Frey, Alexander Moritz: Solneman der Unsichtbare
Klassiker EAN 9783942788540

Frey, Alexander Moritz: Solneman der Unsichtbare

Hersteller: Elsinor Verlag  ·  MPN: 1109767
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Produktfakten auf einen Blick

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Klassiker
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Produktbeschreibung

Solneman, ein geheimnisvoller Fremder, erscheint in einer großen Stadt und erwirbt den dortigen Park für den ungeheuren Betrag von 150 Millionen Mark. Um das Areal herum errichtet er eine dreißig Meter hohe Mauer, denn der Sonderling, dessen wahre Gestalt niemand kennt, pocht auf absolute Anonymität und Wahrung seiner Privatsphäre. Das freilich ertragen die Bürger nicht: Märchenhaft er Reichtum, gepaart mit der Verweigerung von Gemeinschaft , rücken den Abgeschiedenen in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Immer bizarrer geraten die Versuche neugieriger Städter und bornierter Vertrete

Bewertungen & Erfahrungen

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4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 30.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Klassiker!
aus-erlesen 30.05.2024 amazon.de
Es ist schon kurios, was sich da in einer deutschen Kleinstadt etwas mehr als einhundert Jahren abspielt. Rein fiktiv – natürlich. Da kommt ein Mann ins Rathaus und unterbreitet dem Oberbürgermeister das Angebot den Stadtpark zu kaufen. Lachhaft! Der Amtsträger lehnt ab. Bis der geheimnisvolle Mann ihm eröffnet, dass er bar zahle. Und zwar dreiundsiebzig Millionen. Das wären heute irgendwas um die 300 Millionen Euro. Die Skepsis weicht aus dem Gesicht des Oberbürgermeister und macht einem breiten Grinsen Platz. Hciebel Solneman – so nennt sich der Mann mit dem unausschlagbaren Angebot und dem durchaus auffälligem Äußeren (mit ein bisschen Grips errät man, was gemeint ist – stellt nur noch ein paar Forderungen: Er will eine dreißig Meter hohe Mauer um - dann - sein Anwesen bauen, Überflugverbot unter tausend Meter und man solle ihn doch bitte nicht belästigen. Man einigt sich! So viel Geld im Säckel, wessen auch immer, ist einfach zu verlockend. In Windeseile steht die Mauer. Ein paar umliegende Häuser reißt sich Solneman auch noch unter den Nagel. Sonst könnte ja jemand mit dem Fernglas über die Mauer lugen.Was hat er eigentlich erwartet? Dass man ihm mirnichtsdirnichts das Grundstück überlässt, und alles ist gut? Dass Spekulationen mit dem Rascheln der Geldbündel ad acta gelegt wird? Bestimmt nicht! Denn Solneman tritt selbstischer und weltgewandt auf. Und er ist ob seiner Art über jeden Verdacht erhaben. Na gut, fast jeden Verdacht. Genauso schnell wie Mauer hochgezogen wurde, keimen die ersten Gerüchte. Da war doch mal was in Belgien. Eine Frau wurde ermordet als der Zirkus in der Stadt war. Zirkus – Solneman – Mord … könnte passen. Schon allein deshalb, weil ihn kaum jemand zu Gesicht bekommen hat. Oder ist er ein Varieté-Künstler? Oder Ingenieur? Bei dem, was da alles in sein Anwesen gebracht wird – die Lieferwagen hat Solneman gleich mitgekauft. Oder ist er gar ein Misanthrop? Reich ist er. Er gibt gern und viel für die Stadt.Das gemeine Volk zerreißt sich das Maul. Die Oberen wollen sein Nähe suchen, dürfen es aber nicht. Solnemans Nähe verspricht Ruhm und Ehre und … vielleicht den einen oder anderen Taler. Ach, es ist zum Verzweifeln! Was treibt dieser unsichtbare Mann mit dem rätselhaften Namen hinter den sich nur selten öffnenden Mauern?Alexander Moritz Frey treibt den Leser in den Wahnsinn. Was hat dieser Typ da vor? Nur eines steht fest: Wer das Buch vor dem letzten Punkt beiseite legt, hat verloren. Frey war ein Freund Thomas Manns und wurde im Kriegsdienst von einem Gefreiten drangsaliert dessen Ideologie zu Papier zu bringen. Frey lehnte ab. Er wusste, dass er vielleicht nicht, dass mit dem Teufel einen Bund eingehen würde, aber dieser Wichtigtuer war ihm zutiefst zuwider. Dieser Wichtigtuer wird nicht einmal zwanzig Jahre später unter anderem dafür verantwortlich sein, dass die Werke Alexander Moritz Freys dem Feuer übergeben werden. Aus dem Schweizer Exil kehrte der Autor nie mehr nach Deutschland zurück.
I. Bauermeister 30.05.2024 amazon.de
Das Buch ist literaturgeschichtlich interessant. Der Verfasser, Alexander Moritz Frey, heute weitestgehend in Vergessenheit geraten, war Pazifist und während der Weimarer Republik als Feuilletonist tätig. 1933 emigrierte er in die Schweiz. Seinen ersten Roman "Solneman der Unsichtbare" veröffentlichte er 1913. Mittels grotesker Satire übt Frey darin beißende Gesellschaftskritik.Das Buch spielt zur Kaiserzeit in Deutschland. Der erzkonservative, obrigkeitshörige Zeitgeist ist gekonnt eingefangen.Um was geht es? Ein Mann bietet der Verwaltung einer Stadt die ungeheuerliche Summe von 150 Millionen Mark für den Kauf des Stadtparks an, den er alleine nutzen und mit einer 30 m hohen Mauer umgeben will. Er selbst will unerkannt bleiben, seinen wahren Namen nicht nennen und auch sein wahres Aussehen verbergen. Die Verwaltung ist von der Höhe des Betrags derart angetan, dass der Kaufvertrag trotz des eigenartigen Käufers in Kürze zustande kommt. "Geld brauche man so nötig: für das neue Fürstendenkmal vor allem". Außerdem könnten auch ein paar hundert Mark jährlich für die Arbeitslosen abfallen. Eine bemerkenswerte Prioritätensetzung.Der neue Besitzer zieht mit seltsamem Gepäck und ungewöhnlicher Begleitung in den Park ein und beginnt ein ebenso seltsames Leben. Allzu viel kriegt die Stadt davon zwar nicht mit, aber Annahmen ersetzen alle fundierte Kenntnisse und werden zu Wahrheiten. Mit einem so unheimlichen Menschen kann man nicht in Frieden leben. Abweichendes Sozialverhalten wird nicht toleriert. Damit wird ein Thema problematisiert, das von zeitloser Bedeutung ist.
sunny-side-up 30.05.2024 amazon.de
Ziemlich verworrene Geschichte um - na um wen eigentlich ? Aber schon recht unterhaltsam uns spannend. bis zum Schluss.
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