„Die Kraft der Wurzeln“ ist ein wunderschön illustriertes Buch mit ganz vielen praktischen Tipps zur richtigen Anwendung von Wurzeln in der Heilkunde, aber auch zum Genießen.Miriam Wiegele streift durch Wald und Wiese, heimische Gärten und die Bergwelt und zeigt so die Vielfalt an Wurzeln, deren Heilwirkung wir uns zum Nutzen machen können.Eine kurze Einführung, was Wurzen eigentlich sind, über den Aufbau der Wurzel bis hin zur besten Erntezeit ermöglicht so dem Laien den Einstieg in die Wurzelkunde.Angefangen von A wie Alant, der antibakteriell und krampflösend bei Bronchialerkrankungen wirkt bis Z wie Zaunrübe, die als Mittel gegen Schlaganfälle, Epilepsie und Rheuma in homöopathischen Dosen gereicht wird, ist alles zu finden, was es an bekannten und weniger bekannten Wurzeln zu finden gibt.Die erklärenden Texte sind kurz und knackig gehalten, beinhalten aber alles an notwendigen Informationen und Wissen, um die heilsamen Wirkungen kennenzulernen. Dazu kommen hilfreiche Tipps zur Zubereitung und Anwendung der einzelnen Wurzeln. Küchentipps für heimische Wurzeln wie Karotten, Rote Bete, Kartoffeln und Meerrettich vervollständigen das Ganze. Die Wurzel verbindet den Menschen mit dem dichten Geflecht der Vorratskammer der Natur.Mystisches, sagenhaftes und magisches darf natürlich hier nicht fehlen.Das Buch ist eine wundervolle Idee, kleine und größeren Blessuren ohne chemische Keule den Garaus zu machen, leckere Gerichte zu zaubern und im Einklang mit der Natur zu gesunden und zu genießen.Für mich ein toller Ratgeber, der mit hilfreichen und praxisnahen Tipps endlich einmal Anwendung finden wird und nicht ,wie so viele andere Bücher, im Regal vertaubt.
Als Heilmittel, als kulinarischer Leckerbissen oder als Gewürz – schon seit langem werden Wurzeln in der Heilkunde und Küche verwendet. Informationen zu ihrer Herkunft, ihrer Anwendung und Verarbeitung finden sich in diesem Buch, in dem die Inhaltsstoffe samt ihrer Wirkung im Vordergrund stehen.Für Heilkräuter interessiere ich mich schon länger, habe bisher aber noch nie ihre Wurzeln verwendet, sodass ich interessiert zum Buch gegriffen haben. Der erste Teil, der sich mit den Heilpflanzen aus Garten, Wiese und Alm beschäftigt, war dann auch genau das, was ich erwartet hatte. Jede Art wird über eine Zeichnung, Informationen zu ihrer Herkunft und historischen medizinischen Anwendungen vorgestellt. Nachgewiesene Inhaltsstoffe und damit ihre Anwendungsbereiche werden erläutert um dann Beispiele für die Verwendung zu geben.Positiv überrascht hat mich der zweite Teil des Buches, der auf kultivierte Pflanzen eingeht. Dabei finden sich Wurzeln, Knollen und Zwiebeln, die als Nahrungsmittel dienen ebenso, wie solche, die reine Würzpflanzen sind. Ein eigenes Kapitel widmet sich auch den exotischen Wurzeln. In diesem Teil findet der Leser sowohl wohlbekannte Arten, wie Karotten, Kartoffeln oder Zwiebeln, wie auch andere, die weniger verbreitet sind. Obwohl auch hier einige Anwendungstipps gegeben werden – besonders solche, die sich nicht auf den Verzehr der Pflanzen beziehen – sind diese kürzer gehalten, als im ersten Teil. Wohl auch, weil viele der Pflanzen samt Verarbeitungsmöglichkeiten bekannt sind. Dafür bekommt der Leser interessante Informationen zur Herkunft und der gesundheitlichen Wirkung von Lebensmitteln, die nicht als klassische Heilpflanzen gelten.Das Buch ist schön gestaltet. Neben den Zeichnungen, die den ganzen Habitus – von der Wurzel bis zur Blüte – aller Pflanzen zeigen werden immer wieder Details dieser hervorgehoben, die sich auf die Wurzeln beziehen und damit das Hauptthema auch optisch immer wieder in den Fokus rücken. Bei den wilden Pflanzen hätte ich mir allerdings noch eine genauere Beschreibung gewünscht, die das Finden der Pflanzen erleichtert.Fazit: Der erste Teil entspricht dem Kräuterbuch, das ich erwartet habe. Ich werde ihn immer wieder zum Nachschlagen zur Hand nehmen. Interessanter noch fand ich den zweiten Teil, der mir vor Augen geführt hat, wie Wurzeln (und Knollen) wohltuend in der Küche eingesetzt werden können.