Der Philosoph als Autodidakt Hayy ibn Yaqzan - Abu Bakr Ibn Tufail Kartoniert (TB)
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EAN 9783787336401

Der Philosoph als Autodidakt Hayy ibn Yaqzan - Abu Bakr Ibn Tufail Kartoniert (TB)

Hersteller: Ibn Tufail, Abu Bakr  ·  MPN: 1220564
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Produktfakten auf einen Blick

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Ibn Tufail, Abu Bakr
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9783787336401
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Produktbeschreibung

Der Philosoph als Autodidakt. Hayy ibn Yaqzan | Ein philosophischer Insel-Roman | Tufail | Buch

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 18.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieser Band ist ein faszinierendes und tiefgründiges Werk, das die Philosophie auf eine sehr zugängliche Weise vermittelt und mich absolut begeistert hat. Die Darstellung ist hervorragend und macht das Lesen eines klassischen philosophischen Textes zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Redaktion 18.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Der Roman ist intellektuell anspruchsvoll und bietet tiefgehende philosophische Gedanken, allerdings ist die Darstellung etwas dicht und für manche Leser möglicherweise zu abstrakt.
Redaktion 18.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Perfekt!
Werner Titz 28.05.2024 amazon.de
-Der verdienstvolle Meiner-Verlag hat ein schönes kleines buch herausgebracht, das uns die arabische Philosophie in Erinnerung ruft und die Tatsache, dass es auch auf dem Boden unseres Kontinents Europa einmal eine Blütezeit dieser Kultur gab.Der Autor, Abu Bakr Ibn Tufail wurde 1106 in Guadix in Andalusien geboren. Er war Philosoph, Astronom und Arzt. Wobei Letzteres ihm besondere Privilegien verschaffte, weil er Leibarzt des Sultans war.Und natürlich war er auch Schriftsteller, denn dieses Buch ist auch als ein früher Inselroman zu lesen: ein Kind wächst auf einer menschenleeren Insel auf; der Knabe überlebt, weil sich eine Gazelle des Säuglings annimmt. *Sie säugte ihn, wenn er nach Milch verlangte, und führte ihn zum Wasser, wenn er Durst hatte. Sie spendete ihm Schatten, wenn die Sonne brannte, und wärmte ihn, wenn er fror*.Als die Gazelle, die die Mutterrolle übernommen hatte, stirbt, ist das Kind allein auf sich gestellt. Es bemerkt, dass sich die jungen Gazellen ganz anders entwickeln als er, und niemand versteht ihn mehr in den Lauten mit denen er sich mit der Gazellen-Mutter verständlich machen konnte. Um den Grund für den Tod der vermeintlichen Mutter zu finden, schneidet er den toten Körper auf und legt das Herz frei. Nach dieser Erfahrung des Inneren eines Körpers lernt er auch, sich mit Tierhäuten zu bekleiden, Schuhe und Fäden zu machen und was er sonst noch zum Überleben braucht.Danach stellt er Betrachtungen über die Natur an, lernt die Vorgänge, wenn die Blätter welken, wenn sie abfallen und neue Knospen kommen; er lernt, was es mit Wasser auf sich hat, und mit Feuer. Er macht Lebenserfahrungen im direkten Sinn des Wortes und lernt zu verstehen, dass alles, was eine dreidimensionale Ausdehnung in Länge, Breite und Tiefe hatte, ein Körper war.Seine Insel befand sich praktischerweise am Äquator, was seine Himmelsbeobachtungen erleichterte und er sah, dass ein Stern auf einer kleinen Umlaufbahn und ein Stern auf einer großen Umlaufbahn, die zusammen aufgingen, auch wieder zusammen untergingen. Wodurch ihm klar wurde, dass die Himmelsphäre die Gestalt einer Kugel hatte und dass alles – auch Erde, Wasser, Luft, Pflanzen, Tiere, *ein einziges Ding* waren, und dass *die ganze Welt des Entstehens und Vergehens in ihrem Inneren dem Inhalt und den Organen eines Tierbauchs entsprach, * mit den verschiedenen Säften und Abfallstoffen, in denen oftmals auch Lebewesen entstanden.