Meine MeinungCover: Durch das Cover wäre ich niemals darauf gekommen, was für ein unglaubliches Buch Like Gravity ist. Auf den ersten Blick ist es ein typisches LYX Buch, welches absolut in die Ästhetik dieses Verlags passt. Ich habe mich sofort in dieses Cover verliebt. Es ist wunderbar schlicht, beinhaltet aber kleinere Details, die einem erst beim zweiten Hinsehen auffallen. Like Gravity macht bestimmt eine super Figur im Bücherregal und wäre ein Buch welches sein Cover bei mir stolz, der Welt zeigen darf. Mir gefällt die Farbgebung und die dadurch entstehende Optik einer Galaxie.Schreibstil: Julie Johnson hat mich absolut umgehauen. Sie hat es tatsächlich geschafft zwei Genres in einem Buch zu vereinen, ohne dass der Übergang komisch war oder dass ein Genre fehl am Platz wirkte. Innerhalb weniger Seiten war ich so dermaßen in den Bann gezogen, dass die Zeit verfolgen ist wie nichts. Jedes Mal, wenn ich das Buch zur Seite legen musste, war ich leicht verärgert, denn eigentlich wollte ich jedes verdammte Mal wissen, wie es weitergeht. Denn die Autorin beendet jedes Kapitel mit einem Cliffhanger der mich sofort weiterlesen lassen hat. Sie schreibt detailliert, aber sie schmückt das Geschehen auch nicht zu sehr aus, sodass es zu viel werden könnte. Gerade dadurch das sie kaum ein Blatt vor den Mund nimmt war es für mich perfekt geschrieben.Handlung: Die Handlung war für mich das absolute Highlight. Ich hatte wirklich etwas vollkommen anderes erwartet, vor allem nachdem ich zunächst den Klappentext gelesen hatte. Julie Johnson hat mich mit ihrem Plot mitgerissen und in die Welt von Brooklyn und Finn gerissen. Er war grandios ausgeklügelt und absolut unvorhersehbar. Selten ist mir ein Plot untergekommen, der so viele Wendungen hat und dabei nicht überladen wirkte. Es ist einfach genial, auf welche Ideen Julie Johnson gekommen ist und wie gekonnt sie diese eingeflochten hat. Es fällt mir persönlich wirklich schwer die Handlung zu rezensieren, ohne einen möglichen Spoiler einzubauen, denn die besten Handlungsstränge sind nunmehr auch jene die dieses Buch ausmachen. Einzig meine Gedanken zu dem ersten Kapitel kann ich schon hier teilen, denn sie lassen keine weiteren Schlüsse auf die weitere Handlung zu. Nachdem ich also das erste Kapitel, respektive den Prolog gelesen hatte, war mein erster Gedanke: „Wow Julie Johnson liebt scheinbar dramatische Anfangsszenen!“. Später wurde ich belehrt das sie sich mit der Dramatik nicht nur im Prolog ausgelassen hat. Trotzdem wirkte die Handlung für mich nie gestellt oder so surreal, dass ich sie mir nicht mehr vorstellen konnte.Charaktere: Brooklyn, Lexi, Finn und auch Tyler sind starke Charaktere. Während Brooklyn und Finn hauptsächlich mit ihrer Vergangenheit und deren Verarbeitung punkten, sind Tyler und vor allem Lexi für mich so etwas wie die guten Seelen des Buches gewesen. Zu den guten Seelen zähle ich definitiv auch noch einen weiteren Charakter, den ich aber ungern Spoilern möchte. Mir gefiel sehr gut, dass alle ihre Ecken und Kanten haben und keineswegs ein perfektes Leben führen. Dieses Gefühl schleicht sich ja meist schnell bei Charakteren aus dem New Adult Bereich ein, doch gerade durch das Vermischen der Genres wirkte niemand perfekt. Besonders wurde das Buch durch einen versteckten Charakter, der erst zum Ende hin wirklich auf der Bildfläche erschienen ist.Erstaunlich fand ich vor allem die Charakterentwicklung, doch ohne zu spoilern wird es hier schwierig das zu erklären. Sagen wir es mal so: am Anfang hätte ich nie damit gerechnet, dass das Buch mit dieser Entwicklung eines einzelnen Charakters endet, denn diese steht im