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James Cook - Die Reisen | William Frame (u. a.) | Buch | GBmit Schutzumschlag | 224 S. | Deutsch
Bewertungen & Erfahrungen
4,8 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★5
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2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion11.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein sehr interessantes und gut illustriertes Buch über die Reisen von James Cook, das einen guten Einblick in die Entdeckungsreisen des Pazifischen Ozeans gibt. Die Qualität der Bindung ist solide, aber einige Details könnten noch detaillierter sein.
Redaktion11.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine faszinierende und sehr gut illustrierte Darstellung der bahnbrechenden Reisen von James Cook und ist ein absolutes Muss für alle Geschichtsinteressierten. Die Qualität der Darstellung ist hervorragend und man wird tief in die Entdeckungsreisen hineingezogen.
Ich kenne nicht die Originale aber dieser Band schildert seine Reisen und die Erlebnisse für mich zur Genüge. Die Karten und die Zeichnungen geben ein gutes Bild der Erlebnisse und Abenteuer wieder. Ich bin begeistert und vollauf zufrieden. Genau wie ich es mir erhofft hatte.
Cooks Reisen liegen über 200 Jahre zurück, und noch heute gelten seine Weltumseglungen selbst mit modernen Einhand-Seglern als große Leistung. Mit GPS, automatischer Steuerung und angepasster Ernährung, versteht sich. Doch der seemännische Aspekt spielt bei der Bewertung dieser Expeditionen keine wirkliche Rolle. Während Cooks Leistungen lange Jahre zu den Heldentaten britischer Kapitäne zählten, änderte sich diese Sichtweise gegen Ende des vorigen Jahrhunderts dramatisch. Bis dahin galten Cooks Entdeckungen als Geburtsdatum von Nationen, beispielsweise von Australien. Dass diese Kontinente oder Inseln bereits bewohnt waren, spielte keine Rolle. Der Hochmut und das Überlegenheitsgefühl von Briten und anderen Europäern lässt sich nicht besser dokumentieren.Das Buch stellt die drei Reisen zunächst auf separaten Karten dar. Um sich diese Leistungen vorstellen zu können, müsste man eigentlich seine Schiffe sehen können. Dann würde man ihre Enge kennenlernen und ein Gefühl dafür bekommen, was es wirklich bedeutet, jeweils drei Jahre dort unter gelegentlich widrigen Verhältnissen zuzubringen.Nachdem die damaligen Verhältnisse im britischen Königreich und einige historische Figuren vorgestellt wurden, beginnt die ausführliche Beschreibung der drei Reisen, zu denen viele Original-Dokumente herangezogen wurden, von denen einige im Buch auch gezeigt werden.Cooks erste Reise begann im August 1768 mit der Endeavour. Sie wurde von der Royal Society und der britischen Admiralität organisiert. Zunächst hatte Cook Befehl um Kap Hoorn nach Tahiti zu segeln, um dort den Venustransit (Durchgang der Venus zwischen Erde und Sonne) zu beobachten. Danach sollte er nach dem Willen der Admiralität den "südlichen Kontinent" finden, den man unter der asiatischen Landmasse vermutete. Dabei sollte er auf eventuell anzutreffende Bewohner friedlich zugehen, den Schusswaffengebrauch möglichst vermeiden und keine Eroberungen gegen den Willen der Einheimischen vornehmen.Das klappte erwartungsgemäß nicht immer, denn Cooks Schiff und seine Leute wurden auch angegriffen. Gegen den ausdrücklichen Wunsch der Admiralität nahm Cook die Ostküste Australiens in britischen Besitz. Er zählt deswegen jedoch keineswegs zu den Entdeckern dieses Kontinents. Schon lange vor ihm waren bereits andere Europäer dort. Nach drei Jahren kehrte Cook mit seinem Schiff nach England zurück und hielt sich für gescheitert, weil er den nicht vorhandenen südlichen Kontinent nicht entdeckt hatte. Stattdessen waren die Briten nun im Besitz eines sehr genauen Kartenmaterials dieser Gegend.Seine zweite Reise führte Cook von 1772 bis 1775 erneut in den Südpazifik, allerdings auf einer zur ersten Reise entgegengesetzten Route. Diesmal gab ihm die Admiralität den Befehl, den vermuteten südlichen Kontinent zu finden, "solange der Zustand der Schiffe, die Gesundheit ihrer Besatzungen und der Zustand der Vorräte es gestatten". Cook versuchte alles, was in seiner Macht stand, konnte die nicht vorhandene eisfreie Landmasse jedoch nicht entdecken und geriet dabei fast in die Eisfalle nahe der Antarktis. Die beiden Schiffe dieser Expedition waren auf solche Verhältnisse überhaupt nicht vorbereitet. Nach verschiedenen Versuchen gab Cook schließlich auf und musste einsehen, dass es den "südlichen Kontinent" nicht gibt. Als Ergebnis dieser Reise bleiben deshalb nur das erneut hervorragende Kartenmaterial, das dabei entstand, und die Entdeckung der verschiedenen südpazifischen Inseln mit ihren Kulturen.Cooks dritte und letzte Reise (1776 bis 1780) führte ihn erneut in den Südpazifik. Von dort aus sollte er an der Westküste Nordamerikas entlang segeln und sie erforschen, um dann nach einer Passage vom Pazifik in den Atlantik oder die Nordsee zu suchen. Cooks Reiseroute ist erstaunlich, vor allem, wenn man bedenkt, welche (aus heutiger Sicht armseligen) Schiffe und Ausrüstungen ihm zur Verfügung standen. Er kann bis weit in den Norden, durchquerte die Beringstraße und musste dann einsehen, dass er von dort nicht durch die Eismassen nach Westen segeln konnte.Den Winter 1778/79 beschloss er auf Hawaii zuzubringen. Dort kam er bei einer Auseinandersetzung mit Einheimischen Mitte Februar 1779 ums Leben. Seine Mannschaft verließ daraufhin unter dem Kommando von Charles Clerke die Insel, segelte noch einmal gen Norden, blieb erneut erfolglos und kehrte dann nach England zurück.Betrachtet man die Reisen von Kapitän Cook nüchtern und ohne britischen Nationalstolz oder wie immer man solche Vereinnahmungen bezeichnen soll, dann führte er die ihm erteilten Befehle der Admiralität bis auf wenige Ausnahmen hervorragend aus und brachte vor allem sehr präzise Karten mit, die seinen Nachfolgern die Navigation erheblich erleichterten. Die späteren politischen Folgen und Interpretationen dieser Reisen konnte er selbstverständlich weder absehen noch vermeiden.
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Letzte Aktualisierung: 03.10.2026 18:08 Uhr.