Ich habe dieses Buch zwei Freunden geschickt, weil es meine Weltanschauung widergibt und dabei leicht lesbar ist.und nicht nur meine Lebensanschauung, sondern eine Weltsicht, die ich jedem empfehlen kann und nahebringen möchte. Johannes Anders
Ich habe das Buch mit großem Genuss gelesen, es ist sprachlich geschmeidig, inhaltlich auf dem neuesten Stand, mit Witz geschrieben und alles in allem eine höchst vergnügliche Lektüre. Worum geht es? Wuketits schildert das Weltbild der modernen Evolutionstheorie, in dem es keinen übergeordneten Endzweck gibt, sondern ziellosen Wandel, der von blinden Naturkräften angetrieben wird. In sechs Kapiteln zeigt er, was sich zu den Themen: Zweckmäßigkeit der Lebewesen, Leben und Sterben, Zufall und Notwendigkeit, (un-)intelligentes Design und menschliche Gesellschaft einschließlich ihrer Moralvorstellungen, aus Sicht der Darwinschen Evolutionstheorie sagen lässt. Es ist, soviel sei verraten, eine ganze Menge.Was bedeutet diese Erkenntnis für uns Menschen? Das Wissen, dass der Kosmos als Ganzes keinen höheren Sinn in sich trägt, ist für Wuketits kein Grund zum Pessimismus. Wir verlieren höchstens die narzisstische Illusion, dass ein Gott, nachdem er 100 Milliarden Galaxien mit jeweils rund 100 Milliarden Sonnen erschaffen hat, nun nichts Besseres zu tun hat, als zu kontrollieren, was sich in unseren Schlafzimmern abspielt. Ein wenig infantil war das wohl schon immer.Wenn uns aber niemand die Suche nach unserem persönlichen Sinn des Lebens abnehmen kann, dann gewinnen wir neuen Spielraum. Gerade weil unsere Handlungsfreiheit durch die Naturgesetze, durch unsere Biologie und unsere soziale Umwelt begrenzt wird, ist es so wichtig, sich nicht auch noch imaginierte Zwänge religiöser oder anderer Provenienz aufzuerlegen. Dies ist das menschenfreundliche Fazit, zu dem Wuketits kommt, und dem ich mich gerne anschließe.
Angenommen, Darwin und Wuketits haben recht: Die Welt hat keinen Sinn, kein Ziel und kennt keine Werte. Die Antwort lautet wirklich 42.Und was weiter ? Wie sollen wir in diesem Universum leben ?Dazu schreibt der Autor viel zu wenig. Daß ich mir dann den Sinn des Lebens selbst suchen muß (oder den gleichnamigen Film von Monthy Python schauen sollte), ist ja wohl klar.Vorschläge, Ideen usw sind in diesem Buch sehr dünn gesäht.Eigentlich ist es eine Verteidigungsschrift für Darwin und die Idee der Evolution.Das ist schon das zweite Buch von Wuketits, an dem mir eine eigenartige Substanzlosigkeit auffällt. Weitere Werke von ihm werde ich mir wohl ersparen.