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Acht Schlüssel zur Gehirn-Körper-Balance | Robert Scaer | Taschenbuch | 224 S. | Deutsch | 2017
Bewertungen & Erfahrungen
4,8 von 5,0
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion23.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Diese acht Schlüssel bieten wirklich einen tiefen Einblick in die Verbindung zwischen Gehirn und Körper und helfen mir sehr, mit Ängsten umzugehen. Ich bin sehr begeistert von der praktischen Anwendung dieses Wissens.
Redaktion23.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Ich habe dieses Buch bei einem Flohmarkt gekauft, weil ich nach etwas zu lesen suchte. Der Zustand ist gebraucht, aber die Seiten sind intakt und der Druck ist gut lesbar. Die Bindung hält die Seiten zusammen, obwohl es einige Altersspuren gibt. Beim Durchblättern war der Text gut zu erfassen.
Das Buch stellt den aktuellen Standard der Wissenschaft vor, wie Trauma im Körper gespeichert werden und wie sie aufgelöst werden können.Der Autor des Buches ist zwar klinischer Neurologe, aber kein Psychotherapeut und nicht in der Anwendung von Techniken zur Behandlung von Traumapatienten ausgebildet. Sein spät erwachtes Interesse an traumabedingten Belastungszuständen und ihren Folgen geht auf seine lange Arbeit im Bereich der neurologischen Rehabilitation zurück. In diesem Rahmen hat er Patienten mit den verschiedensten körperlichen und neurologischen Beeinträchtigungen behandelt und dabei die voraussehbaren emotionalen Belastungen beobachtet, die mit körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen verbunden sind,insbesondere chronischen Schmerz.Sein Kontakt zu seinem Nachbarn, Peter Levine, dem bekannten Spezialisten auf dem Gebiet der Traumapsychologie, erschloß ihm eine neuartige Sicht der Reaktion des Gehirns auf Traumata sowie der Gründe für die Entstehung einer Vielzahl körperlicher Syndrome.Mittels Anwendung der von den Pionieren der Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) entwickelten Prinzipien der Neurophysiologie des Traumas auf die Arbeit mit seinen eigenen Patienten beschrieb er in seinem 2001 erschienenen Buch „ The Body Bears the Burden“ erstmals einige damals noch recht unbekannte Konzepte der Funktionsweise des Gehirns bei Vorliegen von Traumata.Das vorliegende Buch also besteht aus vier Hauptteilen, die acht Kapitel, hier »Schlüssel« genannt, umfassen. Teil I beschäftigt sich mit den Mechanismen, die es dem Gehirn ermöglichen, die innere und äußere Welt wahrzunehmen und auf sie zu reagieren. Schlüssel 1 erläutert die Mechanismen, die es dem Gehirn ermöglichen, mit Hilfe der sensorischen Rezeptoren des Kopfes und des Körpers die Umgebung zu erkunden. Und schließlich geht es um die verschiedenen Funktionen der »denkenden, verbalen, deduktiven« linken Gehirnhälfte und der »intuitiven, fühlenden und räumlichen« rechten Gehirnhälfte. Schlüssel 2 analysiert, wie Reaktionen auf äußere und innere sensorische Systeme mit Hilfe des motorischen Gedächtnisses organisiert werden. Außerdem beschäftigt er sich mit dem Erwerb von Fertigkeiten, die sowohl motorische Leistungen als auch das Überleben betreffen.In Teil II geht es um die Funktionen des Unbewußten. Schlüssel 3 beschreibt die Rolle des Autonomen Nervensystems, des Regulators des endokrinen Systems und der Funktionen der inneren Organe, das die Homöostase aufrechterhält, wie die Kampf-/Fluchtreaktion des Sympathischen Nervensystems und die beruhigende vegetative Reaktion des Parasympathischen Nervensystems. Schlüssel 4 beschäftigt sich mit dem limbischen System, das auch »emotionales Gehirn« und »Säugetierhirn« genannt wird. Diese komplexe Struktur ist unter anderem für die Regulation der Erregung, für