Oktober 1943: Maddie ist die Pilotin eines britischen Flugzeugs das über dem von den deutschen besetzten Frankreich abstürzt. Maddie und die Geheimagentin Verity sind beste Freundinnen, Verity war die Person die Maddie absetzen sollte. Maddie gelingt es den Nazis zu entkommen, doch Verity wird geschnappt und erlebt den schlimmsten Albtraum den eine Spionin erleben kann. Verity hat nur die Wahl alles freiwillig von ihrer Mission zu verraten oder sie werden aus ihr herausgefoltert. Was Verity ganz Sicher weiß, sie wird dies alles nicht überleben nur ist sie bereit Maddie zu verraten.Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich so es wird wohl wieder ein Roman sein der zur Nazizeit spielt und man erlebt ihn durch die Erzählung einer gefangenen Spionin. Dem ist aber nicht so, denn es geht hier auch oder hauptsächlich um Freundschaft und Loyalität zu Zeiten des zweiten Weltkrieges.Verity ist der Deckname einer schottischen Geheimagentin die für die britische Armee arbeitet und einen Auftrag auszuführen hat als sie nach Frankreich kommt. Aber es läuft wirklich alles schief und Verity wird sehr schnell festgenommen und befragt. Bei ihr hatte ich das Gefühl ihre adelige Herkunft hat sie alles erdulden lassen um nicht ihre Mission zu verraten wenn man es so ausdrücken möchte.Maddie ist das Kind von Emigranten die in England ein neues Zuhause gefunden haben. Alles technische interessiert sie und so kommt sie auch zur Fliegerei, durch puren Zufall findet sie in Verity eine Freundin fürs Leben und diese Mission bringt auch sie an ihre Grenzen.Dieses Buch hat auch mich als Leserin an meine Grenzen gebracht wenn es es so ausdrücken möchte.Die Freundschaft dieser zwei so ungleichen Frauen ist etwas besonderes und dies fühlt man auch beim Lesen. Oftmals musste ich das Buch zur Seite legen um das gelesene sacken zu lassen, denn auch wenn es ein fiktiver Roman war so hat mich das gelesene doch sehr berührt.Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan in die Geschichte zu finden, aber dann habe ich mitgelitten und auch mitgefühlt und habe nur Pausen gemacht um über das gelesene nachzudenken oder es sacken zu lassen, einfach weil es mich so berührt hat.Ich persönlich empfinde das gelesene brutal und gleichzeitig auch fesselnd so das man dieses Buch das von dieser besonderen Freundschaft erzählt nicht einfach weglegen kann weil man einfach über das gelesene mit seiner Familie oder Freunden sprechen muss um es noch besser verarbeiten zu können.Der Großteil des Romans wird von Verity erzählt aber auch Maddie kommt zu Wort. Im deutschen Buch gibt es auch ein Interview der Autorin und einen Bericht, würde ich es mal nennen, der 10 Jahre nach der ersten Veröffentlichung von Codename Verity manches genauer erläutert.Den Schreibstil von Frau Wein empfand ich als sehr angenehm und ich konnte mich richtig in Verity und Maddie einfühlen und eindenken.Auch wenn es fiktive Handlungsorte waren, so war alles sehr anschaulich beschrieben und ich konnte mir alles sehr gut vor meinem inneren Auge entstehen lassen.Verity und Maddie hatte ich sofort in mein Leserherz geschlossen gehabt und auch andere Figuren habe ich im Laufe der Zeit sehr liebgewonnen.Das Buch hat mich auf eine besondere Art und Weise berührt, ich musste mehrmals schlucken und auch ein paar Tränen verdrücken.Ich gebe dem Buch sehr gerne alle fünf Sterne und ich weiß jetzt schon, dass ich das Buch noch oft weiterempfehlen werde.
