1774 Als die jungen Genies die Freiheit suchten - Simone Francesca Schmidt Gebunden
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Bücher EAN 9783878001553

1774 Als die jungen Genies die Freiheit suchten - Simone Francesca Schmidt Gebunden

Hersteller: Südverlag  ·  MPN: 9783878001553
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

1774. Als die jungen Genies die Freiheit suchten | Biografie eines aufregenden Jahres | Schmidt

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 01.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein echtes Genuss und fängt die rebellische Energie der jungen Genies wunderbar ein. Ich war absolut begeistert von der Geschichte und der Darstellung!
Redaktion 01.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein absoluter Genuss, der die Freiheit und den Geist der jungen Genies wunderbar einfängt. Ich war von Anfang bis Ende begeistert von der rebellischen und lebendigen Darstellung.
Redaktion 01.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Gut!
Jörg Lüdecke 22.06.2024 amazon.de
1774 ist ein wichtiges Jahr für die deutsche Literatur. Goethe veröffentlicht „Die Leiden des jungen Werthers“ und wird praktisch über Nacht zum Superstar. Warum eigentlich? Bei heutiger Lektüre fällt es nicht gerade leicht, sich auf das Pathos von Goethes Briefroman einzulassen. Der wichtigste Grund für den Erfolg 1774 ist, dass Goethe mit dem „Werther“ das Lebensgefühl seiner Generation auf ideale Weise einfängt.Die Akteure des Sturm und Drang haben keine Lust, die Leser*innen aus ihrer „selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien“ (Kant), d.h. moralisch zu bilden oder Vernunft zu predigen. Die Fackel der Aufklärung wird nicht entflammt, damit ein starkes inneres Licht umso heller leuchten kann. Gefragt sind Empfindsamkeit, Entfesselung des Gefühls, Individualität und scharfe gesellschaftliche Kritik. Goethe schafft das mit dem Werther.Im März 2024, pünktlich zum 250. Jubiläum der Erstveröffentlichung des „Werther“, werden sicher wieder Lobeshymnen auf den jungen Goethe angestimmt und Schmuckausgaben seines Bestsellers gedruckt werden. Dagegen ist nichts zu sagen. Das ist schön. Goethe hat das verdient. Ich empfehle jedoch, vorher das Buch von Simone Francesca Schmidt zu lesen. Sie relativiert Goethes Leistung, ohne Goethes Talent zu schmälern.Schmidts Chronik des literarischen Jahres 1774 gibt erhellende Einblicke in das Leben und Werk der wichtigsten deutschsprachigen Dichter, Schriftsteller, Literaten, Publizisten und Verleger dieser Zeit. Eine Entdeckung. Denn es bleiben nur zwei Möglichkeiten: Viele Regalmeter Sekundärliteratur zu durchforsten – oder dieses höchst informative und kompakte Buch zu lesen.Dabei wird klar: Goethe ist nicht der einzige Genius, der zu dieser Zeit stürmt und drängt. Und man kann getrost davon ausgehen, dass Goethe ohne seinen Freundeskreis, ohne Gleichgesinnte wie Herder, Merck, Lenz oder Klinger, seine Peergroup, und ein begeisterungsfähiges, mitfühlendes Publikum den Werther wohl nicht geschrieben hätte. Was sind das für Geister, die Goethe zu Höchstleistungen anspornen? Simone Francesca Schmidt bringt sie uns auf 300 Seiten näher.Worüber wir staunen, wenn wir Schmidts sorgfältig zusammengestellte Jahreschronik für das literarische Jahr 1774 lesen, wie gut das soziale Netzwerk der Stürmer und Dränger funktioniert. Ihr Medium ist der Brief. Aber sie sind auch ständig auf Achse, um persönliche Bekanntschaften zu vertiefen und Brieffreundschaften in eine richtige Freundschaft zu verwandeln.Wenn die jungen Genies Freiheit suchen, ist es die Freiheit, Neues zu denken und Ungesagtes auszusprechen. In einem sozialen Sinne ist Freiheit ein anderes Wort für Selbstbestimmung, sich aus Bindungen und Abhängigkeiten zu lösen, die man als falsch erkennt, weil sie die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit oder die Möglichkeit, glücklich zu sein, verhindern. Die Stürmer und Dränger haben hier trotz ihrer Kritik an der Aufklärung im Sinne der Aufklärung gehandelt - aber mit sehr viel Gefühl!„1774“ ist das perfekte Buch, in die Zeit des Sturm und Drang einzutauchen. Beim nächsten „Tauchgang“ ist es wichtig, Romane, Dramen und Gedichte zu lesen. Und dann immer mal wieder „1774“ zur Hand nehmen, um Wechselwirkungen zu erkennen und bestimmte Situationen chronologisch besser einordnen zu können. Ein schönes, kurzweiliges und praktisches Buch.
