The Quartet: Wie vier Frauen die Philosophie zurück ins Leben brachten
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The Quartet: Wie vier Frauen die Philosophie zurück ins Leben brachten

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Produktbeschreibung

The Quartet | Wie vier Frauen die Philosophie zurück ins Leben brachten | Clare Mac Cumhaill (u. a.)

Bewertungen & Erfahrungen

3,8 von 5,0
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 01.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch bietet eine spannende und witzige Mischung aus Geistesgeschichte und aktuellen Gesprächen über die Frauen in Oxford. Obwohl es sehr unterhaltsam ist, sind einige historische Details etwas zu dicht für den schnellen Lesefluss.
Redaktion 01.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Toller Witz!
philosophisch-ethische-rezensionen 03.04.2024 amazon.de
Das Buch erzählt die Geschichte von 4 bedeutenden britischen Philosophinnen des 20. Jahrhunderts, die auch eng befreundet und zusammen in Oxford studiert haben: Elizabeth Anscombe, womöglich die begabteste der 4, Philippa Foot (geb. Bosanquet), von der das Trolley-Gedankenexperiment stammt, Iris Murdoch, die als Romanautorin eigentlich bekannter ist als Philosophin und die von den vieren die wohl anziehendste Persönlichkeit besaß, und Mary Midgley, die alle ihre etwa gleichaltrigen Freundinnen überlebte und 2018 im Alter von 99 Jahren verstarb. Die 4 begannen ihr Studium in Oxford, so erfährt man aus dem Buch, ziemlich gemeinsam kurz vor dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich. Später wurden dann die meisten jungen Studenten zum Kriegsdienst eingezogen und die jungen Studentinnen waren mehr oder weniger unter sich. Alle 4 entwickelten ihre Philosophie besonders in Auseinandersetzung mit 2 britischen Starphilosophen der damaligen Zeit, Ayer und Hare, die nicht an die Möglichkeit objektiver moralischer Urteile glaubten. Das fanden alle 4 unerträglich und debattierten das natürlich auch immer wieder untereinander. Eine weitere wichtige Person im Leben der Philosophinnen ist unter anderem Wittgenstein (gestorben 1951) und seine Philosophie gewesen, mit dem Anscombe befreundet war und die einige wichtige seiner Werke ins Englische übersetzt hat. Zudem wimmelte es bald in Oxford von exilierten Geistesgrößen, die eine Gelehrsamkeit vermittelten, die in Oxford vorher unbekannt war.Das Buch beginnt und endet mit einer Episode aus dem Jahr 1956 als sich Anscombe, da bereits Dozentin in Oxford, vergeblich, aber mutig gegen die Verleihung der Ehrendoktorwürde an den US-Präsidenten Truman durch die Universität Oxford aussprach, weil er für den Abwurf der Atombomben in Japan verantwortlich war und dem sie deswegen Massenmord vorwarf.Die Autorinnen haben Mary Midgley noch selbst kennengelernt und sich viel mit ihr über alte Zeiten unterhalten. Und sie hat ihnen ihr Archiv vermacht.Mit dem Buch kann man detailliert und atmosphärisch sehr gut in das Oxforder Studentenleben eintauchen. Man erfährt für welche Dozenten sich die 4 begeisterten und für welche nicht, in welchen Colleges sie waren, ja sogar wo sie etwa im Speisesaal gesessen haben mögen. Und natürlich auch die anderen studentischen Kontakte und die Beschränkungen und Vorurteile, denen Frauen noch unterworfen waren (Anscombe wurde z.B. verwarnt, weil sie in Hosen dozierte). Das Buch enthält außerdem zahlreiche Fotos aus der Zeit. Nach dem Studium werden die ersten Erfolge aber auch Pleiten der 4 referiert und in welche philosophische Richtung sie sich bewegten, was sie philosophisch umtrieb. Die 4 Leben in einem Buch zu vereinen gelingt den Autorinnen, die akribisch recherchiert haben, im Großen und Ganzen recht gut, aber manchmal ist es mir mit der Akribie auch ein bisserl zu viel und ich hätte mir hie und das eine Straffung gewünscht. Der Schreibstil ist aber für mich O.K.. Und: Es ist ein wichtiges Buch zur Geschichte der Philosophie des 20. Jahrhunderts, zumal es endlich einmal um Frauen geht, die die Männer von ihren Irrwegen abbringen und zeigen wollten wo es langgeht. Dabei ist es aber schön zu sehen, dass sie dabei durch und durch hochbegabte Philosophinnen und immer auf der Suche waren. Immer wieder haben sie sich hinterfragt und waren eben nicht 100% sicher ob sie in allem richtig lagen, und so sind sie dann auch aufgetreten. So taugen also alle 4 als große philosophische Vorbilder, selbst wenn man ihre Meinungen nicht immer zu teilen braucht. Ein spannendes Buch!
Estragon 03.04.2024 amazon.de
Zu den Forschungsinteressen der beiden britischen Philosophinnen Clare Mac Cumhaill und Rachael Wiseman gehört die Frage, inwieweit Frauen bzw. Philosophinnen eine andere Art des Philosophieren und der Philosophie betreiben. Mehr durch Zufall stießen sie 2013 auf die bereits steinalte Mary Midgley (1919-2018), die sie in einem Seniorenheim aufsuchten und die ihnen in den Folgejahren ausführlich über eine Gruppe von befreundeten Philosophinnen erzählte, die etwa ab Mitte der 1940er Jahre an der Universität Oxford begannen, neue Wege in der Philosophie zu erkunden (bzw. alte Wege neu zu erkunden). Neben Midgley waren dies Elizabeth Anscombe (1919-2001), Philippa Foot (1920-2010) und Iris Murdoch (1919-1999). Für Fachphilosophen sind das durchaus klingende Namen, doch der breiteren Öffentlichkeit dürften sie unbekannt sein, wobei Murdoch womöglich eine Ausnahme bildet, da sie auch als Romanautorin internationale Bekanntheit erlangte.Eine historische Katastrophe, nämlich der Zweite Weltkrieg, begünstigte die Karrieren der vier Philosophinnen. Dadurch, dass männliche Philosophiedozenten und –studenten zum Kriegsdienst eingezogen wurden und ihre Forschungsarbeit dadurch für Jahre unterbrochen wurde, entstanden Freiräume für weibliche Forscherinnen. Die Wege, die die vier befreundeten Philosophinnen dabei nahmen, zeichnen Mac Cumhaill und Wiseman minutiös nach, wobei sie sich auf die Jahre zwischen 1938 und 1956 beschränken, in denen aus den Studienanfängerinnen schließlich etablierte Forscherinnen wurden, deren gemeinsame Stoßrichtung, so Mac Cumhaill und Wiseman, darin bestand, »die Philosophie wieder zurück ins Leben zu bringen« (S. 403).Das Buch zielt auf ein Nichtfachpublikum. Philosophische Vorkenntnisse sind, denke ich, zum Verständnis nicht notwendig. Die im Spiel befindlichen philosophischen Strömungen, Theorien und Fachbegriffe werden erläutert und in Kontexte eingeordnet. Dass philosophische Theorien und Strömungen für Nichtfachleute aufbereitet sind, führt allerdings umgekehrt dazu, dass die Untersuchung für Fachphilosoph:innen in systematischer Hinsicht nicht so viel zu bieten hat. Doch die historischen Hintergründe dürften auch vielen Fachleute eher unbekannt sein, so dass auch sie das Buch mit Gewinn lesen können.Zweifellos haben die Autorinnen hervorragende Recherchearbeit geleistet. Das Buch ist faktengesättigt. Allerdings neigen die Autorinnen zuweilen dazu, den Text auch mit überflüssigen Fakten zu belasten. Manches mag dazu dienen, dem Ganzen Zeitkolorit zu geben, doch selbst wenn man dies zugesteht, bleibt immer noch manches, das komplett verzichtbar gewesen wäre. Auf der anderen Seite stolpert man an einigen (aber wenigen) Stellen über Ausschmückungen (was zum Beispiel Zimmerausstattungen, Bekleidung usw. angeht), bei denen man ins Grübeln kommt, ob die betreffenden Details wirklich in dieser Form historisch verbürgt sind.Die Übersetzung scheint mir gelungen. Zu loben ist, dass auch der Anhang (Anmerkungen, Bibliografie) für den deutschen Kontext aufbereitet wurde. Weshalb allerdings die deutsche Übersetzung einen englischen Titel bekommen hat, der vom durchaus treffenden englischen Originaltitel (»Metaphysical Animals«) abweicht, ist nicht nachvollziehbar.
Amazon Kunde 03.04.2024 amazon.de
Es steht außer Frage, dass sich das Buch einem spannenden Gegenstand widmet und der Aufbau ist in vielerlei Hinsicht vielversprechend und leserfreundlich. Doch rate ich jedem, das Buch - sofern möglich - im Original zu lesen, weil sich der Beck-Verlag entschieden hat, dieses Werk, das ja von wichtiger Geistesgeschichte handelt, mit Doppelpunkt zu gendern und zwar durchgängig. Das behindert natürlich nicht nur den Lesefluss und verfälscht das Original, es zeugt auch vom Aufspringen auf diesen irrationalen Zeitgeist-Zug, der eine nachweislich unwissenschaftliche (s. Meinekes "Studien zum genderneutralen Maskulinum"), ausgrenzende (da nicht barrierefreie) und natürlich zutiefst undemokratische (es gibt eine politisch legitimierte verbindliche Rechtschreibung in diesem Land) Sprache benutzt. Die behandelten Denkerinnen hätten wohl die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen vor so viel Mitläufertum.
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