Ich kann mich, leider, nur dem Vorredner anschliessen. Ja, die Story ist gelungen, die Bilder, wie auch in den ersten 5 Folgen, beeindruckend und die Geschichte ist in sich stimmig. Was nicht ganz einfach ist, da ja doch ein ziemlicher zeitlicher Unterschied zwischen Band 5 und 6 liegt. Aber es ist souverän und nachvollziehbar gelöst. Und auch wenn der Unterton, wie nicht anders erwartet, sehr dunkel ist, habe ich mich doch auf jede Seite gefreut und bin nicht enttäuscht worden. Soweit zum Inhalt (5 Sterne).Nun zum neuen "Hausherrn" : Panini. Hier nur 3 Sterne. Denn die Qualität und der begleitende Umfang warbei Heyne deutlich besser. Hierwird die Geschichte mit nur dem allernotwendigsten geliefert. Ein wenig mehr Bonusmaterial oder gefühlter Liebe zum Detail wäre sehr schön gewesen. Schon beim ersten Anfassen fehlte mir "Umfang". Obwohl ich da noch garnicht registriert hatte, dass der Turm nun in einer neuen Umgebung steht. Und die informativen Sinderteile und Erklärungen der ersten Teile sind ganz verschwunden. Sehr schade, denn sie machten schon einen Unterschied zu anderen Serien aus und machten die ganze Geschichte noch stimmiger.Fazit : gerade noch 4 Sterne, aberauch nur, weil die Geschichte an sich immer noch erstklassig ist und die Bilder 1a bleiben.
„Willkommen zum ersten Band der neuen Saga vom Dunklen Turm.“ Mit diesen Worten begrüßt Robin Furth die Leser dieses Buches, der sich unweigerlich fragt: „Halte ich nicht den sechsten Teil in der Hand?“Das tut er, aber dennoch hat dieses Buch in vielerlei Hinsicht tatsächlich nicht viel mit den ersten fünf Bänden gemein. Der Blick auf das Cover zeigt die erste Änderung. Denn die Person, die wir dort sehen, soll Roland darstellen...:: „Sehet nun dies. Sehet es wohl.“ ::..Diese Wortwiederholung zeigt ein Stilmittel, das Robin Furth, die Autorin der Graphic Novel, anwendet und die auch im Vorwort ganz offen zugibt. Ganz offensichtlich hatte sie Schwierigkeiten, die Brücke zu schlagen zwischen den Ereignissen nach dem Fall Gileads und der einsamen Reise des Revolvermanns.Und so spielt ein Großteil der Geschichte dann auch wieder in der Vergangenheit und springt ein wenig in der Zeit, um den Bogen zum Jetzt zu schlagen. Das Jetzt, mit der die Buchreihe beginnt und der Mann in Schwarz durch die Wüste floh … der Kenner wird wissen, dass Stephen King auch heute noch von seinem Einleitungssatz vollauf begeistert ist...:: Keine Zusatzinhalte ::..Diese neu erzählte Geschichte vermag aber dennoch zu unterhalten, auch wenn die Zeitsprünge zuweilen sehr große sind. Das große Ganze scheint allerdings dabei ein wenig verloren gegangen zu sein, obwohl sich die Autorin voll und ganz der Elemente der „Dunkle-Turm-Reihe“ bedient.Sehr erfrischend, dass ein Billy-Bumbler in die Geschichte eingeflochten wurde, was allerdings das gerade erwähnte deutlich unterstreicht. Auch wenn ich mir einen Bumbler etwas anders vorgestellt habe.Ein Novum in der Serie ist allerdings, dass nun gänzlich auf jegliches Zusatzmaterial am Ende des Buchs verzichtet wurde. Es gibt keinerlei Hintergrundinformationen zu Mittwelt, was ich sehr bedauerlich finde. Dafür hat sich der Umfang deutlich verkürzt, was sich dann auch im günstigeren Kaufpreis niederschlägt. Und in der Lesezeit – das Buch hatte ich binnen weniger Stunden durchgelesen...:: Illustrationen ::..Die Illustrationen und Grafiken in diesem Buch haben in meinen Augen nicht mehr sonderlich viel gemein mit dem, was dem Leser in den ersten vier Bänden präsentiert wurde. Das Buch zeigt sich vielmehr als modernes Western-Comic, ohne Bilder zu beinhalten, die einen künstlerischen Anspruch haben. Man merkt es dem Buch sehr deutlich an, dass ein anderer Illustrator am Werke ist.Warum Roland als leicht abgehalfterter Cowboy mit leichtem Bierbauchansatz und extrem kantigen Gesicht dargestellt wird, weiß ich nicht so recht, denn damit entfernt es sich sehr stark von der Darstellung der Vorgängerbände (und – so viel darf ich vorweg nehmen – der Nachfolgebände)...:: Fazit ::..Mit diesem Buch soll ein Übergang geschaffen werden zwischen den ersten fünf Bänden und den Bänden, die da noch kommen. Dadurch ist es wieder als eigenständiges Werk lesbar. Mit den Illustrationen hat sich das Team in meinen Augen sicherlich keinen Gefallen getan und auch die Story ist jetzt nicht kolossal neu.Dennoch fügt sich die Geschichte dieses Buchs ganz gut in die Welt des dunklen Turms ein, ohne dabei überragend zu glänzen. Somit versinkt dieses Buch ein wenig im Mittelmaß.Die Bindung dieses Buchs ist übrigens wieder sehr solide. Es sind lediglich die Bände 1 und 5, deren Bindung nicht alle Seiten beisammenhalten kann.