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Ist das ein Mensch? | Primo Levi | Audio-CD | 6 Audio-CDs | Deutsch | 2020 | Der Audio Verlag GmbH
Bewertungen & Erfahrungen
5,0 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★6
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2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion26.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Hörbuch ist eine unglaublich eindringliche und bewegende Auseinandersetzung mit den erschütternden Erfahrungen Primo Levis im KZ-Auschwitz und macht einen tiefen und wichtigen Eindruck. Ich empfehle es jedem, der sich mit dieser historischen Tragödie auseinandersetzen möchte.
Redaktion26.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Hörbuch ist eine unglaublich eindringliche und bewegende Darstellung der erlebten Zeit Primo Levis und bietet ein tiefes und wichtiges Verständnis für die Geschichte des Holocaust. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Kann man für so einen Bericht weniger als 5 Sterne geben?Das Buch führt einen schonungslos in die schlimmste Zeit der deutschen Geschichte. Mehr kann ich dazu nicht sagen, außer: lest es.
Der italienische Schriftsteller und Chemiker (1919-1987) überlebte als junger Mann das KZ Auschwitz. Glück, viele Zufälle und ein starker Überlebenswille halfen ihm dabei. Kurz nach der Befreiung schrieb es seine Erinnerungen nüchtern und sachlich nieder: Es ist die Geschichte von Menschen, denen das Menschsein abhandengekommen ist. Das gilt für die NS-Verbrecher auf der Bewacherseite sowieso, aber auch für die Häftlinge.Levi schildert in wenigen Kapiteln die katastrophalen, entwürdigenden und menschenverachtenden Bedingungen im Lager. Sie zwingen jeden einzelnen dazu, gültige humanistische Grundsätze, wie die Würde des Menschen oder den Respekt vor anderen, einfach außer Kraft zu setzen. Es gibt kein Mitleid mit anderen, niemand ist vor Übergriffen der anderen sicher. Mord und Totschlag, Raub, Diebstahl, Tricksereien, Betrug – jedes Mittel ist Recht, um das eigene Überleben zu sichern.Levi schildert die Situation so krass wie sie war und schont sich selbst nicht. Das Dilemma, in dem jeder Häftling steckte: Er musste für sein eigenes Überleben meistens einen anderen opfern. Und doch gab es hier da Solidarität, Uneigennützigkeit und sogar Freundschaften. Levi berichtet auch darüber, denn diesen Menschen hat er sein Überleben zu verdanken.„Mensch ist, wer tötet, Mensch ist, wer Unrecht zufügt oder erleidet. Kein Mensch ist, wer jede Zurückhaltung verloren hat und sein Bett mit einem Leichnam teilt. Und wer darauf gewartet hat, bis sein Nachbar mit Sterben zu Ende ist, damit er ihm ein Viertel Brot abnehmen kann, der ist, wenngleich ohne Schuld, vom Vorbild des denkenden Menschen weiter entfernt als der roheste Pygmäe und der grausamste Sadist.“Das Buch ist kurz und knapp geschrieben, liest sich schnell und hat auch Jahrzehnte nach seiner Niederschrift nichts von seiner Kraft verloren.
Da durchlebt und überlebt Primo Levi alle möglichen Quäl und Tötungslager der Nazis, schlägt sich durch halb Europa durch und kommt doch tatsächlich wieder in seinem geliebten Italien mehr tot als lebendig an. Und dann nimmt er sich 1987 im geliebten Turin das Leben... Ich kann es nur registrieren, akzeptieren, aber nicht verstehen. Meine Frau und ich haben gleich mehrere Exemplare bei Amazon bestellt und es an andere Bekannte weiter geschenkt. Und tatsächlich wurden notorische Juden-Skeptiker äußerst nachdenklich und kleinlaut nach dem sie die letzte Seite umgeblättert hatten.Man fragt sich wie ein Mensch das aushält. Und wie ein Kritiker hier meinte, dass er gerne mehr detaillierte Gefühlsregungen und Emotionen bei Levi gelesen hätte, stattdessen sei das Buch eher kühl, distanziert gewesen.Ich vermute, ein Mensch hält so etwas meistens nur dann aus, und wird dabei nicht verrückt, wenn er demgegenüber schützend kühl und irgendwie lebensnotwendig distanziert wird. Man beginnt sich eine Überlebensstrategie anzueignen, ungeachtet dessen ob andere das später mal bezüglich des literarischen Stiles etwas stört. Dass diese Prägung durch so schreckliches, nicht einfach um der Leser willen zur Seite gelegt werden kann sollten wir nach solchen Erlebnissen akzeptieren. Wir hier, haben vom gemütlichen Kaffee-Tisch aus leicht reden und zu erwarten oder gar zu fordern...So ein jahrelanger Albtraum verändert schließlich eine ganze Persönlichkeit. Vielleicht ließ er aber (leider) doch mal für einige Augenblicke die Emotionen durch den kühlen Sicherheitspanzer durchbrechen, das war dann eben an jenem Frühlingsabend 1987 in Turin. Er hatte es nicht überlebt.
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Letzte Aktualisierung: 28.09.2026 18:13 Uhr.