„SCH…“ Schlafenszeit. Die Tiere machen sich bettfertig. Es wird Zeit ins Bett zu gehen. Das große Bett, mit dunkelblauer Zudecke mit den roten Streifen, wartet. „Nun schlaft, sagt das Schaf“ und legt sich zum Bären ins Bett. Dieser wartet dort bereits mit einem dicken Buch, sicher einer „Gute-Nacht-Geschichte“. Zu ihnen klettern auch die Katz, die Gans und der Hirsch, der Mops – langsam wird es eng. „Macht doch mal Platz, schimpft der Spatz“, findet jedoch seine Ecke im Bett. Weitere Tiere gesellen sich dazu, bis die Maus das Licht ausmachen möchte. „Endlich Stille, denkt die Grille“ und nun: schlaft!Regina Schwarz und Julia Dürr arbeiten bereits seit 2010 eng zusammen. Mit diesem Buch veröffentlichten sie die zweite „Gute-Nacht-Geschichte“ binnen kurzer Zeit. Auch in diesem Buch harmonieren Text und Bild hervorragend. Die ehemalige Grundschullehrerin sowie Sozialpädagogin, Regina Schwarz, versteht sich ausgezeichnet auf das Spiel mit Worten. In zehn knackig gereimten Sätzen erzählt sie eine Geschichte. Die Sätze sind allesamt altersadäquate Zweizeiler, welche sich jeweils am linken oberen Rand der Doppelseite, welche eine Szene darstellt, befinden.Die Illustrationen haben alle das gleiche Setting: brauner, großflächiger Fußboden führt zum großen, aber nicht riesigen Bett am rechten Bildrand. Die grafischen Zeichnungen sind allesamt flächig und ohne Schattierungen koloriert. Die Tierkinder sowie ihre „Zubettgehutensilien“ sind durch auffällige schwarze Linien umrahmt. Wenige Details prägen die Bilder und doch gibt es eine Menge zu sehen, was in Ergänzung zum Text die Geschichte erzählt.Deutlich wird im Buch, dass jeder sein ganz eigenes Ritual hat, um den Weg ins Bett zu finden. Dort landen sie alle. Schön, dass der Fokus auf einem gemeinsamen, großen Bett liegt, in welchem behütet und eng aneinander gerückt gekuschelt wird. Geborgen finden die Tierkinder in den Schlaf. Es ist ein langer, unterhaltsamer Weg, bis alle im Bett sind und das Licht gelöscht ist, dessen kurzweilige Rezeption sich lohnt.Weitere Rezensionen auf ajum.de