Die Rougon-Macquart. Band 5 - Die Sünde des Abbé Mouret: Geschichte einer Familie unter dem Zweiten Kaiserreich (TREDITION CLASSICS)
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Bücher EAN 9783842420397

Die Rougon-Macquart. Band 5 - Die Sünde des Abbé Mouret: Geschichte einer Familie unter dem Zweiten Kaiserreich (TREDITION CLASSICS)

Hersteller: Émile Zola  ·  MPN: M03842420390
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Produktfakten auf einen Blick

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Émile Zola
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Bücher
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Produktbeschreibung

Die Rougon-Macquart. Band 5 - Die Sünde des Abbé Mouret | Emile Zola | Taschenbuch | 372 S. | 2012

Bewertungen & Erfahrungen

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Redaktion 30.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Exemplar der Rougon-Macquart Band 5 ist ein wunderschönes und wichtiges Werk, das ich sehr gerne in die TREDITION CLASSICS Sammlung aufnehme. Die Qualität der Drucke und die historische Bedeutung sind einfach beeindruckend.
Redaktion 30.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Zola-Werk ist ein absolutes Meisterwerk und perfekt in die TREDITION CLASSICS Reihe eingebettet; ich kann es nur wärmstens empfehlen.
Redaktion 30.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Super!
Amazon-Kunde 28.04.2024 amazon.de
Ich kannte Émile Zola vor dieser Lektüre nicht besonders gut, sein Schreibstil war mir völlig unbekannt. Und ich muss sagen, dass ich davon fast überwältigt bin. Es ist vor allem diese Intensität, mit der er mich in die Erzählung förmlich hineingerissen hat. Diese Erzählung hier enthält zudem ungewöhnlich viele lyrische und mystisch übersteigerte Elemente und Passagen, die man von einem Naturalisten so kaum erwartet hätte. Dem Leser und der Hauptperson gelingt es lange Zeit nicht zwischen Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden. Ich glaube darin sogar erste symbolistische Tendenzen zu erkennen, wobei die Charaktere dennoch im typisch naturalistischen Fatalismus gefangen bleiben. Es liest sich deshalb wie eine Tragödie, wobei die unbelebte Hauptperson Abbé Mouret zunächst durch einen unvorhergesehenen Umstand ihre innerste Menschlichkeit entdeckt und erlebt um dann wieder in einer sterilen Gesellschaft abzukalten und jedwede darin unerwünschte Persönlichkeit abzulegen.Der gesamte Romanzyklus ist eine literarische Schatzkiste aus der ich immer wieder gerne schöpfe.Anmerkung zur Ausgabe: In meiner Kindle-Version dürfte das letzte Kapitel einer anderen Übersetzung entstammen. Einige Namen wurden plötzlich nicht mehr latinisiert übersetzt (z.B. Sergius - Serge, Desiderata - Desirée usw.). Ansonsten finde ich die Übersetzung bis auf einige Archaismen sehr gelungen.
Esther 28.04.2024 amazon.de
Der fünfte Band Zola’s Rougon Macquart Reihe hat sich dem Klerus und der Kirche verschrieben. Sergius Mouret hat als Seminarist allem Irdischen abgeschworen. In seiner Marienverehrung gibt er sich zwar immer wieder besonderen Gefühlen hin und doch ist es Gott, dem er sich verschrieben hat. Als junger Priester Abbe Mouret tritt er in die fiktive Gemeinde Artaud nicht unweit von Plassans ein, ein hundertfünfzig Seelen Dorf, ein trauriges Gebiet vertrockneter Heide, das geplagt ist von Dürre und verdorrtem Pflanzenwerk, knorrigen Weinstöcken, mageren Mandelbäumen und schwächlichen, grauköpfigen Oliven. Seine von Geistesarmut geplagte Schwester Desiderate alias Desiree nimmt er mit sich. Sie verwandelt den Pfarrhof in eine Arche Noah und hegt alle möglichen Tiere um sich, eine Schar von Küken, ein Wurf Kaninchen, die Brut des warmen Mutterschoßes. An einem Maimorgen, die Kirche liegt leer und weiß vor uns, beginnen wir den Reigen um die Erbsünde.„Ja, all sein Elend kam von dem Lachen, das er getrunken hatte.“ Pos.1787, S142 (Seitenangaben Kurt Wolff Verlag München 1927)Doch der Abbe hat das Nervenleiden von Tante Dide geerbt und verliert sich bei seiner Marienverehrung dem Fieberwahn. Sein Onkel Doktor Pascal Rougon bringt in zu Jeanbernat, dem Philosophen, der sich der Wissenschaft verschrieben und der Kirche längst abgesagt hatte. Er ist der Verwalter des Gutes Paradeis (Le Paradou), eines üppigen, von Fruchtbarkeit strotzenden Anwesens und unüberschaubarer Größe, nach außen geschützt und unsichtbar durch eine hohe Steinmauer abgegrenzt. Im Paradeis wird der Abbe von Albine wieder gesund gepflegt, der unschuldigen, engelsgleichen Nichte Jeanbernats. Nicht nur dem kraftüppigen Wirrnis aus Blühte und Fruchtbarkeit, Wachstum und Leben verdankt Sergius seine Genesung, auch die Versuchung Albines trägt zu seiner Heilung bei und führt den Abbe in Versuchung. (Kapitel 4 im zweiten Buch enthält eine grandiose Beschreibung des üppigen Gartens)„Von den Allraunwurzeln, Schierling, Rauten und Tollkirschen wehte es sinnverwirrend ihre Schläfen an, so lähmend, dass sie aneinandergedrückt, versagenden Herzens wankten.