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EAN 9783499011146
Töchter des Nordmeeres – Lucias Entscheidung: Historischer Roman (Die Nordmeer-Saga, Band 2)
Zwei Schicksale am Rande des Nordmeeres Norwegen, 1901. Vor langer Zeit, in einer eisigen Winternacht, wurden auf der norwegischen Insel Smøla zwei neugeborene Mädchen ausgesetzt. Inzwischen sind die Findelkinder Liv und Lucia erwachsen, und nach Jahren in der Stadt kehren sie auf die Insel ihrer Kindheit zurück. Liv ist eine erfolgreiche und selbstbewusste Wissenschaftlerin, die sich gegen viele Widerstände behaupten musste. Jetzt macht sich die tatendurstige Frau auf den Weg nach Norden, um endlich das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen. Lucia hingegen wurde vom Leben und der Liebe enttäus cht. Mit einer kleinen Tochter und unter der Schmach einer Scheidung fällt es ihr schwer, einen Platz in der Gemeinschaft zu finden. Auf Smøla sucht sie nach Antworten auf ihre Lebensfragen. Als die Fischfabrik, in der sie arbeitet, in Schwierigkeiten gerät, kann Lucia sich endlich beweisen. Sie bekommt Hilfe von einem alten Freund - und vielleicht sogar eine zweite Chance, ihr Glück zu finden. Nach «Livs Weg» der zweite Band des faszinierenden Norwegen-Zweiteilers von Ines Thorn.
Bewertungen & Erfahrungen
4,3 von 5,0
3 Bewertungen
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1 ★0
Verteilung basiert auf 3 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion19.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ich habe das zweite Exemplar bestellt, weil mir die Qualität des ersten Buches gefiel. Die Papierqualität ist gut und das Buch hat sich beim Transport nicht beschädigt. Die Lesbarkeit ist angenehm.
Darum geht’s:Liv und Lucia wurden 1901 in einer kalten Winternacht auf der norwegischen Insel Smøla ausgesetzt, wo sie jedoch liebevoll aufgenommen und gut behütet zu zwei starken jungen Frauen aufgewachsen sind. Liv findet ihr Glück beim Studium und entwickelt sich zu einer souveränen Wissenschaftlerin, die sich in der Männerdomäne durchzusetzen weiß. Lucia hat weniger Glück. Erst scheint sie ihre große Liebe gefunden zu haben. Doch ihr Mann lässt sie fallen und sie steht mit ihrer kleinen Tochter allein da. Schwer enttäuscht kehrt sie nach Smøla zurück und hofft auf ein neues Glück.So fand ich’s:Nachdem mich der erste Band „Livs Weg“ schon sehr begeistert hatte, freute ich mich riesig auf die Rückkehr nach Smøla. Dass die Autorin es schaffte, noch eine Schippe zum ersten Band drauf zu legen, hatte ich so in dem Rahmen nicht erwartet. Auch wenn ich die letzte Seite schon vor ein paar Tagen umgeblättert habe, bin ich immer noch vollkommen gebannt von der Geschichte.Im Gegensatz zum ersten Band, indem Liv im Vordergrund steht, bekommen hier beide Mädels gleich viel Raum und obwohl sich beide Plots sehr unterschiedlich entwickeln, bleibt immer ein einfühlsames Zusammenspiel zwischen den beiden Erzählsträngen. Als Leser erfährt man die beiden Geschichten aus den sich abwechselnden Perspektiven von Lucia und Liv. Das Wechselspiel ist so geschickt gewählt, dass man gar nicht anders kann, als immer nur direkt weiterzulesen. Es fiel mir jeweils unsagbar schwer, das Buch beiseitezulegen. Und ich als bekennende Leseschnecke konnte hier gar nicht anders als über die Seiten zu fliegen.Zwischen den Zeilen spürt man die Begeisterung der Autorin für Land und Leute, im speziellen für das Leben der Samen, das auf eindrückliche Weise dargestellt wird und von einer intensiven Recherchearbeit zeugt.Die Figuren sind so lebendig gezeichnet, dass ich das Gefühl hatte in diesem zweiten Band altbekannte und auch liebgewonnene Figuren wiederzutreffen. Das ist auch mit ein Grund, warum ich empfehlen würde, diese Dilogie in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Auch wenn die vorherigen Ereignisse angesprochen werden, wäre es sicher schade, wenn man den ersten Teil nicht kennt und die Entwicklung der Mädchen nicht miterlebt hätte.Besonders gut gefällt mir, dass die Figuren nicht schwarz und weiß gezeichnet sind. Auch wenn Liv und Lucia die Hauptpersonen sind, empfand ich die Nebenfiguren als nicht weniger präsent. Und jeder hat seine eigenen Ecken und Kanten. Es gab auch Situationen, in denen ich die Verhaltensweise der Figuren nicht immer nachvollziehen konnte. Aber gerade das macht aus den Protagonisten für mich mehr als reine Buchfiguren.Auch wenn das Jahr noch nicht sehr alt ist, bin ich sicher, dass dieses Buch eines meiner Jahreshighlights bleiben wird. Ich beneide jeden, der dieses mitreißende Buch noch vor sich hat.
