Ezzy ist ein abenteuerlustiges Kind und hat viel Fantasie. Manchmal hat er jedoch so starke Gefühle, dass sie für ihn wie Monster wirken, die er am liebsten bekämpfen möchte oder einfach ignoriert. Doch als die Monster immer größer werden, weil er sie zu lange weggeschoben hat, vertraut er sich schließlich seiner Mama an.Ezzy lernt, seine Gefühle-Monster zu akzeptieren, denn er versteht jetzt, dass jede Emotion wichtig im Leben ist. Bei genauem Betrachten sehen die Monster gar nicht so böse aus, sondern wollen ihm nur etwas mitteilen.Ein einfühlsames Buch von der Kindertherapeutin Lauren Stockly. darüber, wie Kinder ihren Emotionen begegnen können und wie sie kreativ Wege finden können, um mit ihnen umzugehen.Die bunten Illustrationen in kräftigen Farben geben der Geschichte eine Leichtigkeit. Sie sind farbenfroh und die Emotionen in Form von Monstern liebenswert und kindgerecht dargestellt. Trotz der Ängste, die der Junge Ezzy hat, wirken sie nicht bedrohlich.Auch dass es wichtig ist, Kinder und ihre Ängste ernst zu nehmen, zeigt dieses Bilderbuch wunderbar.Besonders gut finde ich, dass Ezzy am Ende versteht, dass die Gefühle-Monster gar nicht gefährlich sind, sondern ihm nur helfen und etwas sagen möchten. Toll ist auch das Bild, das zeigt, welches Gefühl in welchem Körperteil zu spüren ist. Uns hat dieses Buch wirklich gut gefallen.
Es gab mal einen Animationsfilm, in dem es um Gefühle ging. Der ging mir sehr nahe und ich finde, dass das Thema Gefühle so ganz wunderbar dargestellt werden kann. Für Kinder und Erwachsene.Deshalb spricht mich das vorliegende Buch auch allein schon vom Titel her an. Es ist herrlich bunt aufgemacht, aber dennoch unterliegt dem Ganzen ein ernstes Thema.Es ist eine ganz neue Erfahrung, zu fühlen und dafür Worte zu finden, seine Reaktionen einordnen und ggf. unterdrücken zu müssen. Dafür kann es m.E. nicht genügend Bücher geben, die man mit einem Kind anschaun und lesen kann.Ob sich daraus nun Gespräche ergeben oder es einfach bei den Lesepartnern sackt, beides hilft auf jeden Fall, seine Gefühle benennen zu können und das Gefühl zu haben, nicht alleine damit zu sein.Seit Monster auch in Kindermedien nicht nur negativ, sondern auch positiv behaftet sind, kann man das ganze Spektrum der Gefühle damit abbilden: So auch der kleine Ezzy, die Hauptfigur (und der kleine Junge bildet einfach die Gruppe Kind ab), der die positiven Gefühle zu sich einlädt und die negativen von sich abhalten will.Beim ersten Lesen stellt man sich auf eine durchgehende Geschichte ein, aber die einzelnen Gefühle werden unabhängig von einer Story nacheinander beschrieben. Das könnte beim ersten Lesen vielleicht etwas viel sein, als Vorlesende sollte man es auf alle Fälle einmal durchlesen und dann entscheiden, ob man es in Kapitel einteilt oder am Stück durchliest.Die Zeichnungen sind sehr graphisch, plakativ, siehe Beispiele auf der amazon-Seite oben!Letztendlich werden alle Gefühle, die positiven und die negativen, aufgearbeitet und es wird durch die Figur der Mutter das Thema "Achtsamkeit" (auch wenn ich gestehe, dass mir dieser Begriff allmählich zu abgedroschen wird, aber es ist einfach ein wichtiges Mittel zur Konzentrationsförderung) eingebracht mit diversen praktischen Übungen und Tipps, die für die Zielgruppe machbar sind.Kleine Suchaufgaben und ein Gefühle-Beschreibungs-Bild mit entsprechenden Gesichtern helfen, das eigene Gefühl zu benennen. Ggf. könnte man dieses kopieren!?So kann dieses Buch ganz lange herangezogen werden ...