Emily verbringt ihre Sommerferien bei ihrem Onkel Theo und ihrer Tante Marie auf dem Bauernhof. Sie kommt gerade rechtzeitig an, denn Onkel Theo hat morgen seinen 40. Geburtstag. Also wollen Tante Marie und Emily zusammen einen Kuchen backen. Emily will schon in den nahegelegenen Lebensmittelmarkt laufen, bis Tante Marie ihr erklärt, dass sie alle Zutaten wie Milch, Mehl, Butter, Eier und Äpfel auf dem Hof finden kann. Also begibt sich Emily auf Entdeckungstour, trifft dabei auf Schweine, Kühe und Hühner und am Ende hat sie alles zusammen, so dass sie einen leckeren Apfelkuchen zaubern können.Von Emily kenne ich bereits „Emily und das Meer“ sowie „Emily, der Wind und die Wellen“ und bin seitdem großer Fan dieser Bücher, deren Geschichte sowohl in hochdeutsch, als auch in plattdeutsch im Kinderbuch gedruckt wurde. Bei den bisherigen Büchern handelte es sich stets um echte „norddeutsche Themen“, was für mich, als Schleswig-Holsteinerin, natürlich besonders reizvoll war. Aber auch Emilys Abenteuer auf dem Bauernhof vermochte mich zu verzaubern.Der Bauernhof wird recht romantisch dargestellt. Große Felder, ein schöner Obstgarten, Schweine, die das Leben im Matsch genießen und Küken, die schaukeln. Von solchen „heile Welt“-Höfen gibt es wahrscheinlich nicht mehr so viele, aber ich finde ihn als Schauplatz sehr geeignet. Kinder lernen so u.a., dass die Milch eigentlich nicht aus dem Tetrapack im Kühlregal kommt, sondern von der Kuh. Die Zeichnungen sind in gewohnter Emily-Manier gehalten. Warme Farben und zauberhafte Illustrationen zieren daher dieses Buch. Den Abschluss bildet das Rezept für den im Kinderbuch gebackenen Apfel-Gugelhupf.Fazit: Ein weiteres Abenteuer mit Emily habe ich lange herbeigesehnt. Zuerst fand ich es etwas schade, dass das norddeutsche Setting am Meer kein Thema mehr spielt, aber Emily auf dem Bauernhof war genauso schön, wie seine Vorgänger. Eine tolle, interessante und lehrreiche Erkundungstour zum Vorlesen.
Dieses Bilderbuch schafft es vorzüglich, das Landleben schmackhaft zu machen und dabei zwischen Romantisieren und Realität zu vermitteln. In der Geschichte erlebt Emily, allerhand kleine Abenteuer mit unterschiedlichen Tieren, wie zum Beispiel den Schweinen, den Hühnern oder auch den Kühen. Begleitet wird sie dabei von Oskar, dem Hund ihrer Tante und ihres Onkels. Diese hatten Emily eingeladen und zufälligerweise hat der Onkel am nächsten Tag Geburtstag. Emily will für ihre Tante die Backzutaten auf dem Hofgelände zusammensuchen und wird nach und nach findig.Auch wenn heutzutage nicht längst jeder Bauernhof so aussieht, ist es doch eine schöne, überschaubare Geschichte, die Kindern ganz nebenbei auch noch Wissenswertes über die Herkunft von Lebensmitteln oder vom Leben auf dem Land vermitteltDas Leben auf dem Land mit allen Sinnen zu erfahren, wird schließlich noch durch das Kuchenrezept am Ende des Buches getoppt.Und so ist Emily auf dem Bauernhof eine schöne Einladung, mehr über die Herkunft von Lebensmitteln, die Haltung von Tieren und das Kochen bzw. Backen zu erfahren.Eine frische Geschichte, die sich auch gut im Kindergarten nutzen lässt.Die Illustrationen überzeugen durch die Frische und Lebendigkeit. Insbesondere das Hühnerbild ist gelungen, da hier neben der realistischen Darstellung auch noch Humor eingebracht wird, wenn beispielsweise ein Küken auf einer Schaukel schaukelt.Ein preisgünstiges, schön gestaltetes Buch!