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EAN 9783570554951
Winter im Sommer – Frühling im Herbst: Erinnerungen - Aktualisierte Ausgabe
Winter im Sommer - Frühling im Herbst | Erinnerungen - Aktualisierte Ausgabe | Joachim Gauck | Buch
Bewertungen & Erfahrungen
4,2 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★2
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1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion30.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch bietet eine sehr interessante und tiefgehende Perspektive auf die Entwicklung der genannten Persönlichkeit und ist eine wertvolle Ergänzung für alle Interessierten. Allerdings empfinde ich den Umfang als etwas dicht, was die Lesbarkeit für manche Leser etwas herausfordernd machen kann.
Redaktion30.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch ist informativ und bietet einen guten Einblick in die Gedanken Gaucks, allerdings empfinde ich die aktuelle Fassung als etwas überladen und die Bilanz wirkt für mich nicht immer tiefgehend genug.
Ich habe das Buch in 2009 gleich nach Erscheinen gelesen. Ich war neugierig darauf, weil mich schon zuvor Gaucks öffentliche Auftritte im Fernsehen beeindruckt hatten. Ich war einst selbst DDR-Bewohner, und das was Gauck berichtet, auch in diesem Buch, deckt sich mit meinen Erinnerungen - im Gegensatz zu den Beschönigungen und Verklärungen von manch anderer Seite, denen zuzuhören mir schwer erträglich ist. Manche Erlebnisse, die Gauck von seinen Kindern erzählt, sind auch mir widerfahren. Es tut gut, wenn jemand darüber so wahrhaftig und authentisch schreibt. Es ist auch nicht "von gestern", wenn man heute über diese Thematik spricht. Jede Diktatur muß von denen, die sie miterlebt haben, aufgearbeitet werden, und das dauert lange (siehe dazu Gaucks Vortrag vor der Robert-Bosch-Stiftung in 2006, als download im Internet). Als Betroffenem wird einem die Absurdität und Menschenverachtung des damaligen Systems erst Schritt für Schritt klar, während man sich an Freiheit und Normalität gewöhnt. Damals hat man die Dinge, wie sie eben waren, selbst wenn man nicht einverstanden war, irgendwie doch als normal empfunden. Die tägliche vorsorgliche Verbiegung, um sich keinen Ärger einzuhandeln, um bloß nicht wegen eines falschen Wortes den schwer erkämpften Studienplatz zu gefährden. Freiheit mochte es irgendwo geben, im Westen vielleicht, der unerreichbar war, und damit nicht real, trotz Westfernsehens. Vielleicht rührte daher die Faszination einer Westzeitung. Die physische Präsenz des Papiers, auf dem freie Gedanken abgedruckt waren, schien ein besserer Beweis als flimmernde Bilder für die tatsächliche Existenz jener kaum zu fassenden Welt, in der es also offenbar möglich war, einfach das aufzuschreiben, was man dachte. Und in der jeder lesen durfte, was er wollte. Heute leben wir in dieser Welt. Einfach so. Ja Herr Gauck, Sie haben Recht: wir leben in einem guten Land, das wir lieben können.
Das ist der Glaubenssatz von Joachim Gauck, den er später im Leben verwirklich hat, als er sich selbst der Freiheit beraubte, das zu sagen, was er denkt und seine Freiheit zu leben.Gerade deshalb war dieses Buch wichtig für mich und hat mir auch gute Chancen für erlösende Entscheidungen beschert, weil Gauchs Widersprüche mich gemahnen: Mach es besser! Lebe was du unterrichtest. Bis in die kleinsten Dinge des Lebens. In der Überschrift klingt dieser Widerspruch fast schon romantisch. Doch Widerspruch zwischen Wort und Tat - gerade weil er so verbreitet ist - wirkt verheerend. Gauck scheint tief damit geprägt zu sein.Seite 139 in der 7. Auflage der Pantheon-Ausgabe vom Mai 2011, schreibt Gauck den Satz auf, den er noch zu DDR-Zeiten gesagt hat und mit dem er im Westen, in den Hauptnachrichten von ARD und ZDF gelandet sei: "Wir werden bleiben wollen, wenn wir gehen dürfen." Als es so weit war, hat er wie selbstverständlich das Gegenteil getan. Mehr? [ ... ]
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Letzte Aktualisierung: 06.10.2026 10:21 Uhr.