Der Duft der Kiefern: Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2022 von der Kritikerjury in der Sparte Sachbuch

Der Duft der Kiefern: Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2022 von der Kritikerjury in der Sparte Sachbuch

Hersteller: Avant-Verlag, Berlin  ·  MPN: 1118884
4,8/5 (4 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Avant-Verlag, Berlin
EAN
9783964450586
Hersteller-Artikelnr.
1118884
Kategorie
Historische & Politische Comics
Durchschnittsbewertung
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Produktbeschreibung

In "Der Duft der Kiefern" taucht die Berliner Autorin in ihre Kindheit ein und stößt dabei auf Verdrängung und Lügen. Was hat ihr Großvater Heinrich, angeblich als Buchhalter bei der Wehrmacht in Riga stationiert, von den Gräueltaten der Nazis gewusst? War er vielleicht selbst beteiligt? Bald stellt sich die Frage nach der Mitschuld ihrer Familie. Sie erfährt, dass diese in einem Haus lebte, das ehemals von jüdischen Mitbürgern bewohnt war. Hat die Familie von der Enteignung profitiert oder war sie gar dafür verantwortlich? Bianca Schaalburg recherchiert die Ereignisse und stellt die Frage nac

Bewertungen & Erfahrungen

4,8 von 5
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 05.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Super!
tanja 08.10.2023 amazon.de
Ich bin voller Begeisterung über diese Graphic Novel von Bianca Schaalburg über die Geschichte ihrer Berliner Familie und ihre Verwicklungen in die Ereignisse der Vergangenheit.Wer waren die Menschen auf den alten Fotos, was haben sie in ihrer Rolle als Zeitzeugen der Nazizeit erlebt, warum gibt es drei Stolpersteine vor dem Haus, in dem die Familie gelebt hat, wer waren diese Menschen und was haben sie getan, was haben sie erlebt oder erlitten und was haben die Verwandten gewusst? Obwohl sie „nichts wussten?“ Wie ist die Mutter in alldem aufgewachsen, was hat sie geprägt, was hat sie weitergegeben? …Mit diesem Buch in der Hand sehe ich meine geerbten Fotoalben mit anderen Augen, möchte selber Lupen herausholen und Landesarchive befragen. Alles ähnelt sich so. Die Großväter und -onkel mit den kleinen hässlichen Abzeichen an ihren Uniformen, die Mutter als Kind mit riesigen Schleifen im Haar. Und das absolute Schweigen.In diesem Buch verdichtet sich alles: Bianca Schaalburgs zeichnerisches Talent, ihr Humor, ihre Hingabe an detektivisches Nachforschen und Wissen-Wollen und ihr immenses Mitgefühl mit allen Lebenden und nicht mehr Lebenden der Welt.Es ist gepresst voll mit schwelgerisch nacherzählten, erfundenen und gemutmaßten Erinnerungen, die die harten Daten und Fakten der Geschichte ins Leben zurückholen und ihr Fortwirken in der Gegenwart sichtbar und nachvollziehbar machen.Am irrsten vielleicht ist das Schwarz, das in diesem Buch neben den Farben, die die verschiedenen ineinander verschränkt aufploppenden Epochen unterscheiden, die Hauptrolle spielt, als Farbe des Schattens von Unheimlichkeit und unaussprechlichem Horror, auch dann, wenn das Bild nur einen wunderschönen Sommertag am Berliner Schlachtensee zeigt.Großartig! DANKE!!
west13 08.10.2023 amazon.de
kaufen, lesen, weiter empfehlen
Loselumbo 08.10.2023 amazon.de
Die Autorin (*1967) setzt sich nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrer Familien-Geschichte auseinander, vor allem mit der Verstrickung ihres Großvaters (1905-1957) in die NS-Verbrechen: Heinrich Schott war ein klassischer Mitläufer, der als arbeitsloser Dentist unter den Nazis zum Buchhalter aufstieg, an Erschießungen in Riga beteiligt war. In der Nachkriegszeit hat er sich ebenso wie seine Frau unbequemen Fragen verweigert, wollte von nichts gewusst haben, obwohl es genug Hinweise auf Judenverschleppungen in der unmittelbaren Nachbarschaft in Berlin-Zehlendorf gab.Schaalburg recherchiert nicht nur in ihrer Heimat Zehlendorf, wo die Familie jahrzehntelang lebte. Sie besucht auch Archive und Dokumentationszentren im In- und Ausland, trifft sich mit Nachfahren von Opfern und Tätern. Herausgekommen ist ein umfangreiches Epos, das jungen Menschen einen guten Einstieg in die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit, mit Schuld und Sühne auf persönliche Weise anbietet.Die Zeichnungen sind hervorragend und anschaulich. Mitunter wird es etwas ausufernd, da auch die ganze Berliner Nachkriegsgeschichte – vom Mauerbau bis zum Mauerfall - dargestellt wird. Dadurch bleiben manche Figuren zu sehr an der Oberfläche.Am Ende des Bandes gibt es ein umfangreiches Glossar (z. B. zu den KZs) und ein hilfreicher Familienstammbaum, um die Personen besser zuordnen zu können.
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