Ich beschäftige mich nun schon seit etlichen Jahren mit dem Thema Aurachirurgie. Deshalb habe ich mit Spannung dieses Buch erwartet.Der Überblick:1. Sehr großes Manko: Die Qualität der Bilder = Der Autor hätte gut daran getan die Bilder in einer druckfähigen Qualität an die Druckerei zu geben.2. Viele Bilder sind entschieden zu klein. Auch deshalb weil sie in einigen Tabellen miteingearbeitet wurden und damit auf ein winziges und unscharfes Bisschen zusammenschrumpfen. Gerade Körperhaltungen sieht man dadurch gar nicht im Detail. Schon gar nicht anatomisch funktionell richtige Körperhaltungen! Was über Bilder selbst schon schwer, wenn gar nicht zu erkennen ist.3. Für Laien ist dieses Buch nicht geeignet. Erklärung: In vielen "Beispielen", Darstellungen werden Fachbegriffe gebraucht, die vielleicht für Ärzte oder gut geschulte/weitergebildete Heilpraktiker erkenntnisreich und selbsterklärerisch sind. Für den Laien ist dieses Buch nichts was einen erhellenden Charakter hätte.Beispiel aus Seite 85 (Ausgabe2017)Zitat:"Aura-Aktivierung von prämaturen Beta-Zellen in der Regeneration von geschädigtem Pankreasgewebe bei Typ-1-Diabetikern zur Steigerung der Insulinproduktion. Ohne zu wissen, dass diese Möglichkeit der Regeneration von prämaturen Beta-Zellen im Pankreas existiert, wird der Arzt keine entsprechende Intentionalität in der aurachirurgischen Behandlung formulieren können. In Kenntnis dieser Möglichkeiten initiiert der aurachirurgisch tätige Arzt den heilenden Prozess und begibt sich geistig in das regenarative Feld zu Reaktivierung der prämaturen ß-Zellen, ohne im Sinne der Schulmedizin direkt den Regenerationsprozess zu steuern."Für Laien ist dieses Buch also nicht zu empfehlen. Es sei denn man hat Spaß und Zeit und entsprechende Lektüre zum Nachschlagen und puzzelt sich die menschliche Anatomie und deren verschiedene Prozesse des Lebens im menschlichen Körper zusammen, um so dann dieses Buch und seine spezifischen Ausführungen und Behandlungen verstehen zu können.4. Auch die durchzuführenden Anwendungsbeispiele sind nicht für Laien gemacht. Super für Ärzte ansonsten ein NoGo. Beispiel aus Seite 396 (Ausgabe 2017):Zitat "Aurachirurgisches Procedere bei Gefässverschluss: Abklemmen des Gefässes proximal und distal des Verschlusses, Eröffnen mit dem Skalpell, Auskratzen, des Gefässinhalts, Abtragen des Endthels und der Intima, Absaugen des Blutthrombus und der Gewebsstrukturen mit der Spritze, Verschließen des Gefässes mit der Gefäßnaht, Klemmen enfernen." usw. usw. usw.5. Was hier in einigen Rezensionen schon öfter angebracht wurde: Der Autor beschäftigt sich mit Kampfsport und hält Körperhaltungen aus diesen Bereich für Therapiezwecke (begleitend zur Aurachirurgie) für angebracht. Das Thema Aurachirurgie ist schon so abwechselungsreich und vielschichtig, dass asiatische Sichtweisen wie die 5-Elemente Wandlungsphasen für mich persönlich noch ganz interessant sind, jedoch mit zusätzlichen Körperhaltungen aus dem asiatischen Kampfsport den Rahmen sprengen. Auch könnte man sich die hier die Frage stellen, wenn es denn schon Körperhaltungen sein sollen, warum greift der Autor nicht in unsere gemeinsame mitteleuropäische Vergangenheit und nutzt z.B. Runen und Runenkörperhaltungen?Wem sich jetzt die Nackenhaare bei diesem Gedanken sträuben, der darf deshalb bei sich selbst fragen: Was hat Aurachirurgie mit sportlichen asiatischen Körperhaltungen und Intonationen zu tun? Vielleicht ganz viel? Aber muss man alles in ein Buch verarbeiten nur weil man es kann?Besser wäre es dieses Kapitel auszulagern und ein gesondertes Buch darüber zu schreiben, welches sich ausführlich mit diesem Thema auseinandersetzt und am Ende zu einer logischen Schlussfolgerung beim Leser führt, warum dann Haltungen, Bewegungen und Intonationen begleitend für eine Anwendung in der Aurachirurgie nützlich oder gar förderlich sein können. Auch sollte man unterscheiden zwischen asiatischen und heimischen zur Verfügung stehenden Mitteln.Ich selbst finde es viel zu ablenkend und abschweifend von diesem spannenden Thema der Auirachirurgie.6. Für einen Laien sind die Bilder (war es Bioresonanz?) mit den vielen Kreisen, Dreiecken, Quadraten nicht selbsterklärerisch. Auch hier sind die Bilder wieder so unscharf, dass ein alleiniges nachforschen und neugierig machen unterbunden wird. Grundsätzlich weiss man schon was gemeint ist. Braucht man jedoch dazu so viele Beispiele? Und dann noch in dieser schlechten Bildqualität? Ich weiss ich wiederhole mich, jedoch veranschaulicht dies die Unlust dieses Buch auch nur weiterzulesen. Und was bringt es dem Laien, wenn diese Apparatur nicht im eigenen Besitz ist um sie für aurachirurgische Selbstanwendung zu nutzen? Schon bei dem Grundkurs beim Herrn Klügl fand ich diese Aparatur ganz toll und was man damit ausfindig machen kann.Aber hier wird auch schon wieder nur eine Maschine benutzt, um "etwas" herauszufinden, was mit einer Person nicht "in Ordung" ist. Anstatt das Fühlen und Erspüren wieder stärker miteinzuflechten, was ja bei so vielen Ärzten und Heilpraktikern (auch leider oft) abhanden gekommen ist. Welcher Arzt palpiert heutezutage noch? Oder nimmt den Körper-Geruch seines Patienten als Grundlage für seine Diagnose? Vielleicht ist dieser Apparat dem Grundgedanken der "modernen Medizin" geschuldet die immer alles Wiegen und Messen möchte. Und NUR dann ist es wissenschaftlich.Hier sehe ich persönlich wieder die Gefahr, dass auch die Aurachirurgie sich eventuell in sich selbst verrennt und vom ursprünglichen Volksheilgedanken abwendet.Abschließendes Fazit:Für Laien oder Einstieger ist das Buch ungeeignet.Für Laien und Einsteiger die Aurachirurgie aktiv lernen und kennenlernen möchten kann man auch einen gut ausgebildeten Schamanen oder Schamanin besuchen die einem das beibringen. Das heißt dann: Schamanische Extraktion. Ja. Aurachirurgie gibt es schon seit tausenden von Jahren! Nicht erst seit Gerhard Klügl. ;-)Wer trotzdem ein gutes Buch für den Einstieg sucht: "Quantenland-Ein Leben als Aurachirurg".Für entsprechend gut ausgebildete Ärzte und Heilpraktiker ist das Buch bestimmt ein Gewinn. Wenn da nicht diese schlechten, verpixelten Bildern wären!