziergang ist überall möglich. 4 von 5 Sterne
Es sind besondere Spaziergänge, die hier beschrieben werden.Die Ruhe und Stille, die man hier schon aus Respekt gegenüber den Verstorbenen und den Trauernden, beibehalten muss, sind das Besondere, die diese Gänge so wertvoll machen. Hier muss man schon sehr achtsam sein mit der speziellen Umgebung und auch mit sich selbst.Wie der Autor im Vorwort beschreibt, sind Friedhöfe längst nicht mehr nur den Toten und Trauernden, sondern auch allen geöffnet und sowohl Gedenkstätte als eben auch Lebensraum für Artenvielfalt. Mitten in der Stadt: Eine Oase.Man kann sich diesen Stätten auf vielfältige Weise nähern: Aus Interesse an Geschichten (Ich persönlich liebe besonders die Spaziergänge in den Bereichen längst Verstorbener, wo mir die Lebensdaten keine Tränen mehr in die Augen treiben) , aus dem Bedürfnis nach Ruhe, aus Interesse an Flora und Fauna usw.Das vorliegende Buch zeigt die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten auf und bietet viele Sachinformationen: Gräberkennzeichnung, - auffindung, Öffnungszeiten, Wissenswertes um die Münchner Friedhofskultur und die einzeln und ausführlich beschriebenen 22 Spaziergänge, aufgeteilt in Münchner Norden/Osten/Süden/Westen und außerhalb Münchens. Als Special gibt es noch Kurzadressen von 10 weiteren Friedhöfen, so dass wir insgesamt 32 Destinationen zur Auswahl haben.In der vorderen Innenklappe eine praktische Kartenübersicht.Die einzelnen Beschreibungen enthalten Fotos, individuelle Textbeschreibungen und Verweise auf besondere Gräber. Am Ende erhalten wir jeweils eine einseitige Übersicht mit allen wichtigen Fakten wie Adresse, Anfahrt, Gräberinfo, Einkehr, Umgebung.Einkehr - das klingt nach Ausflugsziel und vielleicht absonderlich. Allerdings gehören ja Friedhof und naheliegende Gaststätte schon irgendwie zusammen und es liegt an einem selbst, daraus kein lautes Freizeit-Event zu machen.In diesem Zusammenhang stört mich einzig der Begriff "Abenteuer Münchner Friedhöfe", den der Autor im Vorwort benutzt. Aber das ist nur ein erster Moment der Irritation.Beim Durchlesen empfinde ich dieses Buch als Anregung wunderbarer Auszeiten.