Ich hatte schon einige Bücher um Naturkosmetik herzustellen aber die waren nicht alle so toll. Dann hat mir jemand das Buch empfohlen und es ist toll. So übersichtlich und ganz viel Anregung um badebomben, Seifen , Cremes etc. herzustellen sogar für bartpflege. Einfach alles dabei. Ich liebe das Buch und hab schon einiges nachgemacht und verschenkt. Ich liebe das Buch
Das Buch sollte eigentlich ein Geschenk für eine Anfängerin sein und ich habe mich für dieses entschieden, weil es hier als besonders anfängertauglich empfohlen wurde.Zuerst war ich auch angenehm überrascht, weil gleich am Anfang zwei ausführliche Kapitel über Konservierung und das Einstellen des ph-Werts kamen.Doch die Freude dauerte nur kurz. Denn laut der Beschreibung sollte man das Teststäbchen in die Creme tauchen.Nein, das sollte man nicht tun! An den Stäbchen sind Substanzen, die nicht in Creme gehören.Es wird z.B. mit einem Spatel eine kleine Menge abgenommen und auf dem Stäbchen verteilt.Weiter heisst es, man könne mit Milchsäure einen zu niedrigen ph-Wert nach oben korrigieren.Falsch, Säure senkt natürlich den ph-Wert noch weiter.Solche gravierende Fehler sollten in einem Buch, das speziell für Anfänger angepriesen wird, nicht stehen. Ausserdem wäre es gerade für unerfahrene Rührer wichtig zu wissen, wie der ph-Wert in beide Richtungen korrigiert werden kann.Es wird zwar, wie schon erwähnt, darauf hingewiesen wie wichtig Konservierung ist, daß Konservierungsmittel wird aber nicht vernünftig in das Rezept mit eingerechnet.Mit der Berechnung sind sicher einige überfordert, vor allem da die Rezepte durchwegs ungerade Mengen ergeben.Damit, daß einige Rohstoffe verwendet werden, die nicht naturkosmetikkonform sind, kann man meiner Meinung nach leben. Wer darauf Wert legt, müsste halt selber recherchieren.Emulgatoren werden teilweise zu hoch dosiert, in einem Rezept sogar 10%.Mir unverständlich ist auch, warum man Lamecreme, die schon Fettalkohol enthält, zusammen mit Cetylalkohol verarbeitet (zuviel davon verträgt nicht jede Haut), aber den Cetylalkohol bei Emulsan, wo er durchaus Sinn machen würde, weglässt.Möglicherweise sind die Rezepte für Badebomben und andere wasserfreie Formulierungen gar nicht mal schlecht. An eine Anfängerin, die sich hauptsächlich für Emulsionen interessiert, möchte ich dieses Buch allerdings nicht weiter geben und werde es zurück schicken.