"Irren ist menschlich, aber aus Leidenschaft im Irrtum zu verharren, ist teuflisch." So steht es auf Seite 137 in "Das undenkbare Universum" von Thomas Hohn.Und darum geht es letztendlich auch in dem Roman, der von Meister Eckhart handelt.Mir erzählte das Buch auch, warum Dominikanermönche nur zu Fuß reisten, von Liebe, Verrat, von Theologie und Philosophie, dem freien Denken, dem Machtgemenge in der katholischen Kirche und von Wegen, die zu Gott führen.Andere Gelehrte wie zum Beispiel Ibn Rushd, Maimonides, Aristoteles, Albertus Magnus, Thomas von Aquin finden Erwähnung oder treten auf.Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Unkompliziert und eingängig, aber nie oberflächlich, bin ich mit Meister Eckhard durch sein Leben gereist, das er seit seinem zwölften Lebensjahr dem Glauben an Gott verschrieben hatte.Der Autor des Buches, Thomas Hohn (geboren 1969, deutscher Schriftsteller), studierte Philosophie, Psychologie und Religionswissenschaft mit den Schwerpunkten Mittelalter, Zen-Buddhismus und Meister Eckhart verfasste bereits ein wissenschaftliches Werk über Meister Eckhard, bevor er den Roman über ihn schrieb."Nutze immer deinen Verstand und dein Herz. Sie sind wie die Flügel eines Vogels, nur mit einem fliegt es sich einfach schlecht."
Der Lebensweg von Meister Eckhart ist beeindruckend, auch die vielen Reisen, die man damals schon unternommen hat- das war mir nicht klar. Der Wissens- Austausch zwischen Klöstern muss enorm gewesen sein. Die Menschen wussten voneinander, und waren viel mehr unterwegs und haben sich ausgetauscht als man sich das vorstellt. Mir hat es mein Verständnis erweitert