Berge Meere und Giganten: Roman (Alfred Döblin, Werke in zehn Bänden)
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EAN 9783100155511

Berge Meere und Giganten: Roman (Alfred Döblin, Werke in zehn Bänden)

Hersteller: Fischerverlage  ·  MPN: 1892969
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Produktbeschreibung

Berge Meere und Giganten | Alfred Döblin | Buch | Alfred Döblin, Werke in zehn Bänden | Lesebändchen

Bewertungen & Erfahrungen

4,0 von 5,0
6 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 28.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Buch ist sehr informativ und die Geschichte ist spannend erzählt, allerdings gibt es an einigen Stellen eine etwas zu dichte Darstellung.
Redaktion 28.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine fantastische und tiefgründige Reise durch die Geschichte der Menschheit, die die beeindruckenden Berge, Meere und Giganten auf eine Weise verbindet, die absolut fesselnd ist. Die Erzählweise ist sowohl erzieherisch als auch visionär und bietet eine unglaublich spannende Perspektive.
Redaktion 28.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Super!
Ric 16.06.2023 amazon.de
Wer SF liest, hat heute vollkommen andere Vorstellungen von solcher Literatur als es vor Jahrzehnten noch der Fall war: dieser Roman "Berge Meere und Giganten", den Döblin erstmals 1924 publizierte, ist daher zum einen im Lichte der heutigen Auffassung technischen Fortschrittes veraltet, zum anderen aber sprachlich auf einem Niveau, das die trivialisierte SF von heute dennoch überragt, ihn wieder zeitlos werden lässt: ein Klassiker!Das Buch besteht aus neun Büchern und umspannt ein Geschehen über mehrere hundert Jahre bis ins 27. Jahrhundert hinein. In wenigen Sätzen zusammengefasst, trägt sich Folgendes zu: die Menschheit ist hochtechnisiert, organisiert sich oligarchisch, erzeugt synthetische Nahrungsmittel, verclustert in Stadtlandschaften. Der Westen gibt bis zum "Uralischen Krieg" den Ton an, wird aber in einem gewaltigen Krieg vom asiatischen Osten sowie von der Natur zurückgedrängt. Marduk erscheint als Lichtgestalt (Konsul Berlins), wird jedoch durch Feindschaften getötet. Um neuen Lebensraum zu schaffen, werden Islands Vulkane gesprengt, Grönland enteist. Urwesen, saurierartig, überrennen die westlichen Länder. Als Reaktion bauen die Menschen Giganten (Turmmenschen) aus Pflanzen, Menschen und Mineralien. Ob des "Sieges" der Kunst über die Natur kommt es zu übertriebenen Metamorphosen bis hin zur totalen Sinnlosigkeit der Existenz in abstracto. Alternativ wird im letzten Kapitel "Venaska" der Weg zurück zur Natur gesucht, raus aus der evozierten Dunkelheit heißt es im letzten Satz: "... Licht glomm aus ihnen."Der Roman ist ein Kunstwerk par excellence. Inhaltlich wird eben der Mensch, seine Existenzberichtigung, der Sinn seines Daseins vor dem Hintergrund der Demaskierung der Illusion "Fortschritt" thematisiert. Döblin treibt dessen Kampf gegen sich und die Natur ins Groteske, worin selbst Ovids Metamorphosen nur kümmerlich verblassen. Zugleich mythologisiert er Geschichte in den vicoschen Zirkel der ewigen Wiederkehr des Gleichen. Dies gelingt Döblin technisch durch den epischen Weitblick über die Jahrhunderte (Aufzählungen werden u.a. ohne Kommata vollzogen), den ich bislang nur im (historischen) Roman "Amazonas" von ihm kenne - und schätze. Er brilliert mit einer aktiv gesetzten Sprache, die die Dinge, d.h. die Natur anthropomorphisiert, ihnen menschliches Handeln zuweist, dadurch Distanz gewinnt. Aufgefrischt wird das Geschehen durch die menschlichen Taten, die in den beschriebenen Zirkel der Sinnlosigkeit, sprachlich adäquat ausgedrückt, strudeln; Menschlichkeit, Wärme und Liebe zeigt sich nur in den allegorischen Märchen und Geschichten von Individuen, kulminierend in der Menschheitshoffnung: Vaneska. Der Roman ist ein epochales Bildnis, will keine politische, religiöse oder technische Antizipation durch Detail, sondern Struktur der Existenz, Wesen des Daseins umreißen - ein Geschichtspessimismus führt zurück in den Mythos, die Zukunft ist immer schon das Vergangene im Elementaren, im Eigentlichen: Döblin verurteilt die Menschen: wenngleich es mit Döblins (ich denke auch vollkommen intendierter) Phantasie partiell durchgeht, so verstehe ich den Roman nicht als etwas Visionäres oder bloß Dystopisches -, das Werk ist eine Philosophie, verformt als ein epischer Abgesang auf die Zukunft, auf den Progress und doch beschwört er letztlich die innerste Hoffnung auf den Sinn im Sein.
Jost Spörl 16.06.2023 amazon.de
Ein großartiges Werk, das jedoch nicht bei jedem Begeisterung auslöst. Der außergewöhnlichste Zukunftsroman, den ich kenne. Keine wildgewordenen Roboter, keine fernen Planeten, nein, eine aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mögliche gesellschaftliche Zukunft.
Marco Gabel 16.06.2023 amazon.de
leider eines der ganz wenigen Bücher, welches ich nach ca. 200 Seiten beiseite legen mußte. So sehr ich von Döblins vierbändigem Roman "November 1918. Eine deutsche Revolution" begeistert war, so sehr hat mich dieser frühe Science Fiction Roman enttäuscht, obwohl der Klapprückentext sehr interessant klingt. Verfaßt in einem sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil war für mich kein Handlungsstrang zu erkennen.Die Erzählweise wirkte auf mich sehr abstrakt und unpersönlich und Spannung wollte auch keine aufkommen. Teilweise war die Handlung für mich auch unverständlich. Für meinen Geschmack ist das Buch nicht zu empfehlen.
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