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EAN 9783170362444
Pflegerisches Entlassungsmanagement im Krankenhaus: Konzepte, Methoden und Organisationsformen patientenorientierter Hilfen
Pflegerisches Entlassungsmanagement im Krankenhaus | Klaus Wingenfeld | Taschenbuch | 133 S. | 2020
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Redaktion08.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch bietet eine hervorragende und umfassende Darstellung der Konzepte, Methoden und Organisationsformen für das patientenorientierte Entlassungsmanagement im Krankenhaus und ist absolut empfehlenswert. Die Inhalte sind sehr praxisrelevant und tiefgehend, was es zu einer wertvollen Ressource für alle Beteiligten macht.
In der Theorie erscheint es so klar und einfach. In der Praxis zeigt es sich, dass es eine tägliche große Aufgabe ist. Das Entlassungsmanagement in Krankenhäusern ist ein Prozess, der ständig optimiert werden muss. Dies zeigt auch das Buch „Pflegerisches Entlassungsmanagement im Krankenhaus“, das der Gesundheitswissenschaftler Klaus Wingenfeld in der zweiten Auflage herausgegeben hat. Einerseits hat sich inzwischen der Expertenstandard „Entlassungsmanagement in der Pflege“ des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) deutlich verändert. Andererseits machen Praktikerinnen und Praktiker Erfahrungen, die Wingenfeld für seine Experten-Arbeit gerne aufgreift.Wingenfeld ist dafür zu danken, dass er über sämtliche Kapitel hinweg das Entlassungsmanagement als Möglichkeit sieht, mit der Pflegende ein klares Profil zeigen können. So wird über die 133 Seiten deutlich, dass es einer fachlichen und persönlichen Kompetenz bedarf, um der anspruchsvollen Aufgabe des Entlassungsmanagements gerecht zu werden. Beeindruckend wirkt es, dass Wingenfeld an mehreren Stellen die Rolle der Angehörigen betont.Den Angehörigen komme eine Doppelrolle zu. Sie seien Kooperationspartner, mit denen Einzelheiten der Entlassungsplanung und der Versorgung nach dem Klinikaufenthalt besprochen würden. Angehörige seien auch „Adressaten von Hilfen durch das Entlassungsmanagement, weil sie möglicherweise Versorgungsverantwortung in der poststationären Pflege übernehmen“ (S. 18).Differenziert stellt Wingenfeld dar, wie die Arbeitsschritte des Entlassungsmanagements aussehen. Dabei legt er besonderen Wert auf das initiale Assessment und auf das Risikoscreening. Das initiale Assessment hat zum Ziel, „ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Ressourcen aufzudecken, ohne sämtliche Einzelheiten in Erfahrung zu bringen“ (S. 26). Wingenfeld betont gleichzeitig, dass es pflegerische Aufgabe ist, während eines Krankenhausaufenthaltes zu schauen, welche Veränderungen beim Betroffenen stattfinden.Auf der inhaltlichen Ebene sind die Begriffe des Entlassungsmanagement vertraut. Schließlich orientiert sich ein professionell orientiertes Entlassungsmanagement am sich ständig ereignenden Erheben von Informationen und dem Überprüfen der Wirksamkeit ergriffener Maßnahmen. Diese Professionalität ist gleichzeitig bei den Übergabegesprächen gefragt, die beispielsweise Kliniken und Pflegeheime miteinander führen, wenn Betroffene den Übergang in die stationäre Langzeitpflege erleben. Wingenfeld schreibt: „Gut vorbereitete Übergabegespräche werden geschätzt und festigen die Kooperation zwischen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen“ (S. 66).Der Wunsch nach einer versierten Form des Entlassungsmanagements wird offensichtlich, wenn Wingenfeld über die Möglichkeit regelmäßiger Anrufe bei den Betroffenen nach einer Klinikentlassung schreibt. Als Vision für den pflegerischen Alltag kann man Wingenfelds Vorschlag verstehen, dass die Überleitung von Patientinnen und Patienten durch Pflegende im Stationsdienst geschieht, weniger durch Pflegende, die ausschließlich für die Überleitung da sind.Die Tatsache, dass das Buch „Pflegerisches Entlassungsmanagement im Krankenhaus“ in der zweiten Auflage erscheint, zeigt sicher, dass dieser Übergangsprozess im Blickfeld vieler Einrichtungen zu stehen scheint. So ist sicher die Hoffnung nicht aufzugeben, dass alltägliche Prozesse zum Wohle der Betroffenen sowie der Angehörigen verändert werden. Wahrscheinlich hilft noch etwas Geduld.
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Letzte Aktualisierung: 29.09.2026 10:20 Uhr.