Hypnotische Induktionen: Das Hervorrufen von Ressourcen und Potenzialen in Trance (Hypnose und Hypnotherapie)
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Bücher EAN 9783849700522

Hypnotische Induktionen: Das Hervorrufen von Ressourcen und Potenzialen in Trance (Hypnose und Hypnotherapie)

Hersteller: Jeffrey K. Zeig  ·  MPN: M03849700526
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Produktfakten auf einen Blick

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Jeffrey K. Zeig
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Bücher
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Produktbeschreibung

Hypnotische Induktionen | Das Hervorrufen von Ressourcen und Potenzialen in Trance | Jeffrey K Zeig

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Matthias Plaum 02.12.2024 amazon.de
In seinem jüngsten Buch „Hypnotische Induktionen“ erläutert Jeffrey Zeig ausführlich Milton Ericksons Prinzipien, die beim Beginn einer Hypnotherapie, der sogenannten Induktion zum Einsatz kommen. Zeig konzentriert sich in diesem Werk auf die hypnotische Induktion einer Trance und deren Bedeutung für den weiteren Verlauf einer gelungenen Hypnotherapie.Zu Beginn des Buches vergleicht Zeig den klassischen bzw. traditionellen Hypnosestil mit Ericksons Ansatz, so dass man auch einen stark vereinfachten Einblick in die „traditionelle Hypnose“ erhält. Da bei vielen Patienten eine inadäquate Vorstellung von Hypnose besteht, empfiehlt Zeig, diese zu Beginn einer Therapie zu berichtigen. Aus diesem Grund behandelt er ausführlich diese falschen Vorstellungen. Ebenso werden die Anzeichen von Trance, die er als hypnotische Konstellation bezeichnet und hypnotische Phänomene (z.B. Zeitverzerrung, Amnesie usw.), die er zu den intrapsychischen Phänomenen rechnet, detailliert erläutert.Auch behandelt er die verschiedenen Definitionen von Hypnose, was sehr interessant ist, da anscheinend, je nach Hintergrund des Definierenden, andere Phänomene der Trance besonders hervorgehoben werden. Dies macht zugleich auch deutlich, wie verschieden Hypnose und Trance erlebt werden kann. Jeffrey Zeig orientiert sich bei seiner Definition von Hypnose an den hypnotischen Phänomenen. So versteht er die Hypnose als eine Verschmelzung von drei psychischen Elementen (Veränderungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Erlebensintensität und Dissoziation), einem sozialen Element (Reaktionsbereitschaft des Klienten/Patienten auf Andeutungen und minimale Hinweise) und einem kontextuellen Faktor (den situationsbezogenen Einfluss). Eine Einheit mit unterschiedlicher Gewichtung dieser Faktoren bildet den Zustand der Hypnose.Auch räumt Zeig in diesem Zusammenhang deutlich mit der Vorstellung auf, dass das Hervorrufen einer Trance von einem Hypnotiseur oder Hypnotherapeuten von außen induziert wird. Vielmehr hilft der Therapeut dem Klienten Veränderung in den Bereichen Aufmerksamkeit, Erlebensintensität und Dissoziation hervorzurufen, was einen veränderten Bewusstseinszustand (Trance) zur Folge hat.Einen weiteren großen Teil des Buches nehmen die hypnotischen Sprachmuster und deren strategischer Gebrauch ein. Ein Schwerpunkt liegt bei den sogenannten „Yes-Sets“, dissoziationsfördernden Aussagen sowie der Nutzung von Allgemeinplätzen und wie diese in der therapeutischen Arbeit allgemein und natürlich auch in der Hypnose genutzt werden können. In diesem Teil des Buches wurde mir klar, dass Jeffrey Zeig wirklich ein Meister der einflussreichen Kommunikation im weitesten Sinne ist.Etwas kurz behandelt er hingegen die Themen Utilisation und Metaphern, beides typische ericksonsche therapeutische Ansätze, dafür verweist er