Thomas Schneider 22.06.2024 amazon.de
Spannend zu lesen, mit viel hintersinnigem Humor, bestens recherchiert. Eine bibliophile Kostbarkeit!
Aischa 22.06.2024 amazon.de
"Ein unterhaltsames Panorama des Sturm und Drang, gewürzt mit Klatsch, Skandalen und Affären – und mit überraschend aktuellen Bezügen." So vielversprechend der Klappentext des Verlags, so wenig vermag der Inhalt dieses Versprechen zu halten.Ich hatte mich auf eine spannende Zeitreise in ein Jahr inmitten dieser für die deutsche Literatur so prägenden Epoche gefreut. Waren mir Goethe, Schubart und Lenz bis dato ausschließlich als Schriftsteller ein Begriff, so hoffte ich, sie durch die Lektüre auch als Persönlichkeiten näher kennen zu lernen. Und natürlich wollte ich auch Einsichten in Politik und Gesellschaft des Jahres 1774 und deren Auswirkungen auf die Gegenwart erhalten.Simone Francesca Schmidt hat ihr Buch in die zwölf Monate des Geschehens unterteilt. Der Einstieg ist durchaus unterhaltsam - die Vorstellung des jungen Goethe, der seiner Leidenschaft zum Schlittschuh laufen auch mal im knallroten Mantel der Mutter frönt, brachte mich sehr zum Schmunzeln. Überhaupt ist Schmidts Stil anfangs erfrischend frech, was sich leider im Verlauf des Buchs stark verliert. Und nicht nur das. Nach wenigen Kapiteln gerät die Erzählung immer wieder zu einer langweiligen, nichtssagenden Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten. X trifft Y, Z sollte auch besucht werden, war aber leider nicht zu Hause ... Das ist eine Zeit lang in Ordnung, um einen Eindruck vom Alltag der Protagonisten zu bekommen, aber es trägt nicht über einen ganzen Roman hinweg. Auch hätte ich mir ab und an einen Dialog gewünscht, um mehr Schwung in die Erzählung zu bringen. Stattdessen finden sich zahllose Zitate aus Tagebüchern, Briefen usw. Über weite Strecken hinweg habe ich mich sehr gelangweilt, ich war oft kurz davor, die Lektüre abzubrechen. Wenn doch mal etwas Interessantes vorkommt, wie zum Beispiel das Kasseler Kaffeeverbot, fehlendes Copyright oder die damalige Praxis, Literatur anonym zu veröffentlichen, dann wird es nur kurz unkommentiert erwähnt, Hintergründe sucht man vergeblich.Auch viele Protagonisten bleiben blass. So schildert Schmidt zwar den Skandal um Mercks Ehefrau, die ihn während eines längeren Aufenthalts in der Schweiz betrügt und ihn bei ihrer Heimkehr mit ihrer Schwangerschaft überrascht. Doch was führte zu dem Seitensprung, zumal das Ehepaar zuvor als rundum glücklich geschildert wurde? Wer war der Vater des Kindes? Wie war das erste Aufeinandertreffen der Ehepartner nach dem Betrug, was haben sie dabei gefühlt? Hat Merck seiner Frau wirklich verziehen, wie verhielt er sich dem Kind gegenüber? Mit all diesen Fragen bleiben die Leser*innen alleine.Ich ziehe meinen Hut vor der umfangreichen und intensiven Recherchearbeit, die diesem Buch zugrunde liegen muss. Umso bedauerlicher ist es, dass die Autorin aus der Fülle des Materials keine fesselnde Erzählung machen konnte. Sehr gelungen ist der Epilog, hier ordnet sie ein und bewertet - mehr davon auch in den vorhergehenden Kapiteln hätte dem Buch gut getan, so ist es deutlich zu wenig.Sehr gelungen ist hingegen der Anhang: Zeitgenössische Abbildungen der Protagonisten und ausführliche Personenverzeichnisse geben inmitten der Namensfülle Orientierung und haben mich bewogen, meine Bewertung auf drei Sterne aufzurunden.
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