Meinung:Nachdem ich bereits die Tom-Babylon-Reihe des Autors gesuchtet hatte, wartete ich schon ganz gespannt auf dieses neue Buch und auch, ob der Beginn dieser Reihe mit der vorherigen mithalten kann… Und nachdem ich „Der Morgen“ in kürzester Zeit inhaliert habe, kann ich sagen, YES, auf jeden Fall! Ich bin wirklich begeistert, denn beim Lesen entwickelte die Story eine solche Sogwirkung auf mich, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Mit Artur „Art“ Mayer und Nele Tschaikowski schickt Marc Raabe ein ziemlich ungleiches Ermittlerpaar an den Start, die beide ihre privaten Probleme haben und die sich zuerst nicht trauen, dann aber trotzdem ganz gut zusammenraufen. Die Charaktere seiner Protagonisten hat der Autor differenziert und vielschichtig gezeichnet und die jeweiligen Settings hatte ich beim Lesen so real vor Augen, als wäre ich direkt vor Ort. Der fesselnde Schreibstil, der mir mit atmosphärisch dichten Szenen mein Kopfkino fütterte, jagte mich förmlich durch diesen Thriller. Durch zwei Handlungsstränge, der eine spielt in der Gegenwart und der andere in der Vergangenheit, wird die Spannung hoch gehalten und ich wurde immer wieder in die Irre geführt. Denn die aktuellen Ermittlungen scheinen Bezug zu Geschehnissen aus der Vergangenheit zu haben, die den Leser*innen aber vordergründig erst einmal rätselhaft bleiben, da es sich um Ereignisse handelt, die eine Gruppe von Jugendliche erlebten und die aus der Sicht von „Boxer“, einem Heimkind erzählt werden. Da dieser allen einen Spitznamen verpasst hatte, war ich ziemlich lange am Rätseln, wer von denen wohl den Protagonisten in der Gegenwart zugeordnet werden könnte. Geschickt schafft es der Autor, brandaktuelle Themen in die Geschichte einzubinden, angefangen vom Umgang mit Fake-News, über die Rolle der Presse bis hin zur aktuellen politischen Lage. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen und ich lag mit meinen Vermutungen ständig daneben, bis sich zum Schluss durch einen dramatischen Showdown auch die letzten losen Enden verknüpften. Der Epilog lässt mich mit Vorfreude, aber auch mit Ungeduld auf den nächsten Teil dieser Reihe warten, der (erst) in einem Jahr folgen wird.Fazit:Dieser Thriller ist hart und brutal, aber ein echter Pageturner und absolut empfehlenswert. Ich bin gespannt, wie es mit Art und Nele weitergeht!
Zum Inhalt: Ein Auffahrunfall im morgendlichen Schneegestöber an der Berliner Siegessäule mit noch ungeahnten Hintergründen. Der Fahrer des Kleinlasters entfernt sich unerlaubter Weise vom Unfallort und eine sehr neugierige Unfallbeteiligte entdeckt auf der Ladefläche des Lasters eine tote Person. Auf Ihrem Körper ist etwas in roter Farbe hinterlassen worden, welches die Angelegenheit sehr brisant macht. Am Tatort treffen erstmalig die Kommisar-Anwärterin Nele Tschaikowski und der berüchtigte Ermittler Artur Mayer aufeinander. Zu dem Zeitpunkt ist noch nicht klar, welche dramatische Wendung dieser Fall noch nehmen wird.Meine Meinung: Ich war sehr gespannt auf diese neue Serie des Autors und wurde nicht enttäuscht. Das neue Ermittler-Duo gefällt mir sehr gut. Die gelegentlichen Wortgefechte fand ich sehr interessant und habe mich des öfteren zum Schmunzeln gebracht. Auch die Nebenakteure sind nicht zu verachten gewesen. Wie in fast jeder Geschichte gibt es immer wieder einmal Charaktere, die man nicht richtig einschätzen kann. Für mich war es in diesem Fall die "alte" Flamme von Art. Ellie bzw. Juli ist für mich nicht einschätzbar und wirkt etwas berechnend. Der Aufbau des Thrillers gefällt mir gut. Durch die Einblendungen aus der Vergangenheit bleibt es lange ein Rätsel, welche Person in der Gegenwart auch dargestellt wird. Freue mich schon jetzt auf die weitere Zusammenarbeit des Ermittler-Duos und auf weitere Enthüllungen aus der Vergangenheit von Beiden. Das Buch-Cover lässt mich etwas nachdenklich zurück. Ich kann es nicht so richtig zuordnen.