diesbezüglich auf andere Werke.Als weitere Kritikpunkte habe ich anzuführen:• Bei den Vergleichen Ericksons Therapiestil mit dem der „traditionellen Hypnose“ kommt letzte nicht besonders gut weg. Zwar mag es viele Vorteile des von Zeig präferierten Stils geben, allerdings hatte ich manchmal den Eindruck, dass die Vergleiche, auch wenn sie zur Verdeutlichung dienen, ein falsches Bild der traditionellen Hypnose oder aller, die sich nicht überwiegend am ericksonschen Stil orientieren, entwerfen. Allerdings wird auch nicht so ganz klar, welche Methoden er zu den traditionellen oder semitraditionellen Techniken rechnet. Vielleicht habe ich auch nur eine andere Vorstellung von den traditionell und semitraditionell arbeitenden Therapeuten und wir würden beide völlig unterschiedlich definieren.• Der Preis von 44 € liegt meiner Meinung nach für den Umfang des Werkes etwas hoch.Auch sollte man sich bewusst sein, dass sich das Buch überwiegend an Studierende und Fachleute auf verschiedenen Ausbildungsniveaus richtet, sodass recht viele „Fremdwörter“ oder Begriffe vorkommen, wie sie in der Hypnotherapie oft gebraucht werden, im normalen Sprachgebrauch aber eher nicht zu finden sind.Aufgrund von vielen Beispielen und meist gelungenen Vergleichen mit der Kunst, gelingt es Zeig, die Sachverhalte verständlich zu erklären.Trotz dieser Kritikpunkte halte ich dieses Buch von Jeffrey Zeig für gelungen und wertvoll. Als besonders positiv bewerte ich die differenzierte Beschreibung von „Zuständen“, Trance und die Bedeutung von Erwartungen von Seiten des Therapeuten an den Patienten. Ebenso interessant finde ich Zeigs Betonung der hohen Bedeutung der Induktion für die weitere therapeutische Arbeit. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.Die Kernbotschaft des Buches ist es, mit den vorgestellten strategischen Interventionen eine ideale Voraussetzung für die anschließende Therapie zu schaffen. Bevor die eigentliche Therapie beginnt, sollte die Responsivität, also das (unbewusste) Reagieren auf minimale Hinweise und Suggestionen, maximal gefördert werden. Dies kann bei richtiger Anwendung durch die Induktion bzw. durch den strategischen Gebrauch der hypnotischen Sprachmuster und die vorgestellten Methoden, erreicht werden. Die gesteigerte Responsivität ist maßgeblich von Bedeutung, da das anschließende Hervorrufen von Ressourcen und Potenzialen leichter gelingt und diese Fähigkeit eher als autonom hervorgebracht erlebt wird. Die ganzen hypnotischen Sprachmuster und strategische Methoden dienen also während der Induktion primär diesem Ziel, was in allen Bereichen des Buches deutlich wird. Da mir diese Bedeutung bisher nicht in diesem Maße klar war, bin ich sehr froh dieses Buch gelesen zu haben.
Dr. Rudolf Sanders - partnerschule.de 02.12.2024 amazon.de
Um gleich mit einem Missverständnis aufzuräumen geht es in der hypnotischen Induktion nicht darum, etwas zu induzieren sondern um etwas zu elizitieren also hervorzurufen. Ressourcen und Potenziale sollen gelockt und so entfaltet werden. Hypnose wird verstanden als ein Zustand, in dem Menschen sich befinden und durch Hypnotherapie wird ihnen auf ganz individuelle Weise ermöglicht, das Konstrukt Hypnose zu erzeugen, so dass sie selbst in der Lage sind, sich in einen besseren Zustand zu versetzen. Sie ist eine erlebnisbasierte Methode deren impliziter Imperativ lautet: “Indem du dies erlebst, kannst du anders sein!”Der Autor war lange Schüler von Milton H. Erickson, der diesen Ansatz begründet hat. Spannend schildert Zeig, wie er durch seine Bemühungen, bei ihm Schüler zu werden, durch das eigene Erleben schon sehr früh Kontakt mit diesem therapeutischen Ansatz bekommen