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Vier Tage im Juni | Politthriller | Jan-Christoph Nüse | Taschenbuch | Thomas Malgo | 345 S. | 2020
Bewertungen & Erfahrungen
3,3 von 5,0
4 Bewertungen
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1 ★1
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion02.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Die Lieferung war unbeschädigt und die Verpackung war intakt. Der Buchblock zeigte beim Öffnen keinen sichtbaren Mangel an der äußeren Erscheinung. Die Seiten sahen glatt aus und die Bindung wirkte fest. Der Zustand des gelieferten Artikels war einwandfrei.
Jan-Christoph Nüse konnte mich bereits mit seinem zeitgeschichtlicher Roman „Operation Bird Dog“ begeistern. Dementsprechend gespannt war ich auf seinen neuen Politthriller „Vier Tage im Juni“, der am 09.09.2020 beim Gmeiner Verlag erschienen ist.Die Geschichte beginnt knapp zwei Wochen vor der geplanten Europa-Reise von John F. Kennedy.Für die Deutschen ist der Besuch des amerikanischen Präsidenten ein großes Ereignis. Millionen Menschen stehen am Straßenrand und jubeln Kennedy zu. Währenddessen sind die Sicherheitsbehörden in höchster Alarmbereitschaft. Obwohl weder deutsche noch amerikanische Geheimdienste Hinweise auf mögliche Anschlagspläne haben, bildet die Polizei vorsorglich Mordkommissionen.Die Ereignisse geben ihnen Recht, denn schon am ersten Tag des Deutschlandbesuches versucht ein Mann auf John F. Kennedy zu schießen.Der Buchautor schickt Thomas Malgo ins Rennen, der als Ermittler des deutschen Secret Service in der Sicherheitsgruppe Bonn agiert. Warum verschwindet gerade jetzt sein Chef Paul Dickopf von der Bildfläche?Thomas Malgo wird schnell klar, dass Kennedy in Deutschland mächtige Feinde hat, die ihn für zu weich und zu nachgiebig gegenüber der Sowjetunion halten.Wird es dem Ermittler gelingen, den Attentäter zu stoppen?Obwohl die handelnden Personen im Vorfeld vorgestellt werden, fällt es mir schwer in die Geschichte zu finden. Es dauert eine Weile, bis ich die Akteure ihren Positionen zuordnen kann. Die Schauplätze wechseln ständig, so dass man sich beim Lesen sehr konzentrieren muss, um den Überblick zu behalten.Wieder gelingt es dem Autor vortrefflich, historische Fakten in seine fiktive Geschichte einzubetten. Hervorzuheben sind die Originaldokumente und Zitate, die zwischendurch einfließen. Das verleiht der Story Authentizität.Dabei fängt Nüse die Stimmung der 60er Jahre und die örtlichen Gegebenheiten bilderreich ein. Mein Kopfkino läuft auf Hochtouren.Besonders interessant finde ich die politischen Hintergründe, die mir bislang so nicht bekannt waren. Man spürt beim Lesen, dass der Autor in der Welt der Politik zuhause ist.Er schreibt flüssig und gut verständlich. Einige Charakterdarstellungen wirken auf mich eine Spur überzeichnet und klischeehaft, aber das ist eine Frage des persönlichen Lesegeschmacks. Gelegentlich scheint mir die Handlung konfus, was bei leichte Spannungsabfälle zur Folge hat.Insgesamt ist dieses politische Actionspektakel rund um den Kennedy- Besuch lesenswert. Ich nehme viele neue interessante Informationen mit und bin gespannt, welchem politischen Theme sich Jan-Christoph Nüse in seinem nächsten Thriller widmet.
Wir schreiben das Jahr 1963, Kennedy will Deutschland besuchen, wir sind bei den Vorbereitungen dabei und wie bei allen Staatsbesuchen steht Sicherheit an erster Stelle. Diesem jugendlichen US-Präsidenten fliegen die Herzen zu, er hat aber auch mächtige Feinde.Gerade zu Anfang ist das Personenregister eine große Hilfe, ich konnte mich gut orientieren. Aus Sicht der Arbeit der Staatssicherheit, des Staatsschutzes Sicherungsgruppe Bonn ergibt sich ein gut nachvollziehbares Bild über die ganzen Vorarbeiten, diese unendlich vielen Kleinigkeiten, die bedacht werden müssen, um die Sicherheit des Staatsgastes zu gewährleisten. Kennedy nahm wohl des Öfteren ein Bad in der Menge. Dass da alle Sicherheitsleute Schweißausbrüche hatten, kann ich mir lebhaft vorstellen. Einige Passagen bringen uns über den großen Teich ins Weiße Haus. Auch hier laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.Was im Rahmen dieses Besuches da alles passiert und ans Tageslicht kommt. Da spielen so einige ein doppeltes Spiel. Es ist schon fein ausgedacht, wenn plötzlich einer falsch spielt, von dem man Anderes erwartet. Spitzeldienste waren und sind ja nichts neues, da war ich wieder dabei. Wogegen eine kurzfristig eingesprungene Dolmetscherin, die in jeglicher Hinsicht brilliert, schon sehr unglaubwürdig daherkommt.Beim Lesen habe ich verschiedene Phasen durchlaufen und war dann so richtig in der Story, als ich den geschichtlichen Hintergrund ausblendete. Denn – sobald ich mich fragte: „Wie war das nochmal - war das wirklich so?“ Genau in solchen Momenten war nichts mehr, also habe ich beschlossen – es ist ja als Thriller angekündigt – ihn als solchen zu betrachten. All das Wirkliche hintanzustellen. Ohne präzise Geschichtsvorstellung im Hinterkopf war das eine in Teilen passabel erzählte Story. Woran ich aber schon zu knabbern hatte, waren diese Attentatsversuche, die es in Wirklichkeit nie gegeben hat. Das hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht, diese Passagen haben mich sehr gestört. Auch wenn ich wusste, dass dies reine Phantasie ist, war es überhaupt nicht schlüssig. Man hätte auch anders agieren, feiner justieren können. Weniger wäre hier mehr gewesen – so bewahrheitet sich dieser alte Satz immer wieder.Lange habe ich überlegt, wie denn mein Fazit für dieses Buch ausfällt. Es gab gut erzählte, rasante Momente, aber auch unlogische, überzogene Passagen. Und die haben letztendlich den Ausschlag für meine Bewertung gegeben.
Bin bis zur Seite 60 von 343 gekommen. Bis dahin: Dem Autor gelingt es nicht Spuren von Spannung aufzubauen. Selten einen so langweiligen Romanbeginn gelesen. Mich ärgert das deshalb ganz besonders, weil bis dahin einer der wichtigsten Protagonisten des an Realitäten angelehnten Romans namens Paul Dickopf negativ dargestellt wurde, aber noch keinen Auftritt hatte ... und Paul Dickopf der Name meines Schwiegervaters ist.,
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Letzte Aktualisierung: 14.10.2026 18:17 Uhr.