Die Geheimagentin "Verity", eine schottische Aristokratin, und die Pilotin und Funkerin Maddie, ein Arbeitermädchen aus Manchester, werden während des Zweiten Weltkriegs zu Freundinnen - eine Freundschaft, die zu anderen Zeiten nicht möglich gewesen wäre, denn ihre Wege hätten sich nie gekreuzt.Jede der beiden geht mutig ihren Aufgaben im Kampf auf Seiten der Alliierten vor. Doch im Oktober 1943 misslingt eine geheime Mission, als sie zusammen im Flug über Frankreich angeschossen werden. Verity kann das Flugzeug per Fallschirm verlassen und wird anschließend von der Gestapo aufgegriffen und gefangen genommen. Sie weiß nicht, ob Maddie notlanden konnte und den Angriff überlebt hat. In Gefangenschaft schreibt Verity ihr Geständnis und wird unter Folter gezwungen, Geheimnisse zu verraten. Während sie möglichst lange schreibt, um ihre Hinrichtung aufzuschieben, lässt sie sich von ihren Peinigern nicht einschüchtern und gibt die Hoffnung nicht auf, dass ihre Freundin überlebt hat.Die Geschichte beginnt mit den Worten von Verity, während sie ihren Bericht für die Gestapo schreibt. In Rückblenden erfährt man aus ihrer Erzählung, wie sie Maddie kennengelernt hat und einige wenige Details aus ihrem Leben als Geheimagentin. Sie bezeichnet sich dabei selbst als Feigling und Verräterin, was allerdings nicht zu ihrem mutigen Verhalten gegenüber ihren Folterern passt. So werden Zweifel geschürt, wie viel von ihrem Bericht der Wahrheit entspricht und ob ihre Informationen für die Deutschen tatsächlich wertvoll sind. Eine zweite Perspektive, die später ebenfalls in Form eines Berichts einsetzt, geben noch mehr Details preis und schließen den Kreis zu dem, was Verity erwähnte.Der Plot um zwei junge Frauen, die im Kriegseinsatz mutig Aufgaben übernehmen, die Männern vorbehalten waren, die eine Freundschaft knüpfen, die dramatisch mit einer Gefangenschaft durch die Gestapo endet, hat Potenzial für eine spannende und emotionale Geschichte vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs.Die Art der Erzählweise als nacherzählter Bericht, der eingangs kindlich anmutet und der ein aktives Miterleben der Geschichte von Verity und Maddie verhindert, ist allerdings wenig einnehmend. Die Erzählung von Verity ist sprunghaft und willkürlich. Sie schreibt das nieder, was ihr gerade einfällt, unabhängig davon, ob es für die Geschichte oder für die Gestapo wichtig ist. Der Wechsel aus den Erlebnissen in Gefangenschaft und ihrem Geständnis ist genauso willkürlich und kaum von einander zu unterscheiden.Die Sicht von Maddie ist einnehmender und lebendiger. Zudem sorgen offene Fragen nach einer möglichen Rettung von Verity und der Fortsetzung der geplanten Mission für Momente der Spannung. Zu viele Zufälle lassen die Ereignisse in Frankreich reichlich unwahrscheinlich erscheinen, zumal es an Erklärungen fehlt, wer warum auf Seiten der Résistance kämpft.Die Geschichte über die Freundschaft von Verity und Maddie kommt in der gesamten Handlung kaum zum Tragen. Die wenigen Beschreibungen über erste Begegnungen und vage gemeinsame Erlebnisse reichen nicht aus, um tatsächlich eine enge Bindung zwischen den beiden zu spüren. Das dramatische Ende ist als Totschlagargument nicht wirklich überzeugend.Die Handlung ist gerade in der ersten Hälfte unwahrscheinlich zäh und wiederholt sich auch später in retardierenden Gedanken der Hauptfiguren. Die Erwähnung verschiedenster Flugzeugtypen trägt darüber hinaus nicht dazu bei, die Geschichte lebendiger zu gestalten. Verity ist eine zwiespältige Figur, bei der man erst später erkennt, warum sie so handelt. Das tröstet jedoch nicht darüber hinweg, dass ihr Geständnis in Prosaform, gespickt mit Anekdoten, nicht fesseln kann.Ein anderer Aufbau dieser Geschichte hätte aus "Code Name Verity" eine spannende und dramatische Geschichte über mutige Heldinnen und starke Frauen, die während des Krieges für Frieden und Freiheit kämpfen, machen können. So ist es ein Durcheinander aus einzelnen Erzählfragmenten mit nur wenigen verbindenden Momente von Verity und Maddie.