hat. Deshalb definiert er Hypnose in diesem Buch als einen Zustand, der nur in einer interpersonalen Beziehung auftreten kann. So war es in der Beziehung zu Milton Erickson gleich, ob er nun therapeutisch arbeitete, lehrte oder hypnotisierte, immer elizitierte er Zustände.Für Beraterinnen und Berater kann das Studium der Hypnose zu neuen Erkenntnissen hinsichtlich der erfolgreichen Durchführung einer Therapie oder Beratung führen. Das Buch ist sehr lebendig geschrieben und voller unterhaltsamer Geschichten und ausführlichen Beschreibungen von Techniken und Praxisbeispielen.Dr. Rudolf Sanders
IK 02.12.2024 amazon.de
Was als erstes auffällt ist, dass die im Buch verwendete Sprache sehr fremdwortlastig ist. Allerdings ist nicht klar, ob dies am Autor oder an der Übersetzung liegt.Ein paar Beispiele:"Watzlawick (1985) bezeichnet die Denotation in der Sprache als indikativ und die Konnotation als injunktiv. Ich selbst bevorzuge die Bezeichnung "informativ" und "evokativ"..." (S.101)Abgesehen, dass der Satz an sich schwer verständlich ist, gibt es das Wort `injunktiv` nicht im Deutschen."Die informativen Äußerungen sind deklarativ und interrogativ, die evokativen Bedeutungen sind exklamatorisch". (S. 104)Zeig verwendet über das Ganze Buch wiederholt das Wort `Amalgam`. Amalgam bedeutet im englischen "Mixtur oder Kombination". Im Deutschen bedeutet Amalgam "Amalgam", also eine Quecksilberverbindung. Ähnlich oft auch Worte wie "Responsivität" "Indirektivität", welches man sich zwar (aus dem Englischen) herleiten kann, jedoch gibt es diese Wörter im Duden nicht.Dies sind nur einige Beispiele für den Gebrauch solcher Begriffe, für die ein guter Übersetzer passende deutsche gefunden hätte (die es ja gibt).Zahlreiche Begriffe werden eingeführt, dann aber nicht, oder erst viel später im Buch ansatzweise erklärt:" Platizität ist die Fähigkeit , [...] ein neues mentales und /oder physisches Muster zu entwickeln. Sie ermöglicht es, Erlebnisse zu zerstören, zu verzerren oder neu zu schaffen" (S.162) Was hier mit "zerstören" gemeint ist, und wie dies geschehen soll, wird nicht erklärt. Später (S.164) erscheinen diese Begriffe als `Erzeugen`, `Modifizieren` und wiederum Zerstören.Ähnlich: " Behandle keine Kategorien, sondern elizitiere Komponenten" (S.248) Was mit Kategorien und Komponenten gemeint ist, wird nicht erklärt.Verschiedene Begriffe scheinen recht wahllos benutzt zu werden. Ein schönes Beispiel:"Sein [Ericksons] Muster war: Eintreten, Anbieten, Hinausgehen. Man könnte den Prozess auch wie folgt beschreiben: Initiieren (set up), Intervenieren (intervene), Abschließen (follow through). Und schließlich könnte man ihn benennen: Pacing, Patterning, Motivieren. [Anmerkung von mir: es geht ohne Unterbrechung lustig weiter] Der Prozeß kann auch eine komplexere Form annehmen und sich dann wie folgt präsentieren: Initiieren, Initiieren, Initiieren, Intervenieren, Fertigstellen, Fertigstellen." (S.209-210).Nur zu erklären mit Übersetzungsfehlern sind auch Aussagen wie auf den Seite 243, 244 wo betont wird, dass in der Ratifizierungsphase der Therapeut nicht mehr Möglichkeiten, sondern Tatsachen beschreibe und ... er nicht mehr in der Möglichkeitsform spreche. Danach folgen in Form einer Aufzählung Beispiele:Ihre Atemgeschwindigkeit hat sich verändert,Ihr Puls [...] hat sich verändert,[...]. "meine Stimme könnte näher klingen [?!]Das Erklärniveau wechselt häufig zwischen Anfänger- und Profiniveau. Einerseits wird sehr viel Fachwissen vorausgesetzt, andererseits gibt es Stellen die "einfach" strukturiert sind. Beispiel:"Im Falle einer Strandszene könnte ein Therapeut suggerieren: >>Sie können Ihre Augen schließen und sich vorstellen, Sie gehen am Strand entlang.