*Naheliegend für die Zeit der Entstehung dieser Erzählung ist, dass der Einsiedler zum Schluss kommt, dies alles müsste einen unkörperlichen Urheber haben, der mit den Sinnen nicht wahrnehmbar sein kann weil er kein Körper ist.Wie die Geschichte weitergeht, soll nicht verraten werden, lässt sich aber ahnen. Wobei aber zentrale Teil der Entdeckung der Welt durch den von der Gazelle gesäugten Einsiedler sicher der interessantere Teil der Geschichte ist.Ein weiteres Plus dieses Buches ist, dass der Erzählung eine Einleitung und eine ausführliche Rezeptionsgeschichte von Patric Schaerer vorangestellt sind, in der auf die Position des Autors zwischen den für ihn maßgeblichen Philosophen Ibn Sina und al-Gazali eingegangen wird, sowie auf Reaktionen außerhalb der arabischen Kultur, wie Gottfried Wilhelm Leibniz, Lessing, Moses Mendelsohn und Spinoza, und auf den Philosophen Martin Buber, der zur Wiederentdeckung dieser philosophischen Erzählung im 20. Jhdt. beigetragen hat und für den die Geschichte ein Beweis ist, dass der Mensch seine Vernunft braucht, und keinen Glauben, um die Welt zu erkennen.-
Dr.Lothar Kraft 28.05.2024 amazon.de
Warum fand ich das Buch interessant? Eine philosophische Robinsonerzählung, über das Entstehen von Wissen, aus dem Mittelalter. Zwischen 800 und 1200, grob gerechnet, gab es in Cordoba, Sizilien, Alexandria, Bagdad und an anderen Orten, eine zwar nicht immer konkliktfreie, aber in hohem Masse intellektuelle Kulturblüte, an der Juden, Christen und Muslime beteiligt waren. Sie diskutierten auf höchstem Niveau und in vielen Sprachen erforschten und übersetzten sie alte, oft vergessene Quellen, aus der griechischen platonischen, neuplatonischen oder aristotelischen Denktradition, aus iranischen und auch indischen Weisheitstraditionen und Erzählweisen.Bis ins hohe Mittelalter gab es diesen Kulturaustausch, diese aufregende Neugier, vom Wissen, Fragen und Antwortsinterpretationen zu lernen, über das Leben, den Kosmos, die Medizin, die Natur etc.Die Intellektuellen dieser Zeit, mit den damaligen Erkenntnismöglichkeiten,debattierten auf einem Niveau, das auch uns heute beeindrucken muss. Wir müssen selber zurückübersetzen, versuchen, zu verstehen, wie damals Denken , Fragen, Diskutieren möglich war. Der Philosoph als Autodiktat ist für geistig reiselustige Wanderer ein Vergnügen. Also: mach eine Reise in unsere Vergangenheit, als Juden, Muslime, Christen sprachgewaltig und voller Neugier die Herkunft des homo sapiens nach den damaligen Quellen geistreich rekonstruierten und übersetzten, eine Übersetzung , nicht zur Verklärung der Vergangenheit, sondern um zu versuchen, das Leben jetzt besser aufzuklären.Wissensdrang, Wahrheitssuche und das in Kooperation unterschiedlich religiös geprägter Geistesgrössen: ist das nicht ein wunderbares Erbe. Man sollte solche Texte lesen. Dafür sollte man sich, von Zeit zu Zeit, ein bischen Zeit gönnen.Dr. Lothar Kraft, Berlin
TheTwoBeats 28.05.2024 amazon.de
Eine Rezension zum Inselroman? Nein. Oder zumindest nicht hauptsächlich. Denn was an dieser Ausgabe ausdrücklich mit Lob zu bedenken ist, sind die einführenden Worte des Herausgebers. Zum besseren Verständnis des Textes und seiner Bedeutung wird das Klima zwischen Theologie und Philosophie trefflich eingefangen, es werden wichtige Vertreter des theologisch-philosophischen Diskurses genannt und mit Kurzbiographien greifbar gemacht und schließlich werden auch Ibn Tufail selbst sowie der Sufismus in gleichsam gelungener Weise mit Worten bedacht. Angesichts des Umstandes, daß dem Laienpublikum im allgmeinen wenig Auswahl an deutschsprachiger Literatur bleibt, um sich in der vorliegenden Thematik zu belesen, ist umso erstaunlicher, daß hier auf wenig Raum viel Inhalt auf leicht verständliche Weise angeboten wird. Für schlappe 5 Euro eine wirklich vorbildliche Arbeit!Eine Rezension zum Inselroman? Nein. Der Inhalt ist in groben Zügen, denke ich, jedem bekannt, der gezielt danach sucht. Eine angemessene Betrachung der zunächst einfachen Kernaussage hingegen setzt Kenntnisse in Philosophie und Islam voraus, die oberhalb meiner Möglichkeiten liegen. Daher möchte ich meine halbgaren Gedanken zugunsten einer kompakteren Rezension aussparen. Angesichts der Gesamtpräsentation dieser Ausgabe maße ich mir dennoch an, diesem Buch volle 5 Sterne zu geben. Die umfassende Präsentation eines randständigen Themas zu einem sehr günstigen Preis verdient diese Würdigung.
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