Mit Nummer 101 kommt eine Folge, die sich nicht nach den alten Heftromanen richtet sondern neu inszeniert wurde. In der freien Szene bekannt geworden findet man Franks Hörbücher und -spiele im Krimi, Science Fiction und Horrorbereich.Zwei junge Wissenschaftler beginnen bei Dr. Mangold und seiner Assistentin Dr. Rubin, deren Forschung sich mit Greifvögeln und Genmutationen beschäftigt. Erst nach einiger Zeit kommen die beiden darauf was es mit der Forschung wirklich auf sich hat und welchen Aufgaben Mr. Johnson nachgeht. Doch mit einem Unfall in der Forschungsanlage brechen die gefährlichen Vögel aus und bedrohen die Einwohner von New York.Wer den Stil von Frank Hammerschmidt kennt, bemerkt einige Parallelen zu anderen Werken. Nebencharaktere werden nicht mit Einzeilern abgefrühstückt und der Plot selbst liefert die Mittel, um das Böse zu bekämpfen nicht per Zufall oder durch plötzliche an den Haaren herbeigeführte Eingebungen. Alles hat seinen Platz in der Geschichte und baut darauf auf. Das macht die Geschichte spannender und ein Happy End nicht unbedingt wahrscheinlich.Die Sprecherriege hat es ebenfalls in sich. Helmut Gauss als Erzähler, Gabrielle Pietermann und Fabian Kluckert als die jungen Wissenschaftler Ashley und B, sowie Till Hagen, Andrea Aust und Sascha Rothermund als Dr. Mangold, Dr. Rubin und Mr. Johnson. In den Nebenrollen sind Matthias Klages, Olivia Büschken, Luisa Wietzorek, Manja Doering, Rainer Doering, David Wittemann und Jan Makino zu hören.Den Soundmix hat wie schon zuvor Tom Steinbrecher gemacht, was ihm ebenfalls sehr gut gelungen ist.Das Cover scheint auf dem ersten Blick einem altem Heftroman zu entspringen. Tatsächlich ist das Artwork von Alexander von Wieding aber neu entsanden. Hinter diesem Namen stehen schon Coverillustrationen von diversen Hörspielreihen, wie Arwinger und Musikalben unterschiedlicher Genres.Alles in allem hat man hier eine erfrischende Folge mit tollen Sprecherinnen und Sprechern sowie eine sehr unterhaltsame Geschichte, die sich von anderen Folgen der Hörspielreihe abhebt.
Ashley Hackett und Bo Panosian sollten eigentlich Konkurrenten sein – beide sind zum Vorstellungsgespräch bei dem bekannten Forscher D. Elliot Mangold eingeladen. Überraschenderweise bekommen beide direkt eine Anstellung in seiner riesigen Voliere als Assistenten angeboten, in der insbesondere die genetische Manipulation von Weißkopfadlern erforscht wird. Doch da ahnen die beiden noch nicht, welcher Schrecken auf sie wartet…Verrückte Wissenschaftler, Einmischung von Militär und Regierung in die Forschungen, daraus entstehende Monster und mittendrin zwei junge, recht naive Menschen, die unwissend in das Ganze verwickelt werden – der Stoff, aus dem die 101. Episode der „Geister-Schocker“ von Romantruhe Audio entstanden sind, mutet sehr klassisch an. Dabei wird auch kein Hehl daraus gemacht, was die Hintergründe sind, viele Elemente sind direkt klar oder können einfach von den Zuhörenden (korrekt) erraten werden. Dass „Angriff der Todesvögel“ dennoch überraschen kann, liegt an den vielen kleinen Szenarien, in denen auch andere Menschen unversehens mit den titelgebenden Horrorwesen in Kontakt kommen. Diese Momente sind jeweils recht kurz geraten, sodass sie kaum Tempo aus der Entwicklung nehmen, dennoch sind sie sehr effektvoll und stellen eine ganze Reihe von unterschiedlichen Menschen kurz vor. Die Erzählweise ist dabei flott und kurzweilig, der Fokus liegt gerade im zweiten Teil auf markanten Horror- und Actionszenen, sodass für Aufregung gesorgt ist. Ein wenig mehr Unvorhersehbarkeit hätte ich mir zwar gewünscht, insgesamt ist aber eine überzeugende Episode der Reihe gelungen.Gabrielle Pietermann ist in der Rolle der Ashley Hackett zu hören und liefert eine sehr solide Leistung ab. Sie verleiht der jungen Wissenschaftlerin eine emotionale, aber auch durchsetzungsstarke Aura und betont die besonders aufregenden Momente überzeugend. Fabien Kluckert ist als Bo Panosian ebenfalls gelungen eingesetzt, er kann die leicht arrogante Art seines Charakters glaubhaft einbringen, ohne dabei direkt unsympathisch wirkt. Till Hagens unverkennbare Stimme verleiht Dr. Mangold eine sehr markante Aura, vor allem wenn er eine diabolische und irre Nuance mit einfließen lässt. Weitere Sprecher sind Andrea Aust, Sascha Rotermund und Helmut Gauß als Erzähler.Die akustische Gestaltung hat sich im Vergleich zu früheren Folgen nicht wesentlich verändert, sodass es den sehr prägnanten Mix aus lauter Musik und eingängiger Musik gibt. Dabei ist nicht viel Raum für Subtilität, es wird meist in die Vollen gegangen und dabei die Entwicklung der Stimmung nachgezeichnet. Das passt gut zusammen und betont insbesondere die Actionszenen und Schockmomente wirkungsvoll.Eine ganze Horde von riesigen Greifvögeln ist auf dem Cover zu sehen, vor einem gelb leuchtenden Himmel und einer modernen Skyline tragen diese zahlreiche Menschen in ihren Krallen – das Titelbild ist dieses Mal deutlich passender zu der Handlung ausgesucht und versprüht dabei nostalgischen Charme. Im Inneren ist neben den üblichen Angaben noch ein Blick auf die kommenden Episoden zu finden.Fazit: „Angriff der Todesvögel“ bedient sich an einigen Ideen, sie sehr klassisch wirken, fügt diese aber gelungen zusammen – insbesondere auch, weil immer wieder ein Blick auf andere Figuren geworfen wird, die unvermittelt zu Opfern werden. Das Konstrukt der Episode ist deswegen gut gelungen und spannend erzählt, ebenso wie die Charaktere gut miteinander funktionieren – hörenswert!