<< "(S.239) .Häufig benutzt der Autor auch Negativbeispiele (wie man es nicht machen sollte) oder scheint sein Vorgehen entschuldigen zu wollen.Ein Beispiel zum zweiten Punkt (S. 228. und 230): Vor einer Demonstration hypnotischer Sprachformen erklärt der Autor dem Leser"Es handelt sich um eine Praxisübung, bei der Alvin, der Proband, sich schützen [?] und nicht zu tief in Trance gehen sollte, [...] in deren Verlauf ich bestimmte Techniken demonstrieren wollte. Deshalb konnte ich mich nicht völlig auf ihn konzentrieren. [Demonstration, letzter Punkt der Demonstration] Jeff [zu Alvin]: Ich habe mir wirklich keine Mühe gegeben, die Arbeit auf Sie persönlich abzustimmen [...]Meine Methode hätte Ihnen niemals ermöglichen können, das ganze Ausmaß Ihrer persönlichen Tranceparameter zu erleben..."Da frage ich mich, warum ein Autor mit einer solch umfangreichen therapeutischen Erfahrung ein solches Beispiel nutzt?!Es gibt einige unnötige Fehler bei Zahlenangaben (z.B. S.74) oder der Vertauschung der Worte rechts und links bei Induktionsbeispielen, die nicht sein müssten. Auf Seite 235 wird eine Aufzählung angekündigt, bei der die ericksonschen Techniken durch Kursivschrift gekennzeichnet seien. Es folgt zwar die Aufzählung, allerdings (auch später) keine Kursivschrift.Die Graphiken und Tabellen des Buches sind leider nichtssagend oder unfreiwillig komisch (Beispiel S. 227 Tabelle 10. Punkt 6: dissoziationsfördernde Aussagen haben den >>Effekt: Förderung der Dissoziation, und Punkt 7: dissoziationsfördernde Doppelaussagen haben den >>Effekt: Förderung der Dissoziation - wer hätte es gedacht)Im ersten Teil des Buches beschäftigt sich der Autor sehr ausführlich u.a. mit dem Vorgehensschritten in der traditionellen Hypnose, um später die Unterschieden/die Vorteilen der Ericksonschen Hypnose zu betonen. Was grundsätzlich interessant sein könnte, in seiner Ausführlichkeit dann aber langweilt, da mehr über das traditionelle System geschrieben wird.Das Kapitel über die Sprache der Hypnose ist nicht weiter nennenswert. Das Buch Patterns von Grinder und Bandler ist hier einleuchtender und strukturierter.Das Buch endet mit dem von Zeig entwickelten ARE-Modell. Sozusagen als Conclusio des Buches und der Arbeit Zeigs. Ich muss zugeben, dass ich es nicht verstanden habe - besser, dass ich dem Autor nicht folgen konnte. Einige Kapitel haben noch eine Gliederung mit Unterteilung in Unterpunkten. Diese Untergliederung ist teilweise noch durch Zahlen unterstützt. Man kann als an der Abschnittüberschrift und der Zahl (Z.B. Kapitel 10.ll 6) ) noch einigermaßen nachvollziehen, auf welcher Ebene man sich gerade empfindet. Dies gelingt nicht mehr im ARE-Kapitel. Der Autor wechselt ständig die Ebenen. Auch wenn der Autor immer wieder betont, wie wichtig ein strukturiertes Vorgehen, nach seinem Modell für den Anfänger ist: Man kann der Struktur (des Modells) aufgrund der angebotenen Lesestruktur nicht (oder nur mit vielem Hin- und Herblättern) folgen.Hilfreicher wäre es gewesen eine komplette und ausführliche Induktion anhand seines Modells zu kommentieren und dadurch zu erklären. Das angebotene Vorgehen ist zu verwirrend.Ich kann dem Buch leider nichts abgewinnen. Für den Anfänger zu schwierig, zu verwirrend. Für den Profi verwirrend (aus anderen Gründen) und nicht lehrend. Es beschreibt lediglich, unterteilt, klassifiziert und hilft dennoch nicht dabei das zu halten, was es verspricht: Hypnotische Induktionen hervorzurufen.Der stolze Preis ist weder durch den Inhalt, den Seitenumfang, noch durch den berühmten Autor gerechtfertigt.
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