“ Pos.3159, S251Die Geschichte geht leider nicht gut aus, soviel darf verraten werden. Wie üblich arbeitete Emile Zola mit starken, bildreichen Übertreibungen, um sowohl Glück als auch Unglück noch zu verstärken. Sein Sittenbild der Kirche ist von Gefühlskälte und Häme gezeichnet, von dem Leitbild aus Furcht und Tadel, den Aberglauben absorbiert und der Erlösung durch Abbitte."Sehen Sie, die Leute im Artaud sind wie das Gestrüpp, das die Felsen zerfrisst. Eine Generation genügt, um das ganze Land zu vergiften. Das krallt sich fest, vermehrt sich, lebt allem zum Trotz. Feuer müsste vom Himmel fallen wie auf Gomorra, um das Land zu säubern." Pos.417, S33Ein weiterer, bestechender Baustein zum Verfall des zweiten Kaiserreichs.p.s.: die Kindle Ausgabe des fünften Bandes entspricht der ungekürzten Übersetzung von Alastair (vgl. Kurt Wolff, München, 1927) und steht wie gehabt gratis zum Download - ein neuerliches Danke dafür!
SD1981 28.04.2024 amazon.de
Der 1875 erschienene fünfte Band von Zolas 20-teiligen Romanzyklus der "Rougon-Macquart" ist eine Fortführung der im Vorjahr erschienen "Die Eroberung von Plassans" und macht wie dieser wiederum die katholische Kirche und seinen Klerus zur Zielscheibe.Trauriger Protagonist des Buches ist Serge Mouret, zweiter Sohn des unglücklichen Ehepaars Mouret, der mittlerweile seine Priesterweihe erhalten und die Pfarrei im Cevennendorf Artaud übernommen hat.Im ersten Drittel werden relativ harmlos die Lebensverhältnisse und umgebenden Personen Serges geschildert. Plötzlich erkrankt Serge schwer am Nervenfieber und wird von seinem Onkel 2. Grades dem Dr Pascal Rougon in die Abgeschiedenheit eines oberhalb des Dörfchens gelegenen Lustschlößchen aus dem 18. Jahrhundert gebracht, das von einem verschrobenen und isoliert lebenden alten Atheisten namens Jeanbernat und des Nichte Albine gehütet wird. Die Pflege Serges obliegt der kindlich-unwissenden Albine die im zweiten Drittel des Werks mit den amnesiegeplagten Serge zunächst kindlich-harmlose Streifzüge in dem riesigen und mittlerweile wild überwucherten Lustgarten "Paradeis" unternimmt, was sich schließlich zu einer, auch körperlich ausgelebten, Liebesbeziehung entwickelt.Das letzte Drittel bringt schließlich die Rückkehr des Abbe Serge in die schnöde Realität seines früheren Lebens und den tragischen Ausgang des Ausflugs in eine überirdische Traumwelt.Der Roman ist wie bereits sein Vorgänger als republikanischer Beitrag des Autors für die französische Variante des Kulturkampfes in den 1870er Jahren zu sehen.Die katholische Kirche wurde hierbei als bigott und in jahrhundertealten Riten erstarrt dargestellt und insbesondere als Parteigänger und Stütze des untergegangenen Second Empires und der Monarchie allgemein bekämpft. Diese Auseinandersetzung gipfelte schließlich 1879 im endgültigen Triumph der Republikaner über die Monarchisten und der Trennung von Kirche und Staat, wodurch der monarchische Gedanke in Frankreich weitgehend tot war und sich die republikanische Staatsform endgültig durchsetzte.Mal von den gewagten Thema abgesehen weist dieser Band doch einige lähmende Längen, insbesondere im Mittelteil auf, in dem seitenweise (wenngleich auch literarisch durchaus gekonnt) das Umhertollen Serges und Albines in den Naturwundern des Paradeis beschrieben wird.Auch die Auflösung im letzten Drittel hat unoriginelle Längen und hat mir nicht besonders gefallen.Insgesamt ein eher schwacher und von märchenhafter Romantik überlaufender Teil des Rougon-Macquartzyklus den ich am ehesten mit den 1888 erschienen Band 16 "Der Traum" vergleichen würde. Wobei dieser noch deutlich besser lesbar war, weil dort die romantischen Träumereien nicht derart ausgewalzt wurden.Ich bevorzuge und schätze eigentlich die ultrarealistischen und zugegebenermaßen überzogenen Zyklusteile in denen die Protagonisten oft sehenden Auges ihren Untergang entgegen gehen, wie "Germinal", "Der Zusammbruch", "Die Bestie im Menschen", "Der Totschläger" oder auch dem unmittelbaren Vorgänger "Die Eroberung von Plassans".Daher auch nur 3 Sterne für dieses Werk des unbestrittenen literarischen Genie Emile Zola.
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