Am roten Strand   Ben-Neven-Krimis Bd2 - Jan Costin Wagner Gebunden
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Am roten Strand Ben-Neven-Krimis Bd2 - Jan Costin Wagner Gebunden

Hersteller: Wagner, Jan Costin  ·  MPN: 1103502
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Wagner, Jan Costin
EAN
9783869712093
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Kategorie
Bücher
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Produktbeschreibung

Am roten Strand | Jan Costin Wagner | Buch | 304 S. | Deutsch | 2022 | Kiepenheuer & Witsch

Bewertungen & Erfahrungen

4,5 von 5,0
4 Bewertungen
5 ★ 2
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 06.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Gut für Krimi
Aischa 20.07.2024 amazon.de
Ein ganz tolles Buch von einem großartigen Autor
Engelbert 20.07.2024 amazon.de
Endlich geht’s weiter
Krenberger 20.07.2024 amazon.de
Nachdem vor etwa zwei Jahren der erste Krimi um das Ermittlerteam Ben Neven und Christian Sandner unter dem Titel „Sommer bei Nacht“ erschienen war (Rezension hier), kommt nun die Fortsetzung sowohl der damals begonnenen Geschichte als auch die Fortentwicklung der agierenden Personen auf den Markt: „Am roten Strand“. Gegen Neven läuft noch die interne Ermittlung, da er im Vorgängerroman einen der Täter erschossen hatte, der eigentliche Drahtzieher eines noch aufzudeckenden Pädophilenrings ist in Haft, aber dennoch haben die Polizisten noch einiges zu tun. Denn weitere Mittäter und Hintermänner werden ausfindig gemacht, beschattet, konfrontiert und dennoch schneller als die Ermittler ihre Arbeit tun können zu Tode gebracht. Der eigentliche Ermittlungsansatz wandelt sich von da an und verschafft den Tätern ungewollt eine Zweitrolle als Opfer. Das Team, erweitert um den Beamten Heiko Lederer und die vorherige Leiterin der internen Ermittlung gegen Neven, Maren Keller, tappt zunächst im Dunkeln.Im Präsidium Wiesbaden konzentriert sich nun zudem die bundesweite Ermittlung gegen die Kunden und Mittäter. Einer ist der beim Joggen im Park mit einer Schere ermordete Hanno Eigler, der für ein Treffen mit dem Haupttäter verabredet war und dazu seine kleine Tochter mitgebracht hatte. Ein weiterer ist der IT-Administrator der Gruppe, Dahms, der vergiftet wird und bei der Vernehmung zusammenbricht. Die Arbeit des Teams besteht fortan nicht nur aus der Ermittlung im Sumpf der Abartigkeiten, sondern auch in der Suche nach dem neuen Täter gegen die Täter. Dies erfolgt mit klassischer Ermittlungsarbeit, sprich Zeugenbefragung, Auswertung von Überwachungsvideos, Rückschlüssen aus Gesprächen und Chatverläufen und dem einen oder anderen unerwarteten Hinweis, unter anderem von Landmann, dem früheren Vorgesetzten von Neven, der von diesem immer einmal wieder um geistigen Input gebeten wird. Am Ende findet sich die Ursache der Tötungen und es wird auch eine Art wissenschaftlicher Begleitkontext dazu angeboten, die wohl erklären soll, wie die Person es trotz oder gerade wegen ihres Hintergrunds geschafft hat, die Taten zu begehen.Der Krimi liest sich wie auch der Vorgängerband flott, die ständigen Perspektivwechsel sind diesmal besser aufeinander abgestimmt und es finden sich auch einmal längere Textpassagen. So können die Figuren auch weiterentwickelt werden, jedoch allenfalls dergestalt, dass man sie bei mehr Einzelheiten ihres Alltags beobachten darf: Neven beim Verheimlichen, Ausleben und Bereuen seiner eigenen pädophilen Neigungen, Sander beim Zusammenleben mit einem ehemaligen Missbrauchsopfer, Landmann beim Stochern im Nebel der eigenen Nicht-Erkenntnis über das Schicksal einer Tochter Barbara, Keller beim Hineinfinden in das Team und den Fall. Echte Erklärungen für die einzelnen Charaktere gibt es aber nicht, insbesondere nicht für Nevens Neigung oder deren Auswirkung auf den Fall. Dass er sich an Asservaten bedient, um heimlich seinen Vorlieben zu frönen, ist nachvollziehbar, aber dies hat außer der thematischen Identität nichts mit dem Fall zu tun. Er macht seine Arbeit gut, seine Familie leidet bisher nicht unter der Problematik, sodass das Aufbauschen dieser Eigenart als Besonderheit der Krimireihe („Und ausgerechnet der Polizist, in dem viele seiner Kollegen einen Helden sehen, bewahrt ein Geheimnis, vor dem er sich selbst entsetzt …“) deplatziert wirkt.Auch wie beim Vorgängerband ist die eigentliche Struktur des Krimis recht flach. Die Auflösung muss am Ende die IT liefern und eine psychische Besonderheit soll die Taten schlüssig machen. Das ist nicht spannend und sehr „Tatort“-ähnlich. Die Ermittler erachten die Ermordung der Täter klammheimlich als gerechtfertigt, die Tötung des Pflichtverteidigers geht als bedauerlicher Kollateralschaden irgendwie durch. Ein echter Cliffhanger ist nicht vorhanden und man fragt sich, wie sich das Ermittlerteam in den nächsten Fall retten soll. Ebenso bedauerlich, wie auch beim ersten Band, ist die gewollte Kürze der sprunghaften Kapitelpassagen. Denn so kommt die aus früheren Romanen von mir so geschätzte Sprachgewalt Wagners nicht ansatzweise zur Geltung. Es ist natürlich ein solider, gut lesbarer und unterhaltsamer Krimi, aber den enthusiastischen Einschätzungen, die z.B. auf der Verlagsseite zitiert werden, kann ich mich nicht anschließen. Dafür fehlt mir die Erzählkunst Wagners zu sehr, die mich in seinen Büchern bisher so begeistert hat.
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