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Flirren | Roman | Helwig Brunner | Buch | 208 S. | Deutsch | 2024 | Literaturverlag Droschl
Bewertungen & Erfahrungen
4,8 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★5
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3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion05.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist absolut faszinierend und bietet eine unglaubliche Perspektive auf die Zukunft unserer Welt im 25. Jahrhundert. Ich war begeistert von Helwig Brunners visionären Zeichnungen und der tiefgründigen Reflexion über das Leben.
Redaktion05.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist absolut faszinierend und bietet eine wunderbare Perspektive auf die Zukunft unseres Lebens. Ich bin sehr begeistert von Helwig Brunners visionären Zeichnungen.
Ich sitze in der U-Bahn und die Tageswerbung macht mich auf "Flirren" aufmerksam. Den kurzenWerbetext habe ich schnell gelesen und bin sofort begeistert. Da beschreibt ein Autor vom 25.Jahrhundert aus gesehen, was an menschlichem Leben hier noch möglich ist. Ich zücke mein Handy undsuche nach dem Namen des Autors. Ich finde ihn und nun ist klar, dieses Buch muss ich lesen.Egal ob der Zusammenbruch des Klimas, wie wir es heute kennen oder ob nukleale Katastrohen, alleshat die Menschheit bisher erlebt, Millionen haben es nicht überlebt und die Menschheit ist mächtiggeschrumpft.So ein Buch hätte ich wohl vor zehn oder fünfzehn Jahren noch als Spinnerei abgetan, inzwischen kannich mir so eine Zukunft vorstellen. Wir erleben es täglich neu, als Menschheit sind wir noch immer nichtbereit die Natur zu achten, statt sie auszubeuten und weiter hoffnungslos kaputt zu machen. Weiter fügen wir der Natur irreparable Schäden zu als wüssten wir nicht was dies für Konsequenzen hat.Leonard ist mir ganz besonders ans Herz gewachsen. Er benennt unsere Fehler und er trauert um seinegroße Liebe. Menschliches Leben spielt sich im 25. Jahrhundert oftmals unterhalb der Erdoberflächeab. Nichts ist mehr so, wie es heute noch ist.Was Helwig Brunner hier beschreibt, ist eine Welt in der ich nicht leben möchte. Ob die Leserschaftseinen Roman tatsächlich als Weckruf sieht, wage ich zu bezweifeln. Der Autor verfügt über eine sehrschöne Schreibe. Ich wäre ihm gern noch einmal 200 Seiten lang gefolgt.
Helwig Brunner bettet in kurzen Kapiteln die Story von Leonard und der verlorenen Liebe in einen philosophischen und auch poetischen, fast lyrischen Abgesang auf das Zeitalter der Menschheit. Ausgefeilte, wie Diamanten geschliffene Sätze prägen ebenso den Ton, wie wehmütige, melancholische und zarte Worte das Leben und den Blick zurück beschreiben.Antworten, Hoffnung? Nein oder nur wenig. Ansporn, die Welt, die wir haben, zu schützen und das, was uns als Menschen auszeichnet zu bewahren? Ja!Helwig Brunnner hat Musik und Biologie studiert, ist nicht nur Autor, sondern auch Herausgeber einer Lyrikbuchreihe UND Geschäftsführer eines ökologischen Planungsbüros mit Schwerpunkt Energiewende. Es war diese Mischung, die mich interessiert hat und die dieses Buch tatsächlich prägt.Eine klare Empfehlung für alle, die Freude an Gedankenspielen und keine Angst vor „ungeschönten und kompromisslosen“ Dystopien vom Ende des „Hoffnungszeitalters“ haben.
„Was einst die Evolution war, ist heute die Bastelstube der Gentechnik.“ (S. 18)Leonard ist Vergangenheitsforscher und lebt in einem Humanareal. Humanareale sind die einzigen Behausungen, in denen zu leben noch möglich ist. Die Welt besteht nicht mehr aus schöner grüner Natur, vielen Menschen und Tieren. Das einzige Naturschauspiel sind die starken Winde, wüstenartige, vegetationslose Landschaft und ein Überfluss von Sonnenlicht. Dies ist gefühlt das einzig Positive, denn diese Winde und die starke Sonnenenergie befüllen die Windräder, die den Strom erzeugen, der zur Kühlung der Areale und dem Überleben dienen. Nahrung muss gezielt angebaut werden, Vitamine und Mineralien werden täglich zugeführt. Wasser ist Mangelware und für alle begrenzt. Informationen erhalten die Menschen durch digitale Uploads direkt in ihre Köpfe. Alles wird durch KI gesteuert und beobachtet.Als Verhaltensforscher hat Leonard bei der Behörde einen „Stein im Brett“. In seiner Rolle als Forscher erhält ein besseres Quartier mit einem Fenster nach außen, hat es sozusagen etwas bequemer. Beim Lesen tauchen wir tief in die Gedankenwelt von Leonard ein, der - aufgrund der Historie und jetzigen Lebenssituation auf diesem Planeten – Ideen zu Auswegen herbeiführen soll. Seine Arbeit sollte grundsätzlich in einem „Think Big“ münden. Im Grunde ein Job der „eierlegenden Wollmilchsau“. Das Setting generiert beim Lesen Düsternis und Beklemmung.Positive Vibes generieren die Erinnerungen an seine Lebensgefährtin Lea, die leider viel zu verstarb. Lea war Leonards Lebensmensch – ihr Bild, das er täglich ansieht, gibt der düsten Note im Buch etwas Sanftes. Sein Gedankendschungel ist logischerweise erschütternd und er leidet an der düstern Realität seiner Existenz. Was bleibt eigentlich noch vom Leben, wenn man in so einer Zelle hockt und die Sonne den Menschen buchstäblich eine „drüber brät“. Wenn Sonneneruptionen und Sonnenstürme auf die Erde drauf hageln und man im Grund ganz genau weiß, dass die Menschheit ein Ablaufdatum hat.Brunner‘s „Buchexperiment“ ist vermutlich nicht so weit davon entfernt, wie es einmal sein wird. Er skizziert einen Überwachungsstaat durch KI, der emotionslos Entscheidungen trifft, wenn Dinge der Gemeinschaft nicht (mehr) dienlich sind. Das Spiel mit dem Feuer (und da sind wir im Buch bei ca. 50 Grad Celsius), das wir Menschen auf dieser Welt täglich spielen, ist Teil einer logischen Schlussfolgerung.„Und während man ringsum einem drastischen Artenschwund zusah, der wie ein Flächenbrand über die Biosphäre hinwegzog, schien die Erde ohne unsere Spezis, ohne diese eine Spezies Homo sapiens, geradezu undenkbar. Denn der Gedanke an die eigene Abwesenheit ist ähnlich schwierig zu denken wie jener an das Nichts.“ (S. 90)
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Letzte Aktualisierung: 28.09.2026 06:17 Uhr.