krassen Gegenteil zum anfänglichen Charakter.Fazit: Für mich ist Julie Johnson die Queen dieses Genres. Bis auf Lena Kiefer hat kein Autor geschafft New Adult und Krimis zusammenzuführen und mich dabei so zu fesseln. Schon mit dem ersten Kapitel war ich geflasht. Man merkt, dass sie dramatische Szenen liebt und gerade zu Anfang ist es für mich perfekt platziert. Julie Johnson hat es geschafft mich mit den ersten paar Sätzen so zu fesseln, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Mir gefiel alles, der Schreibstil, die Handlung und die Charaktere. Die Rückblenden und die Parallelen zu der Vergangenheit machten alles nochmal realer. Bee und Finn erinnern mich an das perfekte Paar und es ist unfassbar was die beiden durchmachen müssen und mussten.Alles in allem hätte ich, als ich dieses Buch angefragt habe nie gedacht, dass sich hinter dem doch unscheinbarem Cover ein potenzielles Jahreshighlight verbirgt. Ich kann Like Gravity wirklich jedem empfehlen, der eine fesselnde Romance lesen möchte, die nicht wirklich der Norm entspricht und die ein oder andere Wendung enthält. Definitiv ist dieses Buch nichts für schwache Nerven denn es werden Extremsituationen dargestellt, die für manche sicherlich zu detailliert sind. Doch für mich war dieses Buch perfekt, hat absolutes Jahreshighlightpotenzial und gehört ab sofort zu meinen Lieblingsbüchern.Genau aus diesem Grund kann ich nicht anders als dem Buch volle 5 Sterne zu geben und mich schon jetzt auf neue Werke von Julie Johnson zu freuen.Cover: 5 von 5 SternenSchreibstil: 5 von 5 SternenHandlung: 5+ von 5 SternenCharaktere: 5 von 5 Sternen
Brooklyn Turner sieht als 6-jährige, wie ihre Mutter brutal ermordet wird. Viele Jahre kapselt sie sich ab und führt lediglich oberflächliche Freundschaften. Ihre Freundin Lexi ist durch Kindheit und Jugend die einzige Konstante in ihrem Leben. Doch dann trifft sie Finn Chambers und obwohl sie ihn hassen will, kommt sie ihm immer näher. Eines Tages jedoch holt ihre Vergangenheit sie ein.Seit der Faded-Dilogie liebe ich die Autorin Julie Johnson für ihren gefühlvollen Schreibstil. „Like Gravity“ ist ganz anders und auch nicht ganz so gefühlvoll. Doch auch hier verleiht die Autorin ihrer Hauptfigur eine ungeheure Tiefe. Brooklyn wächst mir im Laufe des Buches sehr ans Herz und wenn sie mal wieder etwas macht, was mich ärgert, möchte ich ihr einen Tritt in den Hintern verpassen, damit sie noch einmal über ihr Verhalten nachdenkt. Doch gerade durch ihre Fehler wirkt sie nicht eindimensional, sondern wie eine Persönlichkeit aus dem echten Leben mit Ecken und Kanten.Die Geschichte ist facettenreich. Julie Johnson lässt uns erleben, wie Brooklyn Finn nach und nach an sich heranlässt, wie sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt und ihre Mauern einreißt. Dadurch konnte ich als Leserin einer schönen Liebesgeschichte beiwohnen. Wobei für uns als Lesende manche Zusammenhänge deutlich sind, die Brooklyn einfach nicht verstehen will oder kann.Doch das Buch ist nicht nur eine Liebesgeschichte. Durch das Verbrechen zu Beginn des Buches und dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart ist es auch eine Geschichte über Freundschaft und zudem ein bisschen Krimi. Das machte die Erzählung für mich sehr spannend. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin es geschafft hat, sich nicht einfach zu wiederholden, sondern eine ganz neue Geschichte zu erzählen. Gerade im Genre des Liebesromans gleichen sich die Erzählungen sehr. Julie Johnson erzählt jedoch nicht wieder die gleiche Geschichte, ein wenig abgeändert. Daher freue ich mich schon auf die nächsten Bücher der Autorin.