Eine Trennung ist eine Krise. Sie verändert die Atmosphäre in der Familie, auch wenn Konflikte nicht offen angesprochen werden. In den vielen Jahren, in denen die Autorin Ute Steffens in Beratungsstellen mit Trennungseltern gearbeitet hat, hörte sie immer wieder Sätze wie: "Wir versuchen, unsere Probleme und Konflikte so weit wie möglich von unseren Kindern fernzuhalten." Oder: "Ich glaube, unsere Kinder haben eigentlich von unseren Problemen gar nichts mitbekommen." In der Regel ist das Gegenteil der Fall, denn Kinder haben ein feines Gespür dafür, was in ihrer Umgebung gerade passiert. Mit diesem Buch können Sie einem professionell begleiteten Trennungsprozess folgen. Anhand des verfremdeten Beispiels einer Klientin, die im Buch "Anna" heißt, zeichnet die Autorin in insgesamt 20 verdichteten therapeutischen Sitzungen den typischen Verlauf einer Elterntrennung mit charakteristischen Konflikten, Fragen und Problemen nach. Sie bekommen entwicklungspsychologische Informationen über das kindliche Erleben und Anstöße, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Das mag besonders am Anfang mühsam und schmerzlich sein, doch wie ich am Beispiel von Anna zeige, liegt in diesem Prozess auch ein großer Gewinn. Stellvertretend für viele Eltern setzt sich Anna mit ihren Gefühlen, Motiven, Ängsten, Enttäuschungen, Wünschen und Verletzungen auseinander, damit diese nicht unbemerkt den Kontakt zu ihren beiden Kindern beeinflussen, sie verunsichern oder überfordern. Am Ende stellt sie fest, dass diese Arbeit nicht nur die Beziehung zu ihren Kindern in besonderer Weise gefestigt und bereichert, sondern auch sie selbst in ihrer persönlichen Entwicklung enorm voran gebracht hat.
Bewertungen & Erfahrungen
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5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion21.07.2026
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Das Buch bietet eine wertvolle Perspektive auf die emotionalen Auswirkungen einer Trennung, ist aber für manche Leser vielleicht etwas zu allgemein gehalten.
Aus diesem Buch spricht ohne jeden Zweifel große Erfahrung.Endlich mal ein Ratgeber ohne den erhobenen Zeigefinger.Die Autorin findet einen anregenden, einfühlenden und unterstützenden Ton, den Betroffene in dieser schweren Zeit so dringend brauchen. Nicht nur für Trennungseltern und deren Kinder, sondern auch für die professionelle Begleitung von Trennungsprozessen, ist die Lektüre eine große Bereicherung.Man hat als LeserIn tatsächlich das Gefühl, eigene Erfahrungen mit Anna und anderen Betroffenen zu teilen und sie dann gemeinsam mit der Autorin auszuwerten. Das gibt Sicherheit und Orientierung in einer Zeit, die von großer Angst und Unsicherheit geprägt ist.Ich habe das Buch verschlungen, bin Anna von Sitzung zu Sitzung gefolgt, habe begriffen, dass ich mich überfordere, wenn ich mit Blick auf die unzähligen Trennungskinder um uns herum dachte, dass es ja alle anderen auch irgendwie hinbekommen, und nur ich es nicht gebacken kriege.Endlich habe ich begriffen, worauf es in der Beziehung zu meinen Kindern ankommt! Ich muss mir meiner Selbst und meiner Motive bewusst werden, um meinen Kindern sowohl aufrichtig als auch verantwortungsvoll begegnen zu können.Das bedeutet eine große Erleichterung, weil ich bisher dachte, ich müsse in dieser schwierigen Situation vor allem pädagogische Erwartungen erfüllen, mich „richtig“ verhalten.Dank der Lektüre kann ich einordnen, welche besondere Bedürfnisse meine Kinder in dieser Krise haben, ich kann sie besser verstehen, ihnen altersgerecht begegnen und durch mein eigenes Verhalten dazu beitragen, dass sie die Trennung gut verarbeiten.Dieses Buch informiert, regt zu persönlichen Lösungen an, macht Mut, ohne zu verurteilen oder zu belehren. Großartig!
Ich fühlte mich richtiggehend in das Buch hineingesogen und habe Sitzung für Sitzung durchgearbeitet. Mit Anna, der Mutter, die ihre Trennung und ihre Sorgen mit ihren beiden Kindern beschreibt, konnte ich mich sehr identifizieren. Viele Konflikte habe ich so oder ähnlich erlebt, so dass die Lösungen aus dem.Buch mich dazu angeregt haben, eigene Lösungen zu finden. Durch die vielen Fallbeispiele ist das Buch sehr praxisnah. Ich kann meine Kinder nun häufig viel besser verstehen und viel sicherer auf ihre Fragen und Ängste eingehen. Unbedingt empfehlenswert!
Die Trennung eines Elternpaares ist oft für alle Beteiligten hart. Sie wünschen sich jemanden an ihrer Seite, der sie feinfühlig begleitet, ernst nimmt und Tipps parat hat, wie es ein bisschen leichter wird. Gerade für die Kinder. Diesen Begleiter hat Ute Steffens geschrieben.Ihr Buch „Mit Kindern durch die Trennung“ zeigt einerseits dem Leser oder der Leserin „Du bist nicht allein!“. Sie nimmt sie oder ihn an die Hand und begleitet die Trennung und alle oft widersprüchlichen Gefühle dieser Zeit Schritt für Schritt.Gleichzeitig sind in diesem „therapeutischen Lesebuch“ nicht nur viele wertvolle und konkrete Tipps aus der Praxis enthalten, sondern auch enorm viel Wissen. Darüber, wie Eltern und vor allem Kinder in den verschiedenen Lebensphasen auf die Trennung reagieren und wie man auch ihnen helfen kann.Der Ratgeber verfolgt dabei ein ganz besonderes Konzept: Die Leser*innen vollziehen gemeinsam mit der Klientin Anna (die eine verfremdete Klientin der Autorin ist) in 19 Therapiesitzungen den typischen Verlauf einer Trennung nach. Anna kommt immer wieder ausführlich zu Wort und bietet sicherlich für alle Eltern in Trennungen Anknüpfungspunkte zum eigenen Erleben und Fühlen. Zugrunde liegt dem das therapeutische Prinzip des „Sharings“. Dabei hört man einander zu, erzählt dann von eigenen ähnlichen Erfahrungen und analysiert diese mithilfe von Therapeut*innen.Durch dieses besondere Format, das sich Zeit nimmt, in die Tiefe geht und von vielen Beispielen lebt, haben auch die Leser*innen Zeit und Raum, sich mit ihren eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen, die eigene Lade zu durchdenken, zu vergleichen und in die neue Situation hineinzuwachsen. Die psychologischen Konzepte, Erklärungen und Theorien schwingen dabei mit. Man lernt sie durch die Therapiesitzungen und durch Annas Stimme kennen, ohne dass man das Gefühl hat, davon erschlagen zu werden.Die Autorin in der Bedürfnisorientierung zu Hause und weiß um den Wert einer gesunden Selbstfürsorge für alle Familienmitglieder. Das hat mir besonders gut gefallen.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.