"Lucias Entscheidung" ist der zweite Band der Reihe "Töchter des Nordmeeres" von Ines Thorn aus dem Rowohlt Verlag.Norwegen 1901: Vor achtzehn Jahren wurden auf der norwegischen Insel Smøla zwei Neugeborene ausgesetzt, Liv und Lucia wurden in Pflegefamilien groß. Man nimmt an, dass sie Geschwister sind und von Samen abstammen. Inzwischen haben Liv und Lucia einige Jahre in der Stadt gelebt, doch nun kehren sie auf die Insel zurück.Liv hat ihr Studium abgeschlossen, arbeitet erfolgreich als Wissenschaftlerin und hat sich gegen viele Widerstände behaupten müssen. Doch nun ist sie glücklich mit ihrem Mann Sverre, wäre da nicht die ungeklärte Frage nach ihrer Herkunft. Sie unternimmt die schwierige Reise in den Norden, um ihre Mutter und ihre Wurzeln zu suchen.Lucia hatte Pech in der Liebe und auch ihr Leben verlief nicht gerade rosig. Sie hat eine kleine Tochter und kehrt als geschiedene Frau wieder nach Smøla zurück. Sie möchte dort neu anfangen und bekommt Arbeit in der Fischfabrik. Sie lernt Johan kennen, der ihr gut gefällt, aber kann sie jemals wieder einem Mann vertrauen?Nachdem sich der erste Band vorwiegend um Livs Weg drehte, geht es nun weiter mit ihrer großen Reise in den Norden zu den Sami. Und Lucia, die gerne mitgehen würde, muss wegen ihrer kleinen Tochter zurückbleiben. Denn die Umstände der langen Wanderung durch die urwüchsige Wildnis hoch oben bei den Samen sind einfach zu gefährlich für das kleine Mädchen.In dieser Geschichte sind die Reiseerlebnisse von Livs und Sverres abenteuerlicher Wanderung im Norden für mich die interessantesten Szenen. Ich konnte mir die bildhaft beschriebene Landschaft mit ihrer großen, endlosen Weite, die klirrende Kälte im Winter und die Hilfsbereitschaft der Samen gut vorstellen. Ines Thorn erzählt außerdem von ihren Sagen, die hier eine große Rolle spielen. Anschaulich taucht man in die von der Natur abhängigen Lebensgewohnheiten und Riten der Samen ein und erkennt, wie welch kargen Bedingungen sie ihr Leben führen und dennoch glücklich und frei sind.Liv wird auf dieser beschwerlichen Reise von ihrem Mann Sverre begleitet, sie haben es nicht leicht, es gibt einige gefährliche Momente zu überstehen, Sverre erfriert fast und doch finden sie am Ende die gesuchte Familie. Es kommt zu einem Treffen mit der Mutter der Zwillinge, aber kann Liv ihr verzeihen, dass sie ausgesetzt wurde?Der lebendige Schreibstil Ines Thorns hat mich flüssig durch die Handlung geführt und ich habe das Leben der Schwestern gespannt verfolgt und es emotional begleitet. Lucia hat es nicht leicht als Geschiedene und auch die Arbeit in der Fischfabrik ist schwer, doch sie kann sich beweisen und findet einen Weg, um glücklich zu werden.Dieser Roman ermöglicht einen interessanten Blick in das Leben der Samen und beschreibt Livs und Lucias Lebensgeschichte, die mit einem glücklichen Ende wunderbar endet.
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Letzte Aktualisierung: 12.10.2026 18:13 Uhr.