das Gedächtnis, für Affiliation und Bonding sowie für Belohnung da.Teil III des Buches beschäftigt sich mit abnormen Reaktionen aller bereits genannten Systeme auf negative Ereignisse und Erlebnisse. Schlüssel 5 erläutert die neuesten Erkenntnisse über die Plastizität und Formbarkeit des Gehirns, ein Thema, das immer stärker ins Zentrum des allgemeinen Interesses und der Forschungsarbeit rückt. Schlüssel 6 analysiert die Auswirkungen belastender Erlebnisse und Traumata auf das Autonome Nervensystem. Schlüssel 7 beschäftigt sich erneut mit Streß und Traumata, diesmal im Hinblick auf ihren Einfluß auf den Körper.Teil IV beschäftigt sich mit Möglichkeiten, Gehirn und Körper von Streß und Traumanachwirkungen zu heilen. Zuletzt wird in Schlüssel 8 das theoretische Modell der Dissoziation schlüssig dargelegt.Interessant ist, dass der Autor unterschiedliche Erkrankungem die man zunächst nicht mit Traumata in Verbindung bringt, wie das Chronische Erschöpfungssyndrom oder Asthma weden in diesem Buch schlüssig mit dem Thema Trauma assoziiert.Die neue Sicht der Rolle des Körpers bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Traumasymptomen hat dazu geführt, daß heute körperliche Prozesse in die Traumatherapie einbezogen werden. Auf diese Weise ist ein Bereich entstanden, den der Autor „somatische Psychotherapie“ zu nennen beschlossen hat.FAZITDas Buch ist klar und deutlich und sehr dicht geschrieben, man sollte sich dazu Zeit nehmen. Die Neurologischen, die neurobiologischen und die neurowissenschaftlichen Zusammenhänge werden schlüssig erläutert. Sehr wichtiges Buch für alle, die mit Traumapatienten arbeiten und auch für Betroffene, die sich selbst besser verstehen wollen. ALlerdings ist es ein Schreibstil, der fordert, da des viele Informationen auf wenig Raum sind.
„Acht Schlüssel zur Gehirn-Körper Balance“ ist ein ganz besonders wertvolles Buch, um Menschen ohne medizinisch-therapeutische Kenntnisse eine moderne Vorstellung davon zu geben, was in ihrem Gehirn und Körper geschiet, besonders auch dann, wenn es ihnen "nicht gut" geht. Das Thema „Trauma“ mag vielen, die leiden und nicht wissen warum, gar nicht in den Sinn kommen: Scheint es doch als sei ihnen nichts "so schlimmes" widerfahren, dass das sein könnte. Viele irren sich in diesem Punkt.Robert Scaer führt in diesem Buch Schritt-für-Schritt verständlich und in klaren Worten in die Funktionsweise von Gehirn und Körper ein. Entlang eines immer gut sichtbaren „roten Fadens“ entwickelt er die enge Integration von Gehirn und Körper und erläutert die normale Funktionsweise im Kontext unserer evolutionären Entwicklung. Danach wendet sich Scaer den biologischen und psychologischen Mechanismen traumatischer Ereignisse zu und skizziert deren physische Auswirkungen auf Gehirn und Körper, gefolgt von einer ganze Reihe an beispielhaften Betrachtungen der vielfältigen Traumafolgestörungen, die all zu oft von Medizinern nicht als solche erkannt werden. Gerade in diesem Bereich kann das Buch für Betroffene sehr hilfreich sein um zu erkennen, dass sie tatsächlich womöglich mit einer traumatischen Vergangenheit/Erfahrung ringen. Sogar kurze Übungen zur Selbsterfahrung für den Leser sind enthalten. Im hinteren Teil erläutert Scaer die therapeutischen Ansätze und macht Mut - ein ganz wesentliches Element für Menschen, die ohnehin ihre Welt als Quelle dauernder Gefahren erleben und mit Hoffnungslosigkeit - oft verstärkt durch die nutzlose „Odyssee“ - konfrontiert sind.Sehr lesenswert für jede(n), die/der ein besseres Verständnis der eigenen inneren Welt auf aktuellem wissenschaftlichem Niveau erlangen möchte.
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Letzte Aktualisierung: 14.10.2026